Ehringshausen: Wandern, Landschaft und Hugenottengeschichte
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Wanderwege, eine markante Erhebung und Hugenottengeschichte geben Ehringshausen unterschiedliche Seiten. Der Köhlerweg führt in der Gemeinde über die Hänge von Kölschhausen zur Koppe; historische Bezüge finden sich unter anderem in Greifenthal und Daubhausen. Dazu kommt das Heimatmuseum Ehringshausen mit Themen von der Dorfgeschichte bis zu Leben und Wirken von Dr. Hermann Huttel. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Wandern, Landschaft oder Kultur ausrichten.
Wandern rund um Ehringshausen
Der Köhlerweg ist einer von 19 zertifizierten Prämienrundwegen. Die Strecke ist 12,4 Kilometer lang und bei mittlerer Kondition in etwa 3,5 Stunden zu bewältigen. In der Gemeinde Ehringshausen führt sie über die Hänge von Kölschhausen zur Koppe, dem höchsten Punkt der Tour. Unterwegs liegen offene Bachtäler nördlich von Dreisbach und Hangwiesen mit Ausblicken. Länge und ungefähre Gehzeit bieten eine konkrete Orientierung für die Planung eines Wandertages.
Die Koppe ist ein 351 Meter hoher erloschener Vulkan und die höchste Erhebung in der Gemarkung Kölschhausen. An ihrer Nordseite ist in einem alten Steinbruch auf etwa 15 Metern Höhe eine Säulenstellung aufgeschlossen. Die Erhebung verbindet damit eine geologische Besonderheit mit einer Landschaft, die auch auf dem Köhlerweg eine Rolle spielt. Die Koppe war das erste Naturschutzgebiet im Kreis Wetzlar.
Für eine längere Wanderung gibt es eine Route von etwa 21 Kilometern durch die Wälder der ehemals selbständigen Gemeinden Ehringshausen, Dillheim, Daubhausen und Greifenthal. Sie weist rund 180 Meter Höhenunterschied auf; die angegebene Gehzeit beträgt etwa sechs Stunden. Eine weitere lange Runde ist der 23 Kilometer lange Ehringshausen Großwanderweg links der Dill. Er verläuft durch den nördlich der Dill gelegenen Waldbestand der Gemeinde, beginnt am Wasserhochbehälter in Katzenfurt und führt durch Dreisbach, Niederlemp und Breitenbach. Über Kölschhausen kehrt er nach Katzenfurt zurück.
Der 11,8 Kilometer lange Ehringshausen Großwanderweg rechts der Dill beginnt in Daubhausen. Über Ehringshausen-Ichelhausen führt er durch den Ehringshäuser und Daubhäuser Wald, entlang der Hohen Straße nach Greifenthal-Steckenmesser und über Greifenthal auf dem Historischen Hugenottenweg zurück nach Daubhausen. Mit 11,8 Kilometern ist dieser Weg kürzer als die etwa 21 Kilometer lange Wanderroute und liegt nahe an den 12,4 Kilometern des Köhlerwegs. Für Ihre Auswahl sind also vor allem Streckenlänge und die jeweils angegebene Gehzeit hilfreiche Vergleichspunkte.
Hugenottengeschichte und Dorfleben
Der „Historische Hugenotten Wanderweg“ beginnt im Ortsteil Greifenthal. Die Geschichte des Hugenottendorfes reicht dabei in die Anfangsjahre seiner Gründung zurück: Greifenthal hatte damals keinen eigenen Friedhof. Die Toten wurden deshalb zum gemeinsamen Friedhof nach Daubhausen getragen. Diese Verbindung zwischen den beiden Orten macht die historische Dimension der Gemeinde besonders anschaulich und ergänzt die Wanderwege um einen kulturellen Blick auf die Region.
Im Heimatmuseum Ehringshausen stehen die Dorfgeschichte, alte Spielsachen sowie Leben und Wirken von Dr. Hermann Huttel im Mittelpunkt. Damit setzt das Museum einen anderen Schwerpunkt als die Wege durch Wälder und über Höhen: Es richtet den Blick auf Ortsgeschichte und persönliche Lebenswelten. Wer mehrere Interessen verbinden möchte, kann Wanderungen und einen Museumsbesuch als unterschiedliche Bestandteile der Reiseplanung betrachten, ohne sie zu einer gemeinsamen Route zusammenzufassen.
Den Aufenthalt nach Interessen planen
Für die Wahl des Reise-Schwerpunkts hilft ein Vergleich der konkreten Möglichkeiten: Der Köhlerweg verbindet eine zertifizierte Rundwanderung mit der Koppe und den beschriebenen Landschaften. Die längeren Wege führen durch Wälder und mehrere Ortsteile; Greifenthal und Daubhausen bieten historische Anknüpfungspunkte. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Zeit eher für eine kürzere Runde mit genannter Gehzeit, eine längere Wanderung oder Dorfgeschichte und Museum einplanen möchten.
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