Wallenfels: Burgberg, Wilhelmsteine und Radwege

File:Wallenfels (Siegbach) (001).JPG File:Wallenfels (Siegbach) (001).JPG Foto: Gerold Rosenberg ( talk ) 22:50, 27 March 2016 (UTC) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wallenfels verbindet ein markantes historisches Ortsbild mit Natur- und Raderlebnissen in der Umgebung. Der Charakter einer kleinen, an eine Burg angelehnten Siedlung ist noch deutlich erkennbar: Untergasse und Obergasse legen sich um den Burgberg. Damit bietet der Ort schon im Siedlungsbild einen konkreten Zugang zu seiner Geschichte und zugleich einen besonderen Rahmen für die Reiseplanung.

Historisches Ortsbild rund um den Burgberg

Wallenfels geht auf die um 1300 erfolgte Errichtung der Burg Wallenfels durch Heinrich I. von Hessen zurück. Die Burg entstand auf einem Bergkegel südöstlich der Angelburg. Diese geschichtliche Verbindung prägt die Vorstellung vom Ort bis heute, ohne dass Wallenfels auf ein einzelnes Bauwerk reduziert werden muss. Der Burgberg bildet gemeinsam mit den beiden Gassen den räumlichen Kern des überlieferten Siedlungsbildes.

Zum historischen Siedlungsbild gehört außerdem eine Vielzahl zwei- und dreiseitiger Höfe aus dem 18. Jahrhundert. Besonders in der Obergasse und am nordöstlichen Ende der Untergasse begegnen Ihnen diese Hofanlagen als charakteristische Elemente des Ortes. Wer sich für ländliche Bauformen, gewachsene Ortsstrukturen und regionale Geschichte interessiert, findet in Wallenfels daher mehrere Themen, die sich unmittelbar am Straßenbild nachvollziehen lassen.

Wilhelmsteine im Schelder Wald

Direkt am Waldrand gelegen, eröffnet Wallenfels auch den Blick auf eine Landschaft, in der Natur und geologische Besonderheiten eine wichtige Rolle spielen. Die Wilhelmsteine sind im Katasterbezirk Wallenfels als Naturdenkmal ausgewiesen. Zugleich handelt es sich um eine Eisenkiesel-Felsengruppe auf einer Fläche von etwa 2 Hektar. Die ungefähre Flächengröße beschreibt dabei den Rahmen des Naturraums, nicht eine exakte Begrenzung.

Die Wilhelmsteine im Schelder Wald sind ein Geotop des Nationalen Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus. Die Eisenkiesel-Felsengruppe liegt in einem kleinen, von hohen Buchen umgebenen Areal; die höchsten Steine erreichen ungefähr 15 Meter. Heute gelten die Wilhelmsteine als beliebtes Wander- und Ausflugsziel. Am Himmelfahrtstag sind sie seit Generationen jährlich Schauplatz von Waldgottesdiensten. Damit treffen an diesem Ort geologische Eigenart, Waldlandschaft und eine überlieferte religiöse Tradition zusammen.

Radwege mit unterschiedlichen Streckencharakteren

Der Salzböderadweg beginnt an der Obergasse in Siegbach-Wallenfels. Der Startpunkt liegt damit direkt in jenem Ortsbereich, der auch für das historische Siedlungsbild von Bedeutung ist. Der Seenradweg führt auf geschotterten Waldwegen mit starkem Gefälle in Richtung Wallenfels weiter und verbindet dabei eine naturnahe Streckenführung mit einem deutlich bewegten Höhenprofil.

Der Seenradweg von Wallenfels in Richtung Eisemroth weist ein Gefälle von etwa 7 Prozent auf. Auf dem Abschnitt des Fahrradwegs von Wallenfels in Richtung Eisemroth verläuft die Strecke bis zum Naturschwimmbad Eisemroth auf öffentlichen Straßen. Für die Planung einer Radtour sind damit sowohl der Richtungsverlauf als auch die Beschaffenheit der jeweiligen Abschnitte wichtige Orientierungspunkte: In Richtung Wallenfels stehen geschotterte Waldwege mit starkem Gefälle im Mittelpunkt, während der Abschnitt bis zum Naturschwimmbad Eisemroth über öffentliche Straßen führt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siegbach.

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