Raben Steinfeld: Seen, Natur und Schlossgeschichte
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Raben Steinfeld liegt zwischen dem Schweriner See und dem Pinnower See. Die Landschaft, ein Uferweg im Naturschutzgebiet und Spuren herzoglicher Geschichte geben dem Ort mehrere eigene Themen. Für Ihre Reiseplanung können Sie abwägen, ob Sie sich besonders für Wege durch geschützte Landschaften, für Gesteine und Erdgeschichte oder für Schloss und Park interessieren.
File:Schweriner Innersee an Raben Steinfeld af Erik Værbak 2019.jpg
Foto: Dansk kulturarv via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Uferlandschaft und Wege
Das Naturschutzgebiet „Görslower Ufer“ erstreckt sich als etwa 10 Kilometer lange Uferzone am Ostufer des Schweriner Innensees. Dort verläuft unmittelbar am Ufer ein Wanderweg. Zum Landschaftsbild gehört ein etwa 10 bis 15 Meter hoher Kliffhang, der steil ansteigt. Er entstand durch Ablagerungen von Bodensedimenten an den Haupteisrandlagen der Weichseleiszeit. Ufer, Hang und Weg bieten so verschiedene Blickwinkel auf denselben Landschaftsraum: Der Weg führt direkt am Wasser entlang, während der Kliffhang die geologische Entstehung sichtbar macht.
Auch die Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Raben Steinfeld lassen sich über ein gut ausgebautes Netz aus Wander-, Rad- und Reitwegen erleben. Die drei genannten Möglichkeiten geben Ihnen unterschiedliche Arten, die Landschaft wahrzunehmen; der Uferweg im „Görslower Ufer“ ist dabei eine konkrete Option für eine Wanderung am Wasser. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können diese Wege und die Seenlage ein Anlass sein, Naturerlebnisse in den Mittelpunkt zu stellen.
Schloss, Park und alte Eichen
Schloss Raben Steinfeld wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur großherzoglichen Sommerresidenz umgebaut und diente später Marie von Schwarzburg-Rudolstadt als Witwensitz. Der Schlosspark entstand bereits 1851: Angelegt wurde er von Theodor Klett, dem großherzoglichen Hofgärtner von Mecklenburg-Schwerin. Schloss und Park erzählen damit von unterschiedlichen Phasen der Geschichte des Ortes.
Die an das Schloss grenzende Parkanlage umfasst 34 sogenannte „Raben Steinfelder Eichen“. Als Ensemble zählen sie zu den ältesten Eichen; die Bäume sind zwischen 300 und 650 Jahre alt und als Baumnaturdenkmale ausgewiesen. Die stärkste Eiche hat einen Umfang von 7,40 Metern. Das macht den Park auch zu einem Ziel für alle, die sich für alte Bäume und deren Ausmaße interessieren. Schloss Raben Steinfeld steht außerdem räumlich und durch seine Blickachsen in unmittelbarer Beziehung zum UNESCO-Welterbe „Residenzensemble Schwerin – Kunst des Historismus“.
Findlinge und Erdgeschichte
Im Findlingsgarten Raben Steinfeld sind 138 ausgewählte Findlinge aus der Region zu sehen. Sie gelten als Zeugen der Weichseleiszeit und repräsentieren die vielfältige Gesteinswelt Skandinaviens und des Ostseegrundes. Der Garten bietet damit einen geologischen Zugang, bei dem einzelne Steine zugleich Hinweise auf ihre Herkunft und auf die Geschichte der Landschaft geben.
Ein weiteres Thema greift das Geologische Museum Raben Steinfeld auf: Es stellt das 30 Millionen Jahre alte Sternberger Gestein besonders heraus, im Volksmund auch „Sternberger Kuchen“ genannt. Das Gestein gilt als fossilreichstes in Norddeutschland und umfasst mehr als 520 Arten. Findlingsgarten und Museum setzen unterschiedliche Schwerpunkte – hier ausgewählte Findlinge aus der Region, dort das fossilreiche Sternberger Gestein. Wenn Sie sich für Geologie interessieren, können Sie diese Themen bei der Wahl Ihrer Ausflüge berücksichtigen.
Welche Schwerpunkte passen zu Ihrer Reise?
Für eine naturbezogene Planung stehen die Seenlage, das „Görslower Ufer“ und das Wegenetz im Vordergrund. Schloss, Park und Eichen verbinden Landschaft mit der Geschichte des Ortes; Findlingsgarten und Geologisches Museum lenken den Blick auf Eiszeit und Gesteine.
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