Weichersbach entdecken: Wege, Natur und Dorfgeschichte
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Foto: UuMUfQ via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Weichersbach verbindet kurze Rundwanderungen mit längeren Wegen, einer vielfältigen Landschaft und sichtbaren Spuren der Dorfgeschichte. Natur- und Geschichtsweg, landwirtschaftlicher Lehrpfad, FFH-Flächen, Mühlen, Kirche und traditionelle Feste setzen dabei unterschiedliche Akzente im Sinntal.
Wandern und Radfahren in Weichersbach
Der 6 km lange Rundwanderweg Weichersbach ist als Natur- und Geschichtsweg angelegt. Er liegt im nördlichen Teil des Dorfes und beginnt in der Ortsmitte an der Schulwaldstraße. Seine Länge und der Startpunkt geben für eine kompakte Wanderung einen klaren Rahmen.
Der Grüne Pfad ist ein 5,3 km langer landwirtschaftlicher Lehrpfad im westlichen Teil Weichersbachs und beginnt in der Ortsmitte. Die beiden kurzen Wege unterscheiden sich durch ihre inhaltliche Ausrichtung: Natur und Geschichte auf dem einen, Landwirtschaft auf dem anderen.
Der etwa 18 km lange Drei-Burgen-Weg führt von der Burg Schwarzenfels durch Weichersbach und die umgebende Landschaft, vorbei an der Ruine Steckelsburg und am Ulrich-von-Hutten-Pfad. In Weichersbach steht damit eine kürzere Wanderung einem längeren Rundweg mit Burg und Ruine gegenüber.
Durch Sinntal-Weichersbach verläuft der 203 km lange Hessische Radfernweg R2 zwischen Sinntal-Mottgers und Sinntal-Oberzell. Auf der Sinntalrunde geht es nach einer lockeren Abfahrt nach Weichersbach weiter bergauf zur Burg Schwarzenfels und zum gleichnamigen Ort.
Landschaft und geologische Besonderheiten
Am Fuß des Stoppelsbergs verläuft der Rundwanderweg entlang eines ausgewiesenen Naturschutzgebiets. Dichtes Laubwaldgebiet und die markante Felsformation Schlangenritz prägen diesen Abschnitt. Der Weg führt außerdem an der ehemaligen Keilmühle vorbei. Dort dauerte die Papierproduktion mehr als 400 Jahre an und endete nach einem Kesselbrand im Jahr 1983.
Zum landschaftlichen Umfeld gehört das 126,41 ha große FFH-Gebiet „Magerrasen bei Weichersbach und weitere Flächen“. Es umfasst ausgedehnte, extensiv genutzte Magerrasen und Frischwiesen auf Muschelkalkstandorten. Im Schulbauerndorf Weichersbach wird zudem eine Geologische Wanderung im Weichersbach-Mottgers-Graben angeboten, die den Blick auf diesen Graben lenkt.
Mühlen, Handwerk und Naturkunde
Die Weichersbacher Biemühle ist eine weitgehend erhaltene und funktionsfähige historische Wassermühle. Der kernsanierte Gewölbekeller aus dem 14. Jahrhundert dürfte die erste Behausung und damit der Ursprung einer Weichersbacher Ansiedlung gewesen sein. Beim Dorfschmied ist nach Absprache eine Einführung in die Kunst des Schmiedens möglich.
Die zahlreichen Tierpräparate des Naturkundemuseums stammen aus dem Nachlass des Jägers und Falkners Rudolf Kutzke, der im Sommer 2013 starb.
Kirche und traditionelle Feste
In der Kirche Weichersbach finden an jedem Sonn- und Feiertag Gottesdienste statt. Sie wechseln mit Mottgers und Schwarzenfels zu wechselnden Zeiten um 9.00, 10.00 oder 11.00 Uhr.
Die Kirmes in Weichersbach ist ein jährlicher traditioneller Festtag; die Zeltkirmes hat sich dort seit 2010 etabliert. Das traditionelle Backfischfest findet einmal jährlich am Sportplatz in Weichersbach statt.
Zum Sinntal gehören auch Züntersbach und Jossa.
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