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Utzedel: Kirchen, Mühlen und slawischer Burgwall

Unterkünfte in Unterkünfte in Utzedel

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Utzedel zeigt seine Geschichte in sehr unterschiedlichen Bauwerken: Ein frühgotischer Granitbau, neugotische Feldsteinkirchen, Fachwerk einer historischen Wassermühle und ein slawischer Burgwall setzen jeweils eigene Akzente. Dazu kommt eine Landschaft, die sich über Gewässer und die Lage einzelner Ortsteile erschließt. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur und Ortsgeschichte in den Mittelpunkt stellen, finden Sie hier verschiedene Themen, die sich gut voneinander unterscheiden lassen.

File:J40 751 ex Bf Utzedel, Stw.jpg File:J40 751 ex Bf Utzedel, Stw.jpg Foto: Falk2 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Landschaft zwischen Augraben und Tollenseniederung

Der Augraben fließt durch den westlichen Teil des Gemeindegebiets von Utzedel. Die Tollense liegt nördlich des Gemeindegebiets von Utzedel; Roidin befindet sich am Rand der Tollenseniederung. Diese Angaben geben eine Orientierung zur räumlichen Gliederung der Gemeinde: Der Augraben ist dem westlichen Gemeindegebiet zugeordnet, während die Tollense und die Niederung einen weiteren Landschaftsbezug bilden. So lässt sich Utzedel nicht nur über seine historischen Gebäude, sondern auch über die Lage seiner Ortsteile und Gewässer einordnen.

Kirchen und Kunst in Utzedel und Roidin

Die Dorfkirche in Utzedel ist ein frühgotischer Granitquaderbau, der im Wesentlichen unverändert erhalten ist. Zwei neue Ostfenster des Rostocker Künstlers Lothar Mannewitz wurden am 31. Oktober 1965 eingeweiht. Das linke Fenster zeigt eine Szene zur Geburt Christi, das rechte eine Szene zur Auferstehung Christi. Bauweise und Fenster erzählen auf unterschiedliche Weise von der Kirche: Der Granitbau prägt ihre Architektur, während die Fenster ein konkretes Datum und zwei religiöse Bildmotive hinzufügen. Besichtigungen der Kirche sind nach Absprache mit dem Pfarramt möglich. Stimmen Sie den Besuch vor Ihrer Reise ab.

In Roidin steht eine neugotische Feldsteinkirche mit charakteristischer Backsteingliederung. Ihr Altar zeigt die Anbetung des Jesuskindes in der Krippe; im Hintergrund sind Mitglieder der Familie von Maltzahn zu sehen. Damit lässt sich die Kirche sowohl über ihre Baugestaltung als auch über das Altarbild betrachten. Die Besichtigungen der Kirche in Roidin sind ebenfalls nach Absprache mit dem Pfarramt möglich. Wenn Sie beide Kirchen einplanen, klären Sie die Besuche jeweils vorab, statt von einer freien oder geregelten Öffnung auszugehen.

Mühlengeschichte und ältere Spuren

Die Wassermühle Roidin wurde um 1805 als Hausmühle errichtet. Wirtschafts- und Wohnteil sind in Fachwerk auf einem Feldsteinsockel ausgeführt; das Innere wurde später wesentlich verändert. Zugleich sind in Keller und Mahlgeschoss noch Transmissionswellen und -räder erhalten, und im Garten liegt ein Satz Mahlsteine. Diese Details machen die Mühle als technischen und baulichen Ort interessant: Wohn- und Wirtschaftsfunktion gehören ebenso zu ihrer Beschreibung wie erhaltene Teile der Mühlentechnik. Der Befund des Inneren und die noch vorhandenen Elemente stehen dabei nebeneinander, ohne dass die spätere Veränderung des Gebäudes übergangen wird.

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Bei Leistenow gibt es einen weiteren historischen Mühlenbezug: Der original erhaltene Wassermühlenstandort besteht seit 1698. Er liegt etwa 600 Meter außerhalb der Ortschaft an einer alten Allee mit typischem Kopfsteinpflaster in naturnaher Landschaft. Die ungefähre Entfernung und die Lage an der Allee helfen Ihnen, den Standort von der Kapelle in Leistenow zu unterscheiden. Diese besitzt einen Altar aus dem 17. Jahrhundert. Zusammen zeigen die beiden Orte unterschiedliche historische Schwerpunkte: hier ein alter Mühlenstandort, dort ein sakraler Innenraum mit datiertem Altar.

Auch der slawische Burgwall am Carolinenberg bei Utzedel gehört zu den lokalen geschichtlichen Bezugspunkten. Für Ihre Auswahl bedeutet das: Die Bauwerke und Orte stehen für verschiedene Interessen – von Kirchenarchitektur und religiöser Kunst über Mühlentechnik bis zu einer frühen Befestigungsanlage. Besichtigungen der beiden Kirchen sollten Sie mit dem Pfarramt absprechen; die genannten Mühlen- und Landschaftsmerkmale geben weitere Anregungen für die Beschäftigung mit der Gemeinde.

Weitere Reiseziele entdecken: Demmin, Leizen, Grammentin, Grapzow, Jürgenstorf, Silz, Staven, Meesiger.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mecklenburgische Seenplatte.

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