Marnitz: Burgspuren, Berge und weite Landschaft
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Marnitz verbindet markante Bauzeugnisse im Ort mit Heide- und Moorlandschaften, Wald und geschützten Höhenzügen in der näheren und weiteren Umgebung. Für Ihre Reiseplanung lassen sich Ortsgeschichte, Aussicht und Wege als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Kirche und Burg in Marnitz
Die Dorfkirche in Marnitz verbindet eine Fachwerkkirche aus dem 18. Jahrhundert mit einem 1913 errichteten neugotischen Turm. Ein hölzerner Übergang verbindet beide Bauteile; im Innenraum befinden sich ein barocker Altar und eine Renaissancekanzel.
Die Burg von Marnitz setzt einen weiteren historischen Akzent. Ihr Hauptwall erhebt sich 8 m über dem Niederungsgelände, und die gesamte Burganlage steht seit 1930 unter Denkmalschutz. Der Bau begann in der letzten slawischen Periode im 10. oder 11. Jahrhundert. Südlich von Marnitz liegt im Ruhner Wald außerdem eine ehemalige slawische Burganlage.
In der näheren Umgebung können Wandernde durch die Marnitzer Buchen gehen und dabei die Konturen des alten Burggrabens und der Wallanlagen der Slawenburg deutlich in der Landschaft erkennen. Die historischen Formen zeigen sich damit auch abseits einzelner Bauwerke.
Die Wetterstation Marnitz verweist auf einen weiteren historischen Aspekt des Ortes. Sie wurde 1864 von dem seinerzeit in Marnitz ansässigen Lehrer C. H. Tarnke gegründet und gehört zu den ältesten Wetterstationen in Mecklenburg.
Ruhner Berge und Mooster
In der näheren Umgebung südlich von Marnitz liegen die Ruhner Berge, ein Landschaftsschutzgebiet. Der Ruhner Berg ist 176 m hoch und die zweithöchste Erhebung Mecklenburg-Vorpommerns. In der näheren Umgebung der Ruhner Berge gibt es außerdem einen Naturlehrpfad sowie ausgeschilderte Rad- und Wanderwege.
In der näheren Umgebung befindet sich der Ruhner Turm mit einer Aussichtsplattform in 32,5 m Höhe. Sie ist über 180 Stufen erreichbar und bietet einen weiten Blick über Mecklenburg und Brandenburg. So ergänzen Höhe und Fernsicht die Wege durch Wald und Landschaft.
Im weiteren regionalen Umfeld nordöstlich von Marnitz liegt die Mooster, eine ausgedehnte flache Heide- und Moorlandschaft. Sie gilt als Teil eines am Ende der Eiszeit entstandenen Staubeckens; zu dessen Resten zählen der Sabelsee und der Treptowsee. Die flache Mooster bildet dabei einen Landschaftskontrast zu den südlich gelegenen Ruhner Bergen.
Wege zu Hügelgräbern
Marnitz ist der Ausgangspunkt für eine gut ausgebaute Strecke zu Hügelgräbern in der Mooster und ihrem Umfeld. An der Straße von Marnitz nach Mooster liegen 400 m hinter der Kreuzung Siggelkow-Suckow in einem kleinen Waldstück zwei eingezäunte Hügelgräber.
Zu den kulturhistorischen Spuren zählt außerdem der sogenannte „Kleine Ringwall“. Das gut erhaltene Bodendenkmal ist über 1.100 Jahre alt. Zusammen mit Burgwall, Slawenburg und Hügelgräbern macht er mehrere historische Ebenen der Umgebung sichtbar.
Unterkunft nach Interessen wählen
Wenn Sie für einen Aufenthalt in Marnitz ein Hotel wählen, können Sie die Interessen klar ordnen: Dorfkirche, Burg und Wetterstation stehen für die Geschichte des Ortes; Ruhner Berge, Naturlehrpfad, ausgeschilderte Rad- und Wanderwege sowie der Ruhner Turm setzen landschaftliche und aktive Schwerpunkte. Mooster, Sabelsee, Treptowsee und Hügelgräber ergänzen die Auswahl um flache Landschaften und archäologische Spuren. So bleibt die Wahl des Übernachtungsortes an Ihren gewünschten Themen orientiert, ohne Marnitz auf nur eine Reiseart zu reduzieren.
Für die weitere Orientierung finden Sie außerdem Tessenow und Suckow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ruhner Berge.