Ober-Werbe entdecken: Natur, Klosterruine und Dorfgeschichte
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Foto: Robert Pietschmann via Source, CC BY-SA 4.0
Ober-Werbe verbindet geschützte Landschaft, geologische Zeugnisse und historische Dorfspuren. Wer ein Hotel in Ober-Werbe sucht, trifft auf Themen zwischen Werbetal, Zechsteinhängen, Fachwerkhäusern, Kirche und Klosterruinen. Natur, Geologie und Ortsgeschichte setzen dabei eigene Schwerpunkte für eine Reise.
Wandern durch Werbetal und Naturschutzgebiet
Vom Mühlweg in Ober-Werbe führt ein Wanderweg durch das Werbetal entlang des gesamten Naturschutzgebiets bis nach Alraft. Die geschützte Landschaft des Werbetals bei Ober-Werbe umfasst steil abfallende Zechsteinhänge und markante Dolomitfelsen. Dadurch steht beim Wandern nicht nur die Wegstrecke im Mittelpunkt, sondern auch der Wechsel zwischen Talraum, Felsformationen und geschützter Natur. Die wechselnden Landschaftsformen geben dem Weg dabei eine klare Folge aus Talraum, Hängen und Felsen.
Das Naturschutzgebiet Langenstein bei Ober-Werbe ist Teil des FFH-Gebiets „Langenstein, Klinger Klippen und Hochstein“ Nr. 4719-304. Wer sich für Landschaftsräume und ihre geologischen Besonderheiten interessiert, findet hier einen konkreten Naturbezug, der sich gut mit einer Erkundung des Werbetals verbinden lässt.
Geologie am Zechsteinmeer
Ein besonderer thematischer Akzent ist der Gesteinsaufschluss „Zechsteinmeer bei Ober-Werbe“. Dabei handelt es sich um einen aufgelassenen Steinbruch, der Ablagerungen der ersten Überflutungsphase des Zechsteinmeeres vor 250 Millionen Jahren zeigt. Die 250 Millionen Jahre alten Ablagerungen liegen zeitlich weit vor der späteren Kirchen- und Klostergeschichte Ober-Werbes.
Kirche, Klosterruine und Fachwerk
Auch die Baugeschichte prägt Ober-Werbe. Die Kirche Ober-Werbe wurde ursprünglich als dreischiffige romanische Basilika mit flachem Dach erbaut. Ihre besondere Ausstattung umfasst einen Taufstein und eine Kanzel aus dem Jahr 1707. Außerdem wurde die Kirche im zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts als dreischiffige, flach gedeckte Basilika für ein Männerkloster erbaut. Die Jahreszahl 1707 setzt innerhalb der Kirche einen späteren zeitlichen Bezugspunkt.
In Ober-Werbe sind zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser zu bewundern. Die Entwicklung von Ober-Werbe wird maßgeblich von dem dort Anfang des 12. Jahrhunderts gegründeten gleichnamigen Kloster bestimmt. Die Klosterruine Ober-Werbe besteht aus den Ruinen eines Klosters aus dem 11. Jahrhundert. Die Fachwerkhäuser ergänzen die Kirche und Klosterruine um einen weiteren baulichen Schwerpunkt im Ort. Kulturinteressierte begegnen dabei sowohl der romanischen Basilika als auch Fachwerkhäusern und Klosterruinen.
Rundweg zu den Klosterruinen
Vom Ortszentrum Ober-Werbes führt der Rundweg Klosterpfädchen zu den Klosterruinen; ein kleiner Abstecher zum Langen Stein ist möglich. Dieser Weg stellt eine eigene Möglichkeit dar, die historische Seite Ober-Werbes mit einem Spaziergang zu verbinden. Der Rundweg setzt damit einen historischen Schwerpunkt, während der Wanderweg vom Mühlweg durch das Werbetal bis nach Alraft führt.
Bei der Tagesplanung stehen in Ober-Werbe zwei unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: der Weg durch das Werbetal und der Rundweg Klosterpfädchen zu den Klosterruinen. Der Gesteinsaufschluss führt zusätzlich in die Erdgeschichte des Zechsteinmeeres, während Kirche und Kloster die spätere Baugeschichte vertreten.
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