Evershagen entdecken: Architektur, Kunst und Stadtteilgeschichte
Unterkünfte in Unterkünfte in Evershagen
Evershagen ist ein Rostocker Stadtteil mit einem besonderen architektonischen und kulturellen Profil. Der Ort entstand ab Ende der 1960er-Jahre als Experimentalstadtteil und hatte Vorbildcharakter für spätere Rostocker Satellitenwohnsiedlungen. Wer sich für Stadtentwicklung, Kunst im öffentlichen Raum und die Geschichte moderner Wohnquartiere interessiert, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für die eigene Reiseplanung.
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Foto: Lukas Beck via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Baudenkmäler an mehreren Straßen
Zu den markanten Bau- und Kunstbezügen gehören verschiedene eingetragene Baudenkmäler. Das Terrassenhaus Evershagen in der Bertolt-Brecht-Straße 8–10 ist zusammen mit den umgebenden Freiflächen als Baudenkmal eingetragen. In der Fridtjof-Nansen-Straße 5a befindet sich die Giebelgestaltung „Luft“, die ebenfalls als Baudenkmal eingetragen ist. Hinzu kommen die Giebelgestaltung „Sonne“ in der Knud-Rasmussen-Straße 12 und die Giebelgestaltung „Erde“ in der Strindbergstraße 1. Für eine architekturbezogene Erkundung lassen sich damit unterschiedliche Adressen und Formen miteinander verbinden.
Stadtteilzentrum und bildende Kunst
Das Stadtteilzentrum von Evershagen entstand von 1971 bis 1977 unter der Leitung von Peter Baumbach und umfasste ein aufwendiges bildkünstlerisches Programm. Stadtplanung, Wohnsiedlungsentwicklung und Kunst treten hier als eng miteinander verbundene Themen der Ortsgeschichte hervor. Gerade dieser Zusammenhang macht Evershagen für Besucher interessant, die einen Stadtteil nicht nur über einzelne Gebäude, sondern auch über seine Entstehung und seine Gestaltung verstehen möchten.
Historischer Bezug zum Messegelände Schutow
Das ehemalige Messegelände Schutow gehört zum Stadtteil Evershagen. Auf diesem Gelände entstand 1966 der Pavillon des Bauwesens als Hyparschalenkonstruktion von Ulrich Müther nach einem architektonischen Entwurf von Erich Kaufmann. Der Pavillon verweist damit auf eine historische Verbindung von innovativer Konstruktion und Architektur. Für eine Reise mit kulturellem Schwerpunkt ergänzt dieser Ort die Auseinandersetzung mit Evershagens Baugeschichte um ein weiteres konkretes Beispiel.
Rundgänge und Gespräche zur Ortsgeschichte
In Evershagen finden fortlaufend Stadtteilrundgänge zur lokalen Bau- und Kunstgeschichte statt. Im Zusammenhang mit Ronald Paris’ Wandbild „Von der Verantwortung des Menschen“ am Einkaufszentrum „Am Scharren“ wurden Gespräche über eine mögliche Neuerschaffung am ursprünglichen Ort wieder aufgenommen. Wer sich für die Entwicklung des Stadtteils und seine Kunst im öffentlichen Raum interessiert, kann diese Themen bei der eigenen Ausflugsplanung besonders berücksichtigen.
Ein jährlicher Nachmittag im Stadtgrün
Das alljährliche „Picknick im Stadtgrün“ findet im Park am Mühlenteich an der Messestraße statt. Die Veranstaltung bietet einen informativen, aktiven und entspannten Nachmittag für die ganze Familie. Damit steht neben Architektur und Baugeschichte auch ein wiederkehrender Anlass im Stadtteil zur Verfügung, der gemeinsames Erleben und Aufenthalt im Grünen miteinander verbindet.
ÖPNV als Orientierung für den Aufenthalt
Der Bahnhof Rostock-Evershagen liegt an der S-Bahn-Linie S1 zwischen Rostock Hauptbahnhof und Warnemünde und bietet eine direkte ÖPNV-Verbindung in Richtung Stadtzentrum und Ostseebad Warnemünde. Zusätzlich bedient die RSAG-Buslinie 38 in Evershagen die Haltestellen Thomas-Morus-Straße, Theodor-Storm-Straße, Evershagen Süd und S Evershagen. Bei der Wahl eines Hotels oder einer anderen Unterkunft in Evershagen lassen sich deshalb sowohl das kulturelle Profil des Stadtteils als auch diese dokumentierten Verbindungen in die Reiseplanung einbeziehen.
Weitere Unterkunftsorte zur Reiseplanung
Stuthof, Dierkow-Neu, Warnemünde, Amt Rostocker Heide, Gehlsdorf, Lichtenhagen, Lütten Klein, Markgrafenheide
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rostock.