Sehlen entdecken
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Sehlen verbindet eine weithin sichtbare neugotische Kirche mit Reetdachhäusern und einer von Wald, Wiesen und Ackerflächen geprägten Umgebung. Auch der Klimawald und die Gutshaus- und Parkgeschichte in der Gemeinde geben dem Ort unterschiedliche Facetten. Für die Reiseplanung lässt sich so vorab überlegen, ob Sie sich besonders für Architektur, Landschaft oder historische Gartenanlagen interessieren.
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Foto: Jörg Fuhrmann (Intermerker) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirche, Orgel und traditionelle Bauweise
Die Dankeskirche steht auf einer Anhöhe und ist als markanter Fixpunkt weithin in der Landschaft sichtbar. Ihre neugotische Architektur prägt das Bild von Sehlen; die Lage macht die Kirche zugleich zu einem gut erkennbaren Orientierungspunkt. In der Dankeskirche befindet sich die Mehmel-Orgel mit mechanischen Schleifladen. Sie wurde 1889 geschaffen – ein konkretes historisches Detail, das die Ausstattung des Bauwerks über seine architektonische Erscheinung hinaus charakterisiert.
Zum Ortsbild gehören außerdem zahlreiche Reetdachhäuser. Ihre Dächer unterstreichen den traditionellen norddeutschen Architekturstil und setzen einen eigenen Akzent neben der neugotischen Kirche. Wer bei der Wahl eines Reiseziels gern auf Bauformen und den Charakter eines Ortes achtet, findet in Sehlen damit verschiedene Anknüpfungspunkte: ein markantes öffentliches Bauwerk und eine Vielzahl traditionell gestalteter Häuser.
Landschaft und Klimawald Sehlen
Weite Waldgebiete, Wiesenlandschaften und Ackerflächen umrahmen Sehlen. Diese Mischung aus bewirtschafteter und bewaldeter Landschaft bildet den natürlichen Rahmen des Ortes. Der Klimawald Sehlen ergänzt ihn um eine gezielt angelegte Aufforstungsfläche. Er wurde am 20. Oktober 2018 offiziell eröffnet. Auf etwa einem Hektar wurden in den folgenden drei Jahren schrittweise Linden, Flatterulmen und Waldrandgehölze gepflanzt.
Auch die Orientierung zum Klimawald ist konkret: Vom Ende des Grünen Weges sind es zu Fuß etwa 200 Meter bis zur Aufforstungsfläche. Zusammen geben die Angaben zur Fläche, zu den gepflanzten Gehölzen und zum Weg vom Grünen Weg ein anschauliches Bild davon, wie der Klimawald angelegt wurde und wo er liegt.
Gutshaus und Park in Klein-Kubbelkow
Auch Klein-Kubbelkow gehört zur Gemeinde und eröffnet einen weiteren Blick auf deren Kulturlandschaft. Dort wurde aus einem ehemals verwilderten Gutspark und einem vom Verfall bedrohten Gutshaus ein Naherholungsbereich geschaffen. Das Gutshaus ist von einem etwa vier Hektar großen Gutspark umgeben. Der Park wurde um 1700 angelegt und verbindet barocke Elemente mit einem englischen Landschaftspark, der um 1860 erweitert wurde. Gutshaus und Park stehen heute unter Denkmalschutz.
Die zeitlich unterschiedlichen Gestaltungselemente machen die Geschichte der Anlage auf einen Blick nachvollziehbar: Auf die Anlage des Parks um 1700 folgte die Erweiterung des englischen Landschaftsparks um 1860. Diese Entwicklung unterscheidet den Komplex von den Bauwerken im Ortsbild Sehlens und bietet einen eigenen Schwerpunkt für alle, die sich für historische Gartenanlagen und Gutshausarchitektur interessieren.
Sehlen als Ausgangspunkt der Reiseplanung
So wird deutlicher, welcher Aspekt den Aufenthalt prägen soll, bevor Sie Hotels vergleichen. Sehlen bietet dafür eine kompakte Verbindung von Ortsbild, Landschaft und Geschichte, ohne dass alle Interessen auf dasselbe Erlebnis hinauslaufen müssen.
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Rügen gibt es weitere kulturelle Bezüge: Der Landkreis ist unter anderem für die Störtebeker-Festspiele bekannt. Außerdem gibt es in Vorpommern-Rügen schätzungsweise etwa 60 Museen. Diese regionalen Orientierungspunkte ergänzen den Blick auf Sehlen um eine breitere kulturelle Perspektive.
Weitere Reiseziele entdecken: Gremersdorf-Buchholz, Ahrenshagen-Daskow, Wittenhagen, Schlemmin, Born a.Darß, Barth, Süderholz, Ralswiek.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vorpommern-Rügen.