Selters zwischen Salzwiesen, Salzgeschichte und Kultur

Selters zwischen Niddertal und Salzwiesen

Selters ist ein Ortenberger Stadtteil mit einer Landschaft, in der Naturraum und Ortsgeschichte eng nebeneinanderstehen. Das FFH-Gebiet 5620-301 „Salzwiesen und Weinberg von Selters“ liegt entlang der Nidder zwischen Konradsdorf, Selters und Wippenbach. Dadurch gehört Selters zu einem klar umrissenen Landschaftsraum, der von den Nidderauen und den namensgebenden Salzwiesen geprägt ist.

Mit Selters sind außerdem salzführende Quellen und eine Geschichte der Salzgewinnung aus Sole verbunden. Wer einen Ort nicht nur über seine Umgebung, sondern auch über seine Entstehung und Nutzung verstehen möchte, findet hier einen konkreten thematischen Zugang.

Salzwiesen und Naturerlebnisse

Das NABU Info- und Mitmachzentrum in Selters in den Salzwiesen entstand aus einem nicht genutzten Fußballplatz mit Vereinsheim. Von Ende 2017 bis September 2019 wurde dieser Ort zu einem Naturschutzprojekt umgestaltet.

Am Salzwiesen-Rundweg erläutern Informationstafeln die Bedeutung von Landwirtschaft und Naturschutz sowie die Besonderheiten von Salzwiesen im Binnenland. Die Themen machen sichtbar, wie Landschaftspflege, landwirtschaftliche Nutzung und besondere Lebensräume zusammenhängen. Für Naturinteressierte entsteht so ein Zugang, der nicht allein auf das Beobachten der Umgebung setzt, sondern auch ihre prägenden Zusammenhänge erklärt.

Drei Erlebnisrundwege erschließen die Au- und Salzwiesen im Mittleren Niddertal bei Effolderbach und Selters. Damit werden verschiedene Landschaftsbereiche rund um die beiden Orte miteinander verbunden. Die Wege gehören zu den markanten Naturthemen der Gegend und sprechen besonders Besucher an, die eine Reise mit Landschaftsbeobachtung, ruhiger Bewegung und regionaler Orientierung verknüpfen möchten.

Eine Radroute durch Selters

Auch für die Planung einer Radtour bietet Selters einen konkreten Bezugspunkt: Der Vulkanradweg verläuft durch den Ortenberger Stadtteil Selters. Wer seine Reise mit dem Fahrrad plant, kann Selters daher als Teil einer Route betrachten, ohne den Ort auf ein einzelnes Erlebnis zu reduzieren.

Kirche, Lapidarium und Kulturdenkmal

Die Evangelische Pfarrkirche in Selters ist ein mittelalterlicher Saalbau mit Dreiseitschluss und einem wehrhaften Westturm mit achteckigem Helm. Ihre Bauform verbindet religiöse Architektur mit einer deutlich ausgeprägten historischen Erscheinung. Gerade die einzelnen Baumerkmale geben dem Ort ein konkretes kulturelles Gesicht.

An der Nordwand der Evangelischen Pfarrkirche befindet sich ein Lapidarium mit aufwendig gestalteten, teilweise gut erhaltenen Grabsteinen des 18. Jahrhunderts. Die Kirche ist aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen ein Kulturdenkmal. Für kulturinteressierte Besucher liegen damit Baugeschichte, historische Grabsteine und die Einordnung als Denkmal unmittelbar in einem gemeinsamen Themenfeld.

Unterkunft nach persönlichem Reiseschwerpunkt wählen

Bei der Wahl einer Unterkunft in Selters können Sie den gewünschten Charakter Ihres Aufenthalts als Maßstab nehmen. Naturbeobachtung, Kulturgeschichte und eine Radtour führen zu unterschiedlichen Interessen, die in Selters auf konkrete Landschafts- und Ortsmerkmale treffen. Ein Hotel oder eine andere Unterkunft lässt sich so im Rahmen der eigenen Reiseplanung nach dem bevorzugten Schwerpunkt betrachten: nach Landschaft und Salzwiesen, nach dem Vulkanradweg oder nach der historischen Pfarrkirche mit ihrem Lapidarium.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ortenberg.

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