Nordvorpommern: Boddenküsten, Vogelwelt und Gartenkultur
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Nordvorpommern vereint vielfältige Landschafts- und Kulturerlebnisse: An der Küste prägen Bodden, Halbinseln und unterschiedliche Uferformen das Bild; im Binnenland gehören Wald, geschützte Seen und historische Gärten dazu. Auch die Jahreszeiten setzen eigene Akzente – etwa mit den Wasservögeln am Richtenberger See oder den herbstlichen Gartenbesuchen während der Treckeltied.
Küstenformen, Wald und Vogelwelt
Zur Küste Nordvorpommerns gehört die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Steil- und Ausgleichsküsten, Windwatten und stark gegliederte Boddenküsten mit Halbinseln, Haken und Inseln zeigen, wie unterschiedlich die Uferlandschaft gestaltet ist. Auch die Nordvorpommersche Waldlandschaft hat einen klaren geografischen Rahmen: Sie erstreckt sich zwischen Marlow und Stralsund. In ihren Laubwaldbereichen brüten Mittelspechte und Zwergschnäpper; als Besonderheit brütet dort der Schreiadler.
Ein weiterer Naturraum ist der wiederhergestellte Richtenberger See zwischen Franzburg und Richtenberg. Das Gebiet steht unter Naturschutz und dient verschiedenen Wasservögeln zum Brüten, Rasten und Überwintern. Mehrere Aussichtspunkte geben Einblicke in das Renaturierungsprojekt. Die unterschiedlichen Vogelzeiten bieten eine konkrete Orientierung für die Planung: Am See geht es je nach Jahreszeit um Brut-, Rast- oder Überwinterungsräume, ohne dass sich daraus eine Sichtung bestimmter Arten versprechen lässt.
Zu den bekannten Naturschutzgebieten in Nordvorpommern zählen Ahrenshooper Holz, Ribnitzer Großes Moor, Kormorankolonie Niederhof, Unteres Recknitztal, Grenztalmoor sowie Borgwallsee und Pütter See. Die Namen geben einen Eindruck von der Vielfalt der geschützten Landschaften. Ob Sie Ihren Aufenthalt eher an einer Küstenlandschaft, einem Waldgebiet oder einem See ausrichten möchten, kann deshalb ein sinnvoller erster Schritt bei der Wahl des Reiseziels sein.
Gärten, Parks und regionale Kultur
Die Treckeltied führt seit 2016 durch die herbstlichen Gärten und Parks des Gartenpfads Nordvorpommern. Die alljährliche Veranstaltung wird von der AG Gartenpfad Nordvorpommern des Vereins LAG Nordvorpommern e. V. organisiert. An einem Herbstwochenende können Besucher die verschiedenen Gärten und Parkanlagen mit dem Fahrrad, dem Auto oder zu Fuß entdecken. Das macht die Treckeltied zu einem eigenen Reiseanlass für alle, die Gartenanlagen und herbstliche Landschaften in ihre Planung aufnehmen möchten.
Einige Orte setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Beim Gutshaus Alt Guthendorf, einem denkmalgeschützten und liebevoll restaurierten Bau von 1796, liegt der Gutspark mit sehr alten Apfel- und Birnbäumen, darunter teils unbekannte Sorten, in unmittelbarer Umgebung. Der naturnahe Garten des Gutshofs informiert außerdem über insektenfreundliche Blühwiesen, Kräuterbeete und Nistmöglichkeiten. Im Schlosspark Schlemmin liegt das neugotische Schloss in einem über 18 Hektar großen Landschaftspark. Auf dem Rundweg können Besucher über 500 Jahre alte Baumriesen bestaunen, darunter Eichen, starke Buchen, Robinien und Lärchen.
In Bad Sülze verbinden sich Park und Geschichte: Der denkmalgeschützte Kurpark lädt zu Spaziergängen entlang der Bäume und zu Besuchen der nahe gelegenen Salzwiesen ein. Das Salzmuseum Mecklenburg befindet sich seit 1971 im früheren Amtshaus der Großherzoglichen Saline, dem Alten Salzamt. Der Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1759. Diese Ziele sprechen unterschiedliche Interessen an – vom Spaziergang im Grünen bis zur Geschichte des Salzstandorts.
Veranstaltungen, Radtouren und regionale Kostproben
Für die Treckeltied 2026 bietet der ADFC kostenlose geführte Radtouren entlang ausgewählter Gärten in Nordvorpommern an. Wer die Gartenbesuche mit einer solchen Tour verbinden möchte, sollte vor der Reise das aktuelle Veranstaltungsprogramm prüfen. Die Veranstaltung selbst bietet verschiedene Arten, Gärten und Parkanlagen zu entdecken; die geführten Radtouren ergänzen diese Auswahl um ein organisiertes Fahrradangebot.
Eine weitere Einkehr- und Besuchsidee ist die Ostseemühle Langenhanshagen: Dienstags und donnerstags von 10:00 bis 15:00 Uhr können Besucher beim Schaupressen zusehen und verschiedene Öle und Mehle kosten. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch. So lassen sich Natur, Gartenkultur und ein Einblick in die Öl- und Mehlherstellung je nach persönlichem Schwerpunkt in die Reiseplanung aufnehmen.
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