Kirch Mulsow: Dorfkirche und Carinerland
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Kirch Mulsow gehört zum Carinerland. Im Zentrum steht eine denkmalgeschützte evangelisch-lutherische Dorfkirche, deren Bau und Ausstattung über mehrere Jahrhunderte reichen. Rund um den Kirchhof kommen ein Familienbegräbnis, ein Kriegerdenkmal und ein Sandsteinsarg hinzu. Die historischen Details verteilen sich damit auf die Kirche, den Kirchhof und die Nordwestecke des Baus.
Eine Dorfkirche aus mehreren Jahrhunderten
Die denkmalgeschützte evangelisch-lutherische Dorfkirche in Kirch Mulsow stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ihr östlicher Bereich besteht aus Backstein, ihr westlicher Bereich aus Feldstein. Der niedrige hölzerne Westturm stammt aus dem 18. Jahrhundert. An der Außenansicht treten Backstein, Feldstein und Holz an den unterschiedlichen Bauteilen hervor. Der Turm hebt sich durch seine Holzbauweise und seine spätere Entstehungszeit vom übrigen Kirchenbau ab. Kulturinteressierte begegnen hier dem Wechsel von Backstein, Feldstein und Holz sowie den Bauphasen des 14. und 18. Jahrhunderts.
Spätgotische Kreuzigungsgruppe und Friese-III-Orgel
Auf dem gemauerten Altarblock der Kirche steht eine spätgotische Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jahrhundert. Außerdem besitzt die Kirche eine Friese-III-Orgel aus dem Jahr 1860. Die Friese-Orgel wurde 2005 restauriert. Im Kirchenraum stehen damit ein spätgotisches Bildwerk und ein historisches Instrument nebeneinander. Die Kreuzigungsgruppe gehört zum gemauerten Altarblock, die Orgel verbindet ihre Bauzeit mit dem späteren Restaurierungsjahr. Für Kulturinteressierte liegen sakrale Kunst und ein historisches Instrument im selben Kirchenraum.
Mausoleum und Kriegerdenkmal am Kirchhof
Nördlich des Kirchhofs von Kirch Mulsow befindet sich das Mausoleum als Familienbegräbnis der Familie Reichhoff aus Carvensdorf. An der Eisentür des Reichhoff-Mausoleums befinden sich noch Reste des Familienwappens. Das Mausoleum liegt nördlich des Kirchhofs, und die Eisentür bewahrt weiterhin Reste des Familienwappens.
Südlich der Kirche steht ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs mit Namenstafel. Auf der Tafel stehen die Namen der Gefallenen. Die südliche Lage des Denkmals steht der nördlichen Lage des Mausoleums gegenüber. Rund um den Kirchenbau verteilen sich damit zwei Erinnerungsorte auf unterschiedliche Himmelsrichtungen.
Sandsteinsarg und Inschrift
An der Nordwestecke der Kirche Kirch Mulsow steht ein Sandsteinsarg. Auf seiner Inschrift steht der Name des Rittergutsbesitzers Russow. Der Sarg ist aus Sandstein gefertigt und steht an der Nordwestecke der Kirche.
Carinerland und Salzhaff
Kirch Mulsow gehört zum Carinerland, einem hügeligen Grundmoränengebiet mit klaren Bächen, weiten Feldern und tiefen Wäldern. Hinzu kommt eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Das Salzhaff liegt etwa 13 km entfernt. Naturinteressierte begegnen hier einem Landschaftsraum, in dem hügeliges Gelände, klare Bäche, offene Felder, tiefe Wälder sowie Tier- und Pflanzenwelt zusammenkommen. Das Salzhaff reicht als weiterer räumlicher Bezug über das unmittelbare Umfeld der Kirche hinaus und liegt etwa 13 km entfernt.
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