Mehlem am Rhein – Geschichte, Wege und Blick auf das Siebengebirge
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Mehlem liegt am Rhein und verbindet Flusslage mit einem markanten Blick auf das Siebengebirge. Besonders der Drachenfels mit seiner alten Burgruine und Schloss Drachenburg prägt die Aussicht. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein Ort, an dem sich Landschaft, regionale Geschichte und unterschiedliche Ausflugsinteressen auf anschauliche Weise verbinden.
Landschaft, Straßen und Wegverbindungen
Auch die Verkehrs- und Weggeschichte gehört zum Charakter Mehlems. Die Mainzer Straße verläuft auf dem Verlauf einer römischen Straße zwischen Koblenz und Köln. Eine Rheinfähre führte bei einer beschriebenen Überfahrt von Mehlem nach Königswinter. Diese Verbindung ist als historischer Bezug zur Rheinlandschaft ein interessantes Detail für alle, die Orte gern über ihre Wege und Übergänge verstehen.
Für längere Naturerlebnisse ist der Bahnhof Bonn-Mehlem ein Einstiegspunkt der 33 Kilometer langen Naturpark Feuerroute. Die Route verbindet sechs Stationen zwischen Wachtberg und Rheinbach. Damit steht Mehlem zugleich im Zusammenhang mit einer Strecke, die Natur- und Ortsräume über mehrere Stationen hinweg miteinander verknüpft.
Dorfgeschichte und sakrale Zeugnisse
Mehlems historische Dorfstruktur steht mit der Kirche St. Severin und einer alten Straßenkreuzung in Verbindung. In St. Severin erinnert der Korpus an ein Gefallenenehrenmal, zu dem er ursprünglich gehörte. Dieses wurde am 11. September 1921 eingeweiht und damals als „Kriegergedenkaltar“ bezeichnet. Der Korpus wurde 1999 an seinem heutigen Standort angebracht.
Ein weiteres wichtiges Zeugnis ist die Oberdorfer Kapelle, die wahrscheinlich die ursprüngliche Pfarrkirche von Mehlem war. Ein großer Teil ihrer Innenausstattung besteht noch aus Originalteilen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Dazu gehört ein Retabelaltar aus dem Jahr 1683, den Johannes Lacroix und seine Frau Elisabeth Kopman stifteten. Wer sich für sakrale Kunst und gewachsene Ortsgeschichte interessiert, findet hier mehrere zeitlich unterschiedliche Spuren an einem Ort.
Parks und historische Anwesen
Der zwei Hektar große Drachensteinpark war Teil des früheren Parks der Villa Drachenstein. Auch die Geschichte der Villa Deichmannsaue reicht in die Ortsgeschichte hinein: Das bereits bestehende Landgut „Auerhof“ in Mehlem wurde 1836 vom Kölner Bankier Wilhelm Ludwig Deichmann ersteigert; daraus sollte später das sogenannte Schloss Deichmannsaue werden.
Das Anwesen Villa Deichmannsaue hatte historisch einen englischen Landschaftsgarten mit Wegen, Tempelchen und Ziergartenhäusern, Weihern und einem Irrgarten. Der historische Gebäudebestand wird heute von Bundesämtern genutzt und ist von der Rheinpromenade aus gut zugänglich. So treffen an der Rheinseite historische Garten- und Baugeschichte sowie heutige öffentliche Nutzung aufeinander.
Brünnchenfest und lokale Tradition
Eine eigene Tradition steht beim Brünnchenfest im Mittelpunkt. Das Fest erinnert an eine alte Mehlemer Tradition rund um den Brunnen am Pützrech in Obermehlem. Es wird im Sommer von den Brunnenfrauen und der Oberdorfer Männer-Reih veranstaltet und ist ein jährlicher Treffpunkt für Mehlem. Für Ihre Reiseplanung kann dieser Bezug zur Ortsgemeinschaft ein zusätzlicher kultureller Schwerpunkt neben Landschaft und Baugeschichte sein.
Unterkunft nach Ihren Interessen auswählen
Wenn Sie ein Hotel oder eine andere Unterkunft in Mehlem prüfen, können Sie Ihre Entscheidung an den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren: Rhein und Siebengebirge, historische Dorfstruktur, sakrale Kunst, Parks oder die Naturpark Feuerroute. Die verschiedenen Facetten des Ortes machen es sinnvoll, vor der Buchung zu überlegen, welche dieser Schwerpunkte Ihre Reise prägen soll.
Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Bonn, Alt-Godesberg, Rüngsdorf, Muffendorf.
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