Neuenrade: Aussicht, Hönne und Geschichte
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Neuenrade bietet unterschiedliche Gründe, genauer hinzusehen: den weiten Blick vom Kohlberg, die Quelle der Hönne und Zeugnisse der Stadt- und Industriegeschichte. Dazu kommen Wandern, Laufen und Radfahren. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie die Interessen gewichten, die für Ihre Reise besonders wichtig sind.
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Foto: Frank Vincentz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Aussicht und Natur in Neuenrade
Der Kohlberg ist mit 514 Metern die höchste Erhebung Neuenrades. Auf ihm steht der 14 Meter hohe Quitmannsturm. Von dem Aussichtsturm reicht der Blick über das Sauerland, über das Lennetal bis nach Wildewiese und darüber hinaus. Wer sich für die Landschaft interessiert, findet hier einen konkreten Bezugspunkt: Höhe und Aussicht gehören unmittelbar zum Kohlberg.
Ein anderer Naturpunkt ist die Hönnequelle am Großen Attig auf 437 Metern Höhe. Sie ist eine Hungerquelle und kann austrocknen, wenn der Grundwasserspiegel sinkt. Die Hönne entspringt in Neuenrade und gibt der Ferienregion Hönnetal ihren Namen. Damit stehen an diesem Ort sowohl die Quelle als auch die regionale Bedeutung des Flusses im Blick.
Stadtgeschichte, Industrie und Kunst
Im Stadtmuseum Neuenrade sind die Exponate auf drei Abteilungen verteilt: Stadtgeschichte, Industriegeschichte und Verkehrsgeschichte Neuenrades. Das bietet mehrere Zugänge zur Vergangenheit des Ortes, statt die Betrachtung auf ein einziges Thema zu verengen. Eine weitere zeitliche Perspektive eröffnet der Geschichtspfad: Er beginnt mit einer Tafel zur Jahreszahl 0 – Christi Geburt – und endet mit einer Tafel zur 650-Jahrfeier der Stadt Neuenrade im Jahr 2005.
Auch einzelne Bau- und Kunstwerke setzen eigene Akzente. Die Motte im Ortsteil Küntrop ist eine 22 Meter hohe hölzerne Turmhügelburg. In der Pfarrkirche St. Lambertus in Neuenrade-Affeln befindet sich ein spätgotischer Antwerpener Altar mit Szenen aus dem Leben Christi, Mariens und des Heiligen Lambertus. So können Sie zwischen einem historischen Bauwerk und einem Altar wählen, dessen Bildprogramm religiöse Figuren und Erzählungen aufgreift.
Industriegeschichte wird am Rennofen bei Gut Berentrop anschaulich. Er gilt als der am besten erhaltene Rennofen im Märkischen Sauerland. Manfred Sönnecken entdeckte ihn 1965; datiert wurde der Ofen auf das 13. Jahrhundert. Entdeckung und Datierung machen diesen Ort zu einem eigenen Kapitel der Neuenrader Geschichte.
Wandern, Bewegung und weitere Aktivitäten
Für eine Wanderung rund um Neuenrade kommt der aussichtsreiche Roden-Hennes-Weg infrage: Der Rundwanderweg ist knapp 10 Kilometer lang und mit dem Wegezeichen N1 markiert. Eine andere Form der Bewegung bietet der Vita-Parcours. Er beginnt am Wanderparkplatz Quitmannsturm am Kohlberg und umfasst 15 Übungsstationen auf einer 3,3 Kilometer langen Laufstrecke. Die Angaben unterscheiden zwei Streckenarten: einen Rundwanderweg und eine Laufstrecke mit Übungsstationen.
Am Kohlberg befindet sich außerdem eine Skipiste mit 430 Metern Abfahrtslänge und zwei Schleppliften mit Mittelstation. Auf dem Hönnetal-Radweg sind in Neuenrade Mountainbiken, Rennradfahren und Genussradeln möglich. Wer sich für eine kleinere, klar benannte Attraktion interessiert, findet Karlo, ein Kinderkarussell auf dem Platz der Generationen in Neuenrade.
Die Auswahl reicht damit von Aussicht und Rundwanderung über eine Laufstrecke bis zu Wintersport, Radfahren und einem Kinderkarussell. So lässt sich die Reiseplanung an Ihren eigenen Schwerpunkten ausrichten, ohne dass eine einzelne Sehenswürdigkeit den Charakter des Ortes allein bestimmt.
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