Obernburg: Kultur zwischen Pfarrkirche und Waldlandschaft

File:Obere Burg Obernburg (Weißenstein) 30.jpg File:Obere Burg Obernburg (Weißenstein) 30.jpg Foto: Commander-pirx via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Obernburg verbindet auf engem thematischem Raum sakrale Baukunst mit Waldlandschaft und markanten Naturmotiven. Die Pfarrkirche steht mit ihrem gotischen Portal, dem Westturm und dem Altarkruzifix für den kulturellen Teil des Ortes. Außerhalb der Kirche führen Wanderwege durch Laub- und Fichtenwälder; am Koppelberg kommt der Blick auf die Vöhler Hochfläche hinzu. Kastanienbestände und seltene Pflanzenbestände ergänzen die Landschaft.

Architektonische Details der Pfarrkirche

Die Obernburger Pfarrkirche besitzt ein gotisches Eingangsportal. Am Westturm befindet sich eine Glockenstube mit äußerer Holzverschalung und einer Welschen Haube aus dem 17. Jahrhundert. An der Außenansicht folgt der Blick vom gotischen Eingangsportal zum Westturm. Die äußere Holzverschalung der Glockenstube liegt unter der Welschen Haube, sodass die Turmgestaltung vom hölzernen Aufbau bis zum oberen Abschluss reicht. Portal, Westturm, Holzverschalung und Haube stehen damit als markante Bauteile der Pfarrkirche nebeneinander.

Das Altarkruzifix von 1683

Das Altarkruzifix der Pfarrkirche in Obernburg stammt aus dem Jahr 1683, wurde vom Waldecker Barockbildhauer Josias Wolrad Brützel geschaffen und ist noch sehr gut in seiner ursprünglichen Farbfassung erhalten. Neben dem Baukörper tritt damit ein genau datiertes Kunstwerk des Waldecker Barockbildhauers Josias Wolrad Brützel mit erhaltener Farbigkeit. Im Kircheninneren steht damit neben der gotischen Portalform und der Turmgestaltung auch barocke Bildhauerkunst aus dem 17. Jahrhundert. Beim Kruzifix richtet sich die Aufmerksamkeit sowohl auf die barocke Urheberschaft als auch auf die ursprüngliche Farbfassung. Im Kircheninneren steht das Kruzifix neben den baulichen Formen der Pfarrkirche; die erhaltene Farbfassung bleibt an ihm unmittelbar sichtbar.

Wanderwege durch Laub- und Fichtenwälder

Ein gut ausgebautes Wanderwegenetz um Obernburg führt durch üppige Laub- und Fichtenwälder. Für die Reiseplanung in Obernburg bildet dieses Wegenetz neben der Pfarrkirche einen eigenen Naturteil. Die Landschaft umfasst dabei sowohl Laub- als auch Fichtenwälder; wer gern wandert, richtet den Blick hier auf die Waldformen selbst und nicht nur auf ein einzelnes Panorama. Das Wandern setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die sakrale Baukunst der Pfarrkirche. Wer in Obernburg wandert, begegnet im Wegenetz sowohl Laub- als auch Fichtenwäldern; die Waldformen sind als eigene Landschaftsmotive präsent.

Weitblick und besondere Pflanzenbestände

Vom Koppelberg (430 m ü. NN) bietet sich ein herrlicher Blick auf die Vöhler Hochfläche. In der Gegend um Obernburg gibt es außerdem große Kastanienbestände und seltene Pflanzenbestände. Am Koppelberg steht damit der Fernblick im Mittelpunkt, bei den Kastanien und seltenen Pflanzen rückt dagegen die Vegetation in den Vordergrund. Für Naturinteressierte liegen hier zwei unterschiedliche Beobachtungsrichtungen: der Blick über die Hochfläche und die Aufmerksamkeit für die Pflanzen in der Gegend um Obernburg. In der Umgebung von Obernburg bleibt das Landschaftsthema zugleich an Kastanien und seltene Pflanzen gebunden.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

Wenn Sie für Ihre Deutschlandreise weitere Orte in Betracht ziehen, finden Sie hier Oberorke, Buchenberg, Herzhausen, Marienhagen, Harbshausen und Basdorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vöhl.

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