Greifswald: Backsteingotik, Ryck und Bodden
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Greifswald verbindet eine von mittelalterlicher Backsteingotik geprägte Altstadt mit Wegen am Ryck und dem Museumshafen. Kultur, Spaziergänge und Fahrten auf dem Wasser geben dem Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte – und helfen Ihnen, Greifswald nach den Erlebnissen auszuwählen, die Sie besonders interessieren.
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Foto: Geolina163 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Altstadt, Dom und Caspar David Friedrich
Im Dom St. Nikolai treffen Architektur und Kunstgeschichte aufeinander: Die Greifswalder Kirche ist die Taufkirche des Malers Caspar David Friedrich und zugleich ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Wer sich für Friedrich interessiert, kann den Dom mit weiteren Orten seines Lebens und Wirkens in Verbindung bringen, ohne dafür bei einer einzelnen Sehenswürdigkeit zu bleiben.
Der Caspar-David-Friedrich-Bildweg führt durch Greifswald und seine nähere Umgebung. An 15 Stationen erschließt er wichtige Lebens- und Wirkungsorte des Malers und lässt sich selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Damit bietet er einen anderen Zugang zur Stadt als ein Besuch im Dom: Der Weg verbindet mehrere Stationen, während der Dom selbst den konkreten Bezug zu Friedrichs Taufe aufweist.
Eine Führung durch das Caspar-David-Friedrich-Zentrum widmet sich seiner Familiengeschichte und der Seifensiederei sowie Kerzengießerei seines Vaters. Das Zentrum ist Friedrichs Geburtsort; die Geschichte wird dort in authentischen Räumen vermittelt. Wenn diese Führung zu Ihren Plänen gehört, informieren Sie sich vorab über die Buchungsmodalitäten.
Spaziergänge am Ryck und um die Altstadt
Vom Museumshafen in der Greifswalder Innenstadt führt ein gut befestigter Treidelpfad rund fünf Kilometer am Ryck entlang direkt in das Fischerdorf Wieck. Die Strecke verbindet den Blick auf den Fluss mit einem klaren Ziel außerhalb der Innenstadt. Die Wallanlagen bieten eine andere Orientierung: Sie umschließen auf mehr als zwei Kilometern das historische Herz Greifswalds und laden das ganze Jahr über zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
Für Ihre Planung sind die Angaben zu den beiden Wegen ein hilfreicher Unterschied: Der Treidelpfad führt bis nach Wieck und ist mit rund fünf Kilometern beschrieben; die Wallanlagen verlaufen um das historische Zentrum und erstrecken sich über mehr als zwei Kilometer. Wer lieber mehrere Orte mit einem Thema verbindet, findet mit den 15 Stationen des Bildwegs eine weitere Möglichkeit, Greifswald und seine nähere Umgebung selbstständig zu erkunden.
Wieck, Zugbrücke und Museumshafen
In Wieck prägt die Zugbrücke das Bild des Fischerdorfs. Sie wurde am 25. Juli 1887 festlich eingeweiht. Ihre beiden Klappen sind jeweils 13,30 Meter lang und werden noch immer von Hand gezogen – ein technisches Detail, das beim Überqueren anschaulich wird.
Der Greifswalder Museumshafen umfasst mehr als 50 Schiffe und gilt als Deutschlands größter Museumshafen. Von dort kann man an Bord der Museumsschiffe Hanne-Marie und Vorpommern über Wieck hinaus auf den Greifswalder Bodden fahren. Prüfen Sie die Verfügbarkeit dieser Fahrten vor Ihrer Reise.
Auch der Ausflugsdampfer MS Stubnitz fährt in der Saison täglich vom Museumshafen über Wieck hinaus auf den Bodden und zurück. In Wieck ist ein Zu- und Ausstieg auf der Südseite möglich, um das Fischerdorf und die Klosterruine Eldena zu erkunden. Für diese saisonale Verbindung sollten Sie Fahrplan und Betriebstage vorab prüfen. So lässt sich die Wahl zwischen einer Fahrt mit einem Museumsschiff und der saisonalen Verbindung der MS Stubnitz an den jeweiligen Reiseplan anpassen.
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