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Baumgarten entdecken

Unterkünfte in Unterkünfte in Baumgarten

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Baumgarten verbindet eine lange Ortsgeschichte mit bemerkenswerter Kirchenkunst in der Gemeinde. Das Stiftsdorf wurde 1233 erstmals urkundlich erwähnt und ist ein typisches Angerdorf. Kirchen, Bauformen und Kunstwerke machen hier unterschiedliche historische Epochen anschaulich – vom mittelalterlichen Dorf bis zu Ausstattungsstücken, die bis heute überliefert sind.

Kirche und Kunst in Baumgarten

Die spätgotische Feldsteinkirche in Baumgarten entstand im 13. Jahrhundert; ihr Mittelteil ist ein Fachwerkbau. An der Südseite des Turms befindet sich eine Uhr mit Stundenglocke, die als Seltenheit in Mecklenburg gilt. Auch der Schnitzaltar an der Orgelempore stammt aus dem 15. Jahrhundert. Seine Figuren zeigen Anna selbdritt mit Maria und dem Jesuskind, Hieronymus mit dem Löwen, den Evangelisten Johannes mit Büchertasche, Johannes den Täufer mit dem Lamm sowie eine weitere Marienskulptur. Die Kirche liegt außerdem am Jakobuspilgerweg und am Weg der Heiligen Birgitta von Schweden. Architektur, Ausstattung und Wegebezüge geben der Kirche jeweils einen eigenen historischen Akzent.

Kirchen und Hünengrab in der Gemeinde

Weitere Zeugnisse liegen in anderen Orten der Gemeinde Baumgarten. Die kleine frühgotische Backsteinkirche in Laase stammt aus dem 14. Jahrhundert. In ihr befindet sich eine thronende Schnitz-Madonna aus dem 13. Jahrhundert. Die mittelalterliche Eichenskulptur zählt zu den ältesten und wertvollsten Madonnenfiguren Mecklenburgs und wurde 2002 restauriert.

Die spätgotische Feld- und Backsteinkirche in Qualitz wurde nach 1300 erbaut. Ihr Mauerwerk besteht aus Back- und Feldsteinen, teilweise von beachtlicher Größe. Bei einer umfassenden Restaurierung 1873/74 erhielt die Kirche einen vierstöckigen neugotischen Turm und zwei neu gegossene Glocken. So lassen sich die Kirchen in Baumgarten, Laase und Qualitz anhand ihrer Bauweise und Ausstattung voneinander unterscheiden.

Zwischen Katelbogen und Qualitz liegt ein Großsteingrab, das auf etwa 3000 v. Chr. datiert wird und zu den am besten erhaltenen Großsteingräbern Mecklenburgs zählt. Hünengräber in Katelbogen und Qualitz weisen zugleich auf eine Besiedlung der Region vor etwa 5000 Jahren hin. Diese beiden Zeitangaben beschreiben unterschiedliche historische Bezüge: das Alter des Grabes und den Zeitraum, auf den die Gräber für die Besiedlung der Region verweisen.

Gärten, Handwerk und Veranstaltungen in Qualitz

Der ein Hektar große Pfarrgarten in Qualitz nimmt jedes Jahr an den „Offenen Gärten MV“ teil. Stauden, historische Rosen, Gemüse, Kartoffeln, Erdbeeren und Kräuter stehen neben Bereichen, in denen Wildpflanzen und Bäume ungestört wachsen. Der Garten verbindet damit gestaltete Beete mit bewusst naturbelassenen Partien. Wenn Sie einen Gartenbesuch oder eine Veranstaltung gezielt einplanen, prüfen Sie die Termine vorab.

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Die Töpferei Lilienton befindet sich in der ehemaligen Schule neben der Kirche in Qualitz. Die Keramiken reichen von Kleinplastiken bis zu kompletten Teeservices. Besichtigung und Kauf sind nach Terminvereinbarung möglich; stimmen Sie einen Besuch daher vorher ab. Zum lokalen Angebot gehören außerdem Baumschnittseminare im Frühjahr und Grafikkurse in der Druckwerkstatt von Hannes Schützler. Im Alten Pfarrhaus finden sporadisch Lesungen und Vorträge statt. Der Allerhandverein bietet ganzjährig Veranstaltungen, Kurse, Chorsingen und gesellige Abende an. Für einzelne Angebote können Termine variieren, sodass ein Blick auf die jeweiligen Veranstaltungstermine vor der Reise sinnvoll ist.

Wandern und Natur rund um Qualitz

Von Qualitz aus führen Wanderungen entlang von Feldern, durch stille Wälder oder in die Flusslandschaft der Warnow. In den Wäldern bei Qualitz gibt es klarwasserführende Bäche; dort können aufmerksame Beobachter Eisvögel und tauchende Wasseramseln entdecken. Beobachtungen sind dabei eine Möglichkeit, keine Garantie für eine bestimmte Wanderung.

Eine weitere Naturroute führt von Qualitz zum Naturschutzgebiet „Schwarzer See“ im Schlemminer Forst. Ein Knüppeldamm verläuft dort durch Moorflächen mit Fieberklee, Sumpfblutauge, Sumpf-Haarstrang, Wollgras sowie verschiedenen Seggen- und Torfmoosarten. Die Gemeinde Baumgarten liegt teilweise im Naturpark Sternberger Seenland. Damit umfasst die Reiseplanung neben dem historischen Ortskern auch Natur- und Kulturziele in weiteren Orten der Gemeinde. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft darauf, welche dieser Ortsbezüge für Ihre Reise im Mittelpunkt stehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Papendorf, Dummerstorf, Reddelich, Bröberow, Grammow, Börgerende-Rethwisch, Bernitt, Lohmen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rostock.

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