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Rebgeshain: Dorfgeschichte, Naturraum und Vereinsleben

Unterkünfte in Unterkünfte in Rebgeshain

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Historische Spuren in Rebgeshain

Rebgeshain zeigt seinen Charakter in einer Verbindung aus Dorfgeschichte, Naturraum, historischer Baukultur und Vereinsleben. Die Entstehung des Ortes liegt zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert. Auch der Ortsname Rebgeshain verweist weit zurück: Er hat seinen Ursprung in den regionalen Hagensiedlungen. Die zeitliche Tiefe wird an den erhaltenen Bauwerken und an den Orten des gemeinschaftlichen Lebens im Ort greifbar.

File:Ulrichstein Rebgeshain DGH.png File:Ulrichstein Rebgeshain DGH.png Foto: UuMUfQ via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das Backhaus als Kulturdenkmal

Besonders anschaulich wird die Ortsgeschichte am Backhaus in der Brunnenweg 2. Sein Kern stammt aus dem Jahr 1830. Erhalten ist die Kombination aus einem Massivbau aus Basalt und Backstein sowie einer verschindelten Fachwerkkonstruktion. Auch die Ausstattung der Backstube und ein angrenzender Raum, in dem der Kuchen probiert werden konnte, sind bewahrt. Das Backhaus gilt als hessisches Kulturdenkmal und ist wegen seiner ursprünglichen Bedeutung für das Dorfleben geschützt.

Friedhofskomplex und Schulhaus

Der Friedhofskomplex in Rebgeshain besitzt eine aus Basalt gefügte Einfassung aus dem 19. Jahrhundert. Die Einfassung mit einem von Linden gesäumten Portal ist kulturgeschichtlich von Interesse. Zum Komplex gehört außerdem ein nach dem Ersten Weltkrieg errichtetes Denkmal für die aus dem Ort stammenden Soldaten beziehungsweise Gefallenen. Die Friedhofshalle wurde 1972 nach einem Entwurf von Walter Ruppel errichtet und weist eine bemerkenswerte zeitgenössische Architektur auf.

Das Schulhaus in Rebgeshain stammt aus dem Jahr 1813. Im Jahr 1910 bestand im Ort eine einklassige Volksschule. Auch zwei Hofanlagen tragen eigenständige historische Spuren: Ein fünfzoniger Einhof wurde laut Inschrift 1769 von Johannes Fink gezimmert, dem Stammvater der Lauterbacher Baumeisterfamilie Fink. Ein sechszoniger Streckhof besitzt einen Wohnbereich, dessen drei östliche Zonen noch aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert stammen. Schulhaus und Höfe zeigen damit unterschiedliche Ausschnitte der Ortsentwicklung.

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Naturraum und MTB-Route

Die Gemarkung Rebgeshain gehört zum FFH-Gebiet Hoher Vogelsberg. Für Radfahrende bietet die 33,2 Kilometer lange, mittelschwere MTB-Route 7 Ulrichstein einen konkreten Bezug zum Naturraum. Sie ist eine Rundstrecke durch den Naturpark Vulkanregion Vogelsberg, führt durch das Naturschutzgebiet Breungeshainer Heide an der Quelle Landgrafenborn vorbei und verläuft über Mischwald sowie einen asphaltierten Wirtschaftsweg nach Rebgeshain. Anschließend führt sie am Ortsrand weiter in Richtung Ulrichstein.

Fasching und gemeinschaftliches Leben

Das Dorfgemeinschaftshaus ist mit dem Faschingsgeschehen des Ortes verbunden. Bis 2025 wurde der Rebgeshainer Fasching dort seit 33 Jahren veranstaltet. Die Rebgeshainer Garde war bis 2025 seit 30 Jahren beim Fasching des Ortes dabei. Bei einer Faschingsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus des Stadtteils Rebgeshain eröffnete die Vereinsgemeinschaft eine Reihe von Faschingsveranstaltungen in der Großgemeinde Ulrichstein. Damit gehört neben der Baugeschichte auch ein zeitlich klar eingegrenztes Vereins- und Veranstaltungsbild zu Rebgeshain.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ulrichstein.

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