Niederrodenbach entdecken: Natur, Wege und Ortsgeschichte

File:Niederrodenbach Orgel.jpg File:Niederrodenbach Orgel.jpg Foto: Wikiwal via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Niederrodenbach verbindet Rundwege, waldreiche Landschaften, geschützte Natur, Ortsgeschichte und regionale Spargeltradition. Zwischen Bahnhof, Wiesen und Wald liegen unterschiedliche Ziele für aktive Strecken, Naturbeobachtung und historische Erkundungen. Auch die regionale Landwirtschaft gehört zur örtlichen Geschichte.

Wege zwischen Bahnhof, Wiesen und Wald

Der Kultura Trail „Raabruke-Schleife“ ist eine rund 11 Kilometer lange Rundroute rund um Niederrodenbach. Er kann am Bahnhof Niederrodenbach begonnen werden. Vom Bahnhof führt außerdem ein kleiner Lehrpfad über die Wiesen, der „Storchenweg“. Die Schleife und der Lehrpfad verbinden damit zwei unterschiedlich angelegte Wegformen am selben Ausgangspunkt.

Ein Einstieg in die Spessartspur ist am Parkplatz an der Sportanlage in Niederrodenbach möglich. Die 12,4 Kilometer lange Strecke verläuft fast ausschließlich durch den Wald und ist im Sommer besonders angenehm schattig. Zu ihren Höhepunkten gehören die Barbarossaquelle und die Klosterruine Wolfgang; die Route lädt zu einer naturreichen Wanderung ein. Die Streckenlänge bildet dabei eine klar umrissene Etappe, während der Waldverlauf den Charakter der Tour prägt.

Die barrierearme Spessartspur „Niederrodenbach Klosterruine“ ist für Rollstuhlfahrer mit und ohne Zughilfe, Rollator-Nutzer und Handbiker geeignet; eine Begleitperson wird empfohlen. Für Läufer verfügt die TGS Niederrodenbach über eine 10-Kilometer-Strecke und eine Halbmarathonstrecke.

Naturraum rund um Niederrodenbach

Das 37 Hektar große Naturschutzgebiet Niederrodenbacher Steinbrüche bietet etwa 350 Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum, darunter auch seltene Orchideenarten. Der Kultura Trail führt an diesem Naturschutzgebiet vorbei. Die waldreichen und hügeligen Ausläufer des Vorspessarts rund um Rodenbach eignen sich zum Wandern und Radfahren. So begegnen auf den Wegen Wald, Wiesen, Steinbrüche und die hügelige Landschaft des Vorspessarts.

Ortsgeschichte und markante Bauwerke

Der erhaltene Wehrturm in Niederrodenbach gehört zu einer früheren Befestigungsanlage. Auf dem Wehrturm befindet sich ein Storchennest, das seit Jahren ein Anziehungspunkt für viele Besucher ist. Das Heimatmuseum liegt im alten Ortskern und zeigt eine ständig wechselnde Ausstellung kulturhistorischer Gegenstände.

Bei der evangelischen Kirche in Niederrodenbach wurde der Grundstein am 15. Mai 1763 gelegt; der Bau wurde 1765 vollendet. Das Gebäude ist aus örtlichem Dolomit erbaut.

Der historische Ortskern von Niederrodenbach kann im Rahmen einer Führung nach Terminvereinbarung sowie virtuell erkundet werden. Die virtuelle Führung beginnt und endet am alten Rathaus und umfasst 18 Stationen, darunter die Dorfmauer, den Wehrturm, historische Häuser, ehemalige Schulen und Kirchen, die Mühle sowie das Heimatmuseum. Der Rundgang führt damit vom alten Rathaus wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück.

Regionale Spargeltradition

In der Gemarkung Niederrodenbach besteht eine 30-jährige Tradition des Spargelanbaus. Der COELZE-Club in Niederrodenbach veranstaltet das Spargelfest. Das Fest knüpft damit an den Spargelanbau in der Gemarkung an.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rodenbach.

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