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Ruhrgebiet entdecken: Industriekultur, Museen und Radwege

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2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Im Ruhrgebiet treffen eindrucksvolle Zeugnisse der Industriegeschichte auf Kunst, Stadtrouten und Naturerlebnisse. Das Netz der Route Industriekultur umfasst 27 Ankerpunkte, 17 Aussichtspunkte und 13 Siedlungen. So können Sie die Region mit unterschiedlichen Schwerpunkten entdecken: bei einer Radtour, einem Museumsbesuch, einem geführten Rundgang oder einem Blick von oben.

Industriekultur erleben und verstehen

Die Route Industriekultur per Rad ist ein 300 Kilometer langer Rundkurs, der die wichtigsten Industriedenkmäler des Ruhrgebiets verbindet. Häufig verläuft sie abseits des Straßenverkehrs über gut ausgebaute Wege auf ehemaligen Bahntrassen und an Flussufern. Ein Knotenpunktsystem unterstützt die Orientierung. Wer neben dem Radfahren mehr über die Orte erfahren möchte, findet auf der Route Industriekultur auch Themenrouten zu Natur, Stadtgeschichte, Architektur, Bergbau und Transportwesen.

Im UNESCO-Welterbe Zollverein führen Rundgänge durch die erhaltenen Übertageanlagen der Zeche und Kokerei sowie über das Gelände der Welterbestätte. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum setzt einen anderen Akzent: Während der Öffnungszeiten des Museums bringt eine Aufzugfahrt im Fördergerüst zur ersten von zwei Aussichtsplattformen. Von dort reicht der Panoramablick über die vom Bergbau geprägte Region.

Auch die Architektur erzählt von der Industriegeschichte. Die Maschinenhalle des LWL-Museums Zeche Zollern ist ein Bau aus Stahl und Glas; ihr bunt verglastes Jugendstilportal bildet einen markanten Blickfang. Im LVR-Industriemuseum St. Antony-Hütte befindet sich eine Dauerausstellung im ehemaligen Direktorenwohnhaus. Wer Kunst und längere historische Zeiträume verbinden möchte, findet im Situation Kunst/Museum unter Tage eine Dauerausstellung auf mehr als 1.000 Quadratmetern: Sie präsentiert Landschaftskunst vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Rad- und Stadtrouten für unterschiedliche Zeitbudgets

Für kürzere oder längere Streifzüge zu Fuß bieten die Urban.Trails im Ruhrgebiet eine andere Perspektive auf die Städte. Die Stadtrouten sind 7 bis 15 Kilometer lang und als Halbtagestouren oder Tagestouren angelegt. Der Urban.Trail Essen beginnt am Südausgang des Essener Hauptbahnhofs und endet an der S-Bahn-Haltestelle Essen-Hügel. Wenn Sie den Weg mit einer Fahrt verbinden, lohnt es sich, den aktuellen Fahrplan für die Rückfahrt zu prüfen.

Der Emscher-Weg ist etwa 100 Kilometer lang und führt durch das Ruhrgebiet an Industriekulissen, Kunstinstallationen und Natur vorbei. Seine Länge macht ihn zu einer anderen Unternehmung als eine einzelne Stadtroute. Bei der Planung können Sie daher zuerst entscheiden, ob Sie einen Stadtspaziergang oder eine längere Route durch verschiedene Landschaftseindrücke in den Mittelpunkt stellen möchten.

Aussichten und Natur zwischen den Industrieorten

Mehrere markante Orte eröffnen Blicke über die Region. Beim Tetraeder Bottrop liegt die erste Plattform 18 Meter hoch; eine weitere befindet sich 20 Meter darüber und bietet einen Rundumblick über die Metropolregion. Der Gasometer Oberhausen ist ein 117 Meter hoher Gasbehälter und ein Industriedenkmal, das heute als Ausstellungsort dient. Sein Dach ist per Außenaufzug oder über 592 Treppenstufen erreichbar und bietet einen Panoramablick. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Betriebsinformationen.

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Tiger & Turtle – Magic Mountain ist eine begehbare Achterbahn-Skulptur, die Kunst, Abenteuer und Erlebnis verbindet. Bei klarem Wetter reicht der Blick vom Looping bis nach Düsseldorf und zum Flughafen-Tower. Im Landschaftspark Duisburg-Nord verbinden sich Industriekultur und Naturerlebnis zu einer Parklandschaft. Dort fordert der Hochseilparcours zwischen den Hochöfen 1 und 2 in 55 Metern Höhe zum Klettern heraus; dafür ist eine Buchung erforderlich.

Auch im LWL-Museum Henrichshütte verbinden sich Aussicht und Industriegeschichte: Der „Weg des Eisens“ führt zu einem Aussichtspunkt auf Hochofen 3, von dem sich aus 55 Metern Höhe ein Blick über das Ruhrtal eröffnet. In der Schaugießerei veranschaulichen Vorführungen und Erzählungen ehemaliger Mitarbeiter als Zeitzeugen das historische Arbeitsleben.

Den passenden Schwerpunkt für die Reise wählen

Die Angebote setzen unterschiedliche Interessen in den Mittelpunkt: Radfahren auf einem Rundkurs, Kunst und Architektur, Industriekultur aus der Nähe oder ein weiter Blick von einer Plattform. Für die Suche nach einem Hotel im Ruhrgebiet können Sie deshalb bei Ihren geplanten Erlebnissen ansetzen und überlegen, welche davon Ihrer Reise den Schwerpunkt geben. So wird die Auswahl des Übernachtungsorts Teil Ihrer Reiseplanung, ohne dass Sie sich auf nur eine Art des Ruhrgebiets festlegen müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Krefeld, Borken, Hamm, Recklinghausen, Steinfurt, Märkischer Kreis, Gütersloh.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordrhein Westfalen.

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