Ludwigslust: Barocke Kultur und Natur erleben
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Ludwigslust verbindet ein ehemaliges Residenzschloss und eine spätbarocke Stadtanlage mit einem weitläufigen Park, Kunst und Handwerk. Schloss Ludwigslust bildet den Mittelpunkt der Stadtanlage. Für Ihre Reiseplanung können Sie sich an unterschiedlichen Interessen orientieren: an Spaziergängen im Park, an Architektur und Kunst oder an Einblicken in regionale Natur und Handwerk.
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Foto: Losch via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Schlosspark und barocke Wasserbaukunst
Der Schlosspark umfasst etwa 120 Hektar. Weitläufige Spaziergänge führen vorbei an Wiesen und Wasserflächen sowie an alten und seltenen Bäumen und Ziersträuchern. Die Größe des Parks und seine gestalteten Landschaftselemente machen ihn zu einem eigenen Schwerpunkt Ihres Aufenthalts; die Wege lassen sich dabei mit dem Blick auf die Baugeschichte Ludwigslusts verbinden.
Der barocke Schlosspark wurde von 1731 bis 1735 angelegt. Ein 28 Kilometer langer Kanal versorgt die Wasserspiele und die Kaskaden vor dem Schloss mit Wasser; erbaut wurde er von 1756 bis 1760. So treffen im Park Gestaltung und technische Geschichte aufeinander. Die Kaskaden auf dem Schlossplatz entstanden später, von 1780 bis 1785, aus Sandstein nach Entwürfen des böhmischen Bildhauers Rudolf Kaplunger. Von den Kaskaden verläuft eine Sichtachse über das Schloss bis zur Stadtkirche.
Schloss, Stadtkirche und Kunst
Im Museum im Schloss Ludwigslust sind Säle mit Kunst des 18. Jahrhunderts zu sehen. Schloss Ludwigslust war das ehemalige Residenzschloss und bildet den Mittelpunkt der spätbarocken Stadtanlage. Die Stadtkirche setzt einen weiteren markanten Kunstakzent: Ihr etwa 350 Quadratmeter großes Altargemälde „Verkündigung der Hirten“ gilt als das größte Altargemälde Europas. Mit diesen Stationen lässt sich der Blick auf Ludwigslust zwischen höfischer Kunst, Sakralraum und Stadtgestaltung wechseln.
Wer sich besonders für Wohnkultur interessiert, kann im Palais Bülow Führungen zur adeligen Wohnkultur in Ludwigslust besuchen; dafür ist eine vorherige Anmeldung nötig. In der dortigen Papiermaché-Manufaktur erfahren Besucher mehr über die Tradition des Kunsthandwerks und können sich selbst an der Anfertigung von Souvenirs versuchen. Der Besuch verbindet damit einen Einblick in das Handwerk mit einer eigenen praktischen Tätigkeit.
Naturerlebnis und Veranstaltungen
Das Natureum Ludwigslust grenzt unmittelbar an das FFH-Gebiet „Schlosspark Ludwigslust“. Es ist das einzige Naturmuseum in West-Mecklenburg und wird ehrenamtlich von einem Verein betrieben. Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder geben Besuchern Gelegenheit, mehr über die heimische Natur zu erfahren. Das ergänzt die Parklandschaft um einen eigenen Natur-Schwerpunkt.
Das Natureum versucht, ehrenamtliche Öffnungszeiten in der Saison von April bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 15 Uhr abzusichern. Für einen bestimmten Besichtigungstermin wird eine vorherige Kontaktaufnahme empfohlen. Planen Sie den Besuch also am besten mit dieser saisonalen und ehrenamtlich getragenen Öffnungsregelung im Blick.
Braukunst und ein aktiver Ausflug
Auch die Braumanufaktur Ludwigslust setzt auf Handwerk: Sie stellt handwerklich hergestellte Brauspezialitäten her und bietet nach Terminvereinbarung Führungen sowie Bierverkostungen an. Wenn Sie diesen Einblick einplanen möchten, gehören sowohl die Führung als auch die Verkostung zu den Angeboten, für die ein Termin vereinbart wird.
Für geübte Radfahrer ist die Raseneisenstein-Dörfer-Tour ein Tagesausflug, der Kultur- und Naturerlebnisse verbindet. Sie führt beispielsweise von Ludwigslust oder Redefin durch das Herzstück der Raseneisenstein-Kulturlandschaft Griese Gegend. Die Tour ist damit eine andere Art, den Aufenthalt auszurichten: statt einzelner Kulturstationen in der Stadt steht eine Radstrecke mit Natur- und Kulturbezug im Mittelpunkt.
Weitere Reiseziele entdecken
Zur weiteren Orientierung: Amt Ludwigslust-Land.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ludwigslust-Parchim.