Melz entdecken: See, Dorfkirche und Bronzezeit
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Melz verbindet eine markante Wasserlandschaft mit Dorfgeschichte und archäologischen Spuren. Der Melzer See, die Dorfkirche und der außergewöhnliche Hortfund geben dem Ort unterschiedliche Akzente – von Naturbeobachtung bis Kulturgeschichte.
Melzer See und alte Eichen
Der Melzer See ist ein Flusssee am oberen Eldelauf und erstreckt sich östlich von Melz. In der Nähe von Röbel gelegen, ist er etwa 29 Hektar groß. Die Elde dient ihm als Zu- und Abfluss. So prägen Wasser und Flusslauf die Landschaft rund um den Ort, ohne dass sich Melz auf ein einziges Naturmotiv reduzieren lässt.
Rund um den See stehen zahlreiche Eichen mit mehr als fünf Metern Stammumfang. Auch an der Straße von Friedrichshof nach Karbow fällt ein markanter Eichenbestand auf: Die Gruppe steht als Naturdenkmal unter Schutz, und die stärkste Eiche hat einen Umfang von 5,90 Metern. Wer sich für alte Bäume interessiert, findet damit zwei konkrete Landschaftsdetails, auf die sich der Blick richten kann.
Dorfkirche und Spuren der Bronzezeit
Die Dorfkirche Melz wurde 1816 vom damaligen Gutsbesitzer und Patron Friedrich August von Ferber neu aufgebaut. Bis 2016 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt; dabei wurden die in den Jahren zuvor entstandenen Bauschäden weitgehend behoben. Baugeschichte und Erhalt prägen den Blick auf die Kirche, deren Geschichte sich über den Neubau hinaus in die jüngere Vergangenheit fortsetzt.
Auch die Bronzezeit gehört zur Ortsgeschichte: Im Herbst 1970 wurde in der Zehnten-Wiese in Melz-Friedrichshof ein einzigartiger, 14-teiliger Bronzeschatz geborgen. Der Hortfund von Melz zählt zu den größten archäologischen Schätzen Mecklenburg-Vorpommerns. Eine Überlieferung erzählt, neun Häuptlinge hätten ihre Würdezeichen in einem Teil der Zehnten-Wiese versenkt; als überlieferte Geschichte lässt sie sich von der konkreten Fundbeschreibung unterscheiden.
Vom ehemaligen Gut Melz blieben nach dem Brand des Gutshauses 1945 ein Stall, Reste der Gutshofmauer und Fragmente eines Parks erhalten. Zusammen mit Kirche und Hortfund entsteht ein facettenreiches Bild der Ortsgeschichte: Ein Teil ist an erhaltenen Bau- und Landschaftsmerkmalen ablesbar, ein anderer mit einem außergewöhnlichen archäologischen Fund verbunden.
Melz als Station auf einer Route
Die Eiszeitroute von Fürstenberg/Havel nach Röbel/Müritz führt über Buchholz, Kieve, Melz, Karbow und Bollewick. Melz ist damit einer der ausdrücklich genannten Orte entlang dieser Route. Für die Reiseplanung bietet das eine klare Orientierung, wenn Sie den Ort im Zusammenhang mit einer längeren Streckenführung betrachten möchten. Davon unabhängig lohnt es sich, die konkreten Interessen für einen Aufenthalt zu gewichten: See und alte Bäume stehen für Landschaft, während Dorfkirche, Gutsspuren und Bronzezeitfund die Kulturgeschichte in den Vordergrund rücken.
Weitere Naturerlebnisse in der Mecklenburgischen Seenplatte
Auch die Mecklenburgische Seenplatte bietet vielfältige Natur- und Landschaftserlebnisse. Der Müritz-Nationalpark ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Sein Wanderweg erschließt in neun Etappen unterschiedliche Landschaftstypen und Besonderheiten des Nationalparks: Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort außerdem Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.
In der Mecklenburgischen Seenplatte bietet das Wisentreservat Damerower Werder eine andere Naturperspektive. Dort können Besucher Wisente beobachten. Zum Reservat gehört außerdem ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon.
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