Retschow: Dorfgeschichte, Moore und Kunstorte
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Retschow erschließt sich über verschiedene Interessen: Dorfgeschichte zeigt sich an der Kirche und im Denkmalhof, die Landschaft der Gemeinde lädt zu Wanderungen und Radtouren ein. Dazu kommen Moore mit geschützten Pflanzen und Kunstorte mit wiederkehrenden Veranstaltungen. Wer eine Reise nach Retschow plant, kann sich deshalb fragen, ob der Schwerpunkt eher auf Ortsgeschichte, Natur oder Kunst liegen soll.
Dorfgeschichte an Kirche und Denkmalhof
Die Dorfkirche Retschow wurde erstmals 1233 erwähnt. In ihr befindet sich eine Mühlendarstellung, die laut Gemeindeangabe unter den Dorfkirchen Deutschlands einzigartig ist. Auch im Ortszentrum erinnert ein Denkmal an die lokale Überlieferung: Es zeigt den „schwarzen Hahn“. Der Sage nach machte der Hahn 1729 mit seinem Krähen einen beginnenden Brand bemerkbar. Kirche und Denkmal setzen unterschiedliche Akzente – hier eine frühe Erwähnung des Ortes, dort eine Erzählung, die mit einem konkreten Jahr verbunden ist.
Eine weitere Station der Ortsgeschichte ist der Denkmalhof in der Dorfstraße. Die Hofanlage besteht aus Wohnhaus, Scheune und Katen. Dort befindet sich ein volkskundliches Museum mit Ausstellungen zur Land- und Hauswirtschaft sowie zur Heimatgeschichte. Zu den gezeigten Gegenständen gehören alte Schlitten, Dreschmaschinen, Pferdegeschirr und weiteres landwirtschaftliches Gerät. So treffen im Denkmalhof Gebäude und Sammlung aufeinander: Die Hofanlage gibt den Rahmen, während die Ausstellungsstücke Einblicke in frühere Arbeit und Alltagsleben vermitteln.
Auch im Ortsteil Stülow gibt es einen eigenen kulturellen Bezug zur Landwirtschaft: In einem Reiterhof befindet sich ein kleines Museum, das die Tradition der Mecklenburger Pferdezucht vorstellt. Damit reicht das historische Interesse in Retschow von Hof- und Hauswirtschaft bis zur Pferdezucht. Wer sich besonders für ländliche Geschichte interessiert, findet hier mehrere Themen, die sich voneinander unterscheiden, statt nur einen einzelnen Blick auf die Vergangenheit.
Moore und Wanderziele
Die Moore der Gemeinde Retschow beherbergen geschützte Pflanzen und gelten als interessantes Ausflugsziel für Naturliebhaber. Sie bilden einen anderen Schwerpunkt als die Museen und Denkmale: Statt Gebäude und historische Gegenstände stehen hier die Landschaft und ihre Pflanzenwelt im Mittelpunkt. Die weite Landschaft der Gemeinde lädt außerdem zum Wandern und Radfahren ein.
Ein benanntes Wanderziel ist das Naturschutzgebiet „Quellental“. Es liegt in der Gemeinde Retschow nordöstlich des Kunstorts Glashagen. Diese Lage verbindet zwei unterschiedliche Orientierungspunkte innerhalb der Gemeinde, ohne ihre jeweiligen Themen gleichzusetzen: Das Quellental steht für Natur und Wandern, Glashagen für Kunst. Wer sich für die Landschaft interessiert, kann das Quellental als konkreten Naturbezug in die Reiseplanung einbeziehen.
Kunstorte und wiederkehrende Veranstaltungen
Der Kunstort Glashagen bietet offene Werkstätten und jährliche Veranstaltungen von Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Kunstrichtungen. Damit ergänzt das Kunstthema die historischen und landschaftlichen Interessen in Retschow um ein kulturelles Programm. Die Künstlerfeste in Glashagen-Ausbau finden ebenfalls jährlich statt und ziehen hunderte Besucherinnen und Besucher in das Dorf. Wenn ein Fest den Anlass Ihrer Reise bildet, sollten Sie die Termine vorab prüfen.
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