Zum Inhalt

Uelitz: Dorfkirche und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Unterkünfte in Uelitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Uelitz verbindet eine gut erkennbare historische Dorfstruktur mit einer Kirche, deren Baugeschichte und Ausstattung verschiedene Jahrhunderte umfassen. Zwölf Gehöfte sind um die Kirche angeordnet; diese Struktur ist noch heute erkennbar. Im Ortsbild ist die barocke Backsteinkirche deshalb nicht nur ein einzelnes Bauwerk, sondern auch ein Bezugspunkt für die gewachsene Dorfanlage.

File:Uelitz Kirche 2009-03-31 003.jpg File:Uelitz Kirche 2009-03-31 003.jpg Foto: Niteshift ( talk ) via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Eine Kirche mit markanten historischen Details

Die Kirche wurde von 1747 bis 1750 als Backsteinkirche erbaut und zählt zu den historisch bedeutendsten Bauten des Dorfes. Ihr Altar ist ein neugotisches Schnitzwerk aus dem 19. Jahrhundert. Dazu gehört ein geschnitztes Kruzifix von Siegfried Güstrow aus dem Jahr 1889. Auch die Kanzel stammt im Original aus der Bauzeit, vermutlich um 1747. Verziert ist sie mit den vier Evangelisten, ihren Attributen und Bibelzitaten. Das Zusammenspiel dieser Stücke macht die Ausstattung zu einem Zugang sowohl zur Bauzeit als auch zu späteren Ergänzungen.

Ein besonders eigenständiges Kapitel ist die mechanische Orgel der Firma Friese. Das 1894 erbaute Instrument ist vollständig im Originalzustand erhalten. Es gilt als vorletztes Instrument aus der Werkstatt Friedrich Friese (Friese III) und als die letzte von ihm selbst eingebaute Orgel. Im Jahr 2000 wurde es saniert; gespielt werden kann es in Gottesdiensten sowie bei Konzerten.

Weitere historische Einzelheiten finden sich in der Deckenmalerei und den Glocken. Die Malerei aus dem 18. Jahrhundert wurde 2007 restauriert. Die große Glocke stammt vom Anfang des 14. Jahrhunderts, misst 97 Zentimeter im Durchmesser und trägt am Rand elf kleine Bildchen. Die kleinere Glocke wurde 1932 gegossen und trägt keine nationalsozialistischen Zeichen. Auch das Pfarrhaus-Ensemble ergänzt das historische Bild: Es stammt aus den Jahren nach 1786.

Dorfgeschichte und Pilgerweg

Uelitz ist erstmals 1218 in einer Urkunde belegt. Darin verkauften die Grafen von Schwerin das Dorf an das Zisterzienserkloster Reinfeld in Holstein. Zusammen mit der noch erkennbaren Anordnung der zwölf Gehöfte gibt dieser frühe urkundliche Beleg einen zweiten Blickwinkel auf den Ort: Neben den Details der Kirche lässt sich auch die längere Geschichte des Dorfes in den Blick nehmen.

Ein weiterer Bezugspunkt für Besucher ist die Pfarrscheune in Uelitz. Sie wurde als Station eines Pilgerwegs ausgebaut, der auch für Radfahrer und andere Touristen geeignet ist. So stehen am Ort unterschiedliche Interessen nebeneinander: der Blick auf Dorfanlage und Kirchenkunst sowie ein Bezug zu einem Pilgerweg. Welche dieser Seiten für Ihre Planung wichtig ist, hängt davon ab, ob Sie sich vor allem für Architektur und Geschichte oder für eine Reise entlang des Weges interessieren.

Anzeige

Regionale Akzente in Ludwigslust-Parchim

Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim kommen weitere, eigenständige Landschafts- und Kulturthemen hinzu. Die Lewitz ist eine 1.600 Hektar große, wasserreiche Region und gilt als Deutschlands größte zusammenhängende Wiesenlandschaft. Einen anderen Akzent setzt Schloss Ludwigslust: Die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge bildet zusammen mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Im Schloss werden zudem Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt.

Die Ortsgeschichte und die regionalen Beispiele stehen dabei für unterschiedliche Perspektiven, ohne dass sie zu einem einzigen Ausflugsweg zusammengefasst werden müssen.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Dersenow, Demen, Kuhlen-Wendorf, Brunow, Bobzin, Moraas, Alt Krenzlin, Weitendorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ludwigslust-Parchim.