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Pokrent entdecken

Unterkünfte in Unterkünfte in Pokrent

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Pokrent begegnen sich eine lange Baugeschichte und eine besondere Moorlandschaft. Die Kirche bewahrt Spuren aus verschiedenen Jahrhunderten; außerhalb des Orts stehen das Neuendorfer Moor und die Blutbuchenallee für ganz andere Eindrücke. So bietet der Ort Anknüpfungspunkte für eine Reise, bei der Kultur und Landschaft gleichermaßen interessieren.

File:Pokrent Kirche 2009-01-05 002.jpg File:Pokrent Kirche 2009-01-05 002.jpg Foto: Niteshift ( talk ) via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Kirche und historische Bauwerke

Die Kirche ist das älteste Gebäude des Dorfes. Ihr Kirchenschiff wurde etwa 1406 erbaut. Im Dachstuhl des Chorraums ist die vollständige Konstruktion erhalten, die auf 1390 datiert ist. Zu den besonderen Details gehört ein etwa sechs Meter langer, geschnitzter Balken in Zweitverwendung: Sein Holz wurde auf etwa 1200 datiert, und das Schnitzmuster erinnert an eine Wabenstruktur. Die unterschiedlichen Datierungen erzählen von mehreren Bauphasen und machen die Kirche zu einem aufschlussreichen Ziel für alle, die sich für mittelalterliche Handwerks- und Baugeschichte interessieren.

Auch spätere Ergänzungen sind Teil des Gebäudes: Der Kirchturm wurde 1805 erbaut. Die neugotische Innenausstattung stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und umfasst Altar, Kanzel, Gestühl, Holzdecke und Empore. Damit lässt sich an der Kirche sowohl die ältere Baugeschichte als auch eine spätere, stilistisch eigenständige Ausstattung betrachten.

Das Pokrenter Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1760. Der Garten um das Haus wurde 1796 angelegt und wird heute bei Gemeindeveranstaltungen als parkähnliche Anlage genutzt. Diese Nutzung ist an die Veranstaltungen der Gemeinde gebunden. Eine weitere historische Spur ist die mittelalterliche Burg Mikenborg: Von ihr sind Reste des Walls und des Grabens erhalten, die als Bodendenkmal gelten.

Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte zeigt die Stellmacherei in der Dorfstraße. Der 1857 errichtete Backsteinbau hat einen rechteckigen Grundriss, eineinhalb Geschosse, ein flaches Satteldach und sieben Achsen. Seine giebelständige Ausrichtung und die Gliederung durch Lisenen prägen die sachliche, regelmäßige Erscheinung. Kirche, Pfarrhaus, Burgreste und Stellmacherei geben jeweils einen eigenen Zugang zur Geschichte Pokrents, von mittelalterlichen Spuren bis zu einem Handwerksbau des 19. Jahrhunderts.

Neuendorfer Moor und Blutbuchenallee

Das Neuendorfer Moor ist eines der wenigen westmecklenburgischen Regenmoore. Das Naturschutzgebiet gehört zum Biosphärenreservat Schaalsee und umfasst vor allem Flächen der Gemeinde Pokrent in der Gemarkung Neuendorf, Flur 2. Seine Gesamtfläche beträgt etwa 161 Hektar. Für die Reiseplanung ergibt sich damit ein anderer Schwerpunkt als beim Blick auf die Bauwerke: Hier steht eine geschützte Moorlandschaft im Mittelpunkt.

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Die Route „Blutbuchenallee“ führt zwischen Pokrent und Renzow an Europas einziger noch existierender Blutbuchenallee entlang. Auffällig ist das Farbenspiel der Blätter, dessen Eindruck sich mit den Jahreszeiten verändert. Wer Kulturgeschichte und Landschaftserlebnisse gegeneinander abwägt, findet hier zwei verschiedene Themen für die Reise: die über Jahrhunderte gewachsene Bausubstanz im Ort und eine saisonal wandelbare Allee auf der Route zwischen den beiden Orten.

Auch Handwerk gehört zu den örtlichen Themen. Die kleine Töpferei „Keramik am Wald“ in Pokrent fertigt handgearbeitete funktionale und dekorative Keramik für den Alltag und den Garten. Das ergänzt den Blick auf die historischen Gebäude um zeitgenössisches Kunsthandwerk. Zusammen ergeben Kirche, Dorfgeschichte, Moor, Allee und Keramik unterschiedliche Interessenschwerpunkte, an denen Sie Ihre Beschäftigung mit Pokrent ausrichten können.

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