Behren-Lübchin: Feldsteinkirche und slawische Burgengeschichte
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Behren-Lübchin verbindet zwei sehr unterschiedliche historische Spuren: die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert und die slawische Burganlage, die 1141 zerstört wurde. Das Gemeindegebiet ergänzt den Ort um weitere Landschafts- und Kulturthemen. So können Sie den gewünschten Bezugspunkt Ihrer Reise genauer bestimmen.
Feldsteinkirche mit besonderen Details
Die Feldsteinkirche in Behren-Lübchin stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Kirchen im nördlichen Mecklenburg. Ihr mächtiger quadratischer Westturm trägt einen achteckigen Aufsatz und eine barocke Haube mit Laterne; die Wetterfahne zeigt einen Bären. Im Inneren befindet sich ein reich mit Figuren verzierter Altaraufsatz aus dem Jahr 1712. Mittelalterlicher Kirchenbau und spätere Ausstattungsdetails geben dem Bauwerk mehrere historische Facetten.
Die slawische Burganlage und ihre Rekonstruktion
Am Rand des Großen Sees bei Behren-Lübchin lag eine slawische Burganlage. Der dänische König Waldemar I. zerstörte sie 1141. Teile der aus Eichenholz errichteten Anlage wurden im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden in annähernder Originalgröße rekonstruiert. Die Rekonstruktion befindet sich damit im Museum in Groß Raden, nicht am Ort der Burg. Für die Reiseplanung ist dieser Unterschied hilfreich, wenn Sie die Geschichte der Anlage mit ihrer Rekonstruktion verbinden möchten.
Natur und Kultur im Gemeindegebiet
Die Trebelwiesen prägen einen großen Teil des Gemeindegebiets. Das Niederflusstalmoor umfasst Wiesen und Bruchwälder und bietet Lebensraum für Niederwild, Rehe und Schwarzwild sowie für seltene Pflanzen und gefährdete Insekten. Im Gemeindegebiet liegt außerdem das Naturschutzgebiet Trebeltal (NSG 185). In den Trebelwiesen gibt es eine Aussichtsplattform. So treten neben den historischen Bauwerken auch Moorlandschaft und geschützte Natur als Themen der Gemeinde hervor.
Weitere kulturelle Ziele verteilen sich auf verschiedene Orte der Gemeinde. Das Gutshaus Bobbin ist ein klassizistisches Herrenhaus, das 1825 von der Familie von Blücher errichtet wurde. In Viecheln wurde das Herrenhaus 1868 von Wilhelm Blohm erbaut; eine umfangreiche denkmalgerechte Sanierung begann dort 1995. Diese Angaben stehen für unterschiedliche Bau- und Restaurierungsgeschichten, nicht für eine Aussage über den heutigen Zustand oder Zugang der Häuser.
Auch kleinere und sakrale Bauwerke ergänzen das Bild: Wasdow besitzt eine kleine Kirche mit freistehendem Glockenstuhl; im Gutspark von Wasdow stehen die Ruinen des Fangelturms. Am Birkenweg in Bäbelitz befindet sich der Schälchenstein. Der Friedhof in Behren-Lübchin umfasst eine Einfriedung mit Tor, eine Leichenhalle, ein Mausoleum, eine Statue und die Familiengrabstätte Blohm. Diese Bestandteile sind im Landkreis-Rostock-Denkmalregister vom 14. Mai 2024 aufgeführt.
Orientierung und übergeordnete Reiseideen
Die Ortslage Behren-Lübchin liegt an der Landesstraße L 23. Dieser Straßenbezug ergänzt die Orientierung bei der Wahl des Ausgangspunkts Ihrer Reise, ohne etwas über Fahrzeiten oder weitere Verkehrsverbindungen auszusagen.
Zum übergeordneten Reiseziel Rostock gehören weitere Natur- und Erlebnisangebote an anderen Orten. Im Wildpark-MV können Besucher den Park selbstständig begehen oder an geführten Wanderungen teilnehmen, darunter Wolfs-, Eulen- und Abendwanderungen. Der Naturpark Sternberger Seenland ist von tief eingeschnittenen Durchbruchstälern an der Warnow, Seen, Hügeln und ausgedehnten Wäldern geprägt und lädt besonders zum Wandern und Radfahren ein. So stehen im übergeordneten Reiseziel Rostock geführte Themenwanderungen und Aktivitäten in einer vielfältigen Landschaft neben den historischen und naturräumlichen Themen der Gemeinde Behren-Lübchin.
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