Igstadt entdecken: Geschichte, Natur und Wege

File:Wiesbaden-Igstadt - Dorfbrunnen.JPG File:Wiesbaden-Igstadt - Dorfbrunnen.JPG Foto: Oliver Abels via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Igstadt verbindet Ortsgeschichte, geschützte Landschaft und verschiedene Wege, den Ort thematisch zu entdecken. Das Ortsbild reicht von kirchengeschichtlichen Spuren und denkmalgeschützten Bauten bis zu Veranstaltungen und Landschaftserlebnissen.

Geschichte im Ortsbild

Die evangelische Kirche in der Altmünsterstraße wurde 1728 eingeweiht; dabei blieb ein Turm aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Zur Einweihung spendete das Altmünster-Kloster ein wertvolles Kruzifix. Die Kirche besitzt außerdem eine 1904 von Friedrich Weigle geschaffene Orgel mit Elementen des Jugendstils und Neobarocks.

Der 1910 errichtete Wasserturm ist 27 Meter hoch und inzwischen zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen des Ortes geworden. Der Wasserturm stammt aus einer späteren Zeit als der erhaltene Kirchturm aus dem 15. Jahrhundert. Auch das Empfangsgebäude des Bahnhofs Wiesbaden-Igstadt gehört zum historischen Ortsbild: Der Backsteinbau ist nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz ein Kulturdenkmal. Auf dem Platz „Auf der Linde“ im Ortskern steht der 176 Jahre alte Lennedisch, ein als Einzeldenkmal geschützter Tisch aus rotem Sandstein. Daneben stehen das ebenfalls denkmalgeschützte alte Schulgebäude und das Kriegerdenkmal. Backstein am Bahnhof und roter Sandstein am Lennedisch stehen für unterschiedliche Materialien im historischen Ortsbild.

Landschaft und Naturerlebnisse

Das Naturschutzgebiet „Wickerbachtal“ liegt zwischen Igstadt und Kloppenheim, im östlichen Teil der Igstadter Gemarkung. Die Umgebung rund um das Wickerbachtal und der östliche Gemarkungsteil eignen sich für ausgiebige Spaziergänge und Naturerlebnisse. Zur Landschaft rund um Igstadt gehören außerdem liebevoll restaurierte Fachwerkbauten und zwei alte Mühlen. Diese Elemente ergänzen das historische Ortsbild um eine landschaftliche Perspektive.

Unterwegs in und um Igstadt

Der Bahnhof Wiesbaden-Igstadt liegt an der Ländchesbahn zwischen dem Wiesbadener Hauptbahnhof und Niedernhausen im Taunus. Der Hessische Radfernweg R 6 führt nach Igstadt. Durch die Igstadter Gemarkung führen geologische Erlebniswanderungen für Kinder und Jugendliche, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Radfahrende können den R 6 als nach Igstadt führende Fernwegverbindung in ihre persönliche Tages- und Streckenplanung aufnehmen. Die Bahnverbindung nennt mit Wiesbadener Hauptbahnhof und Niedernhausen im Taunus zwei konkrete Bezugspunkte.

Feste, Theater und Ortsgeschichte

Auch Veranstaltungen gehören zum Igstadter Ortsbild. Die Lindenkerb wird seit Juni 1975 jährlich gefeiert. Das Igstadter Scheunentheater wurde 1988 gegründet und führt Aufführungen in der Pfarrscheune auf. Die Lindenkerb liefert einen jährlich wiederkehrenden Festtermin, während das Scheunentheater einen konkreten Aufführungsort in der Pfarrscheune bietet. Ab Oktober 2022 sollten an Gebäuden und Plätzen Informationstafeln zur besonderen Geschichte angebracht werden. Zu den vorgesehenen Orten gehörten die ehemalige Dorfschmiede, das ehemalige Gasthaus Zur Eisenbahn, der ehemalige Gnadenthaler Hof und die evangelische Kirche Igstadt; QR-Codes sollten weitere Informationen zugänglich machen.

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