Konzen am Rand des Hohen Venns: Geschichte und Wege entdecken
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Konzen liegt am Rand des Hohen Venns und in der Quellmulde des Laufenbaches. In Konzen verbindet sich diese Landschaftslage mit einer Ortsgeschichte, die bis in die karolingische Zeit zurückreicht. Zu den konkreten Ortsbezügen gehören die Pankratius- und die Quiriniuskapelle, der Kaiser-Karl-Weg, der Rundweg „44 – Unterwegs in Konzen“ und die Vennbahn.
Ortsgeschichte und Kapellen
Unter Karl dem Großen entstanden in Konzen ein Königshof und die erste Kirche des Monschauer Landes. Spätestens seit dem Ende des 8. Jahrhunderts war Konzen in karolingischer Zeit das Zentrum der Wiederbesiedlung des wieder verwaldeten Monschauer Landes. Diese Entwicklung setzte eine römerzeitliche Siedlung fort.
Die Pankratiuskapelle in Konzen ist ein eingetragenes Baudenkmal. Sie befindet sich auf dem heutigen Friedhof, etwa 30 Meter nördlich der Pfarrkirche St. Peter. Vermutlich ist sie die älteste aus Stein errichtete Kirche des Monschauer Landes. Die Kapelle verbindet damit eine klar verortete Lage in Konzen mit einer frühen kirchengeschichtlichen Einordnung.
Die östliche Hälfte der Pankratiuskapelle ist der Rest der um 890 erbauten Mutterkirche des Monschauer Landes.
Auch die Quiriniuskapelle gehört zu den markanten sakralen Bauwerken in Konzen. Sie wurde 1968 an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem Jahr 1679 geweiht. Ihre Baugeschichte umfasst damit einen Vorgängerbau aus dem 17. Jahrhundert und eine Weihe im 20. Jahrhundert.
Landschaft am Laufenbach und Vennbahntrasse
Die Route „Am Laufenbach“ führt durch ausgedehnte Wiesen und bietet Ausblicke über das Laufenbachtal. Auf 1,1 Kilometern verläuft sie auf der ehemaligen Vennbahntrasse.
Historische Wege zu Fuß
Der Kaiser-Karl-Weg widmet sich den Besonderheiten des ehemaligen Jagdreviers Karls des Großen. Er verfügt über 17 Stationen und Standorte, an denen diese Bezüge vermittelt werden. Hinzu kommen zahlreiche Informations- und Aktionstafeln zur karolingischen Zeit. Insgesamt ist der Weg 8,6 Kilometer lang. Für die Tagesplanung bietet diese Gesamtlänge einen klaren Rahmen; die Stationen und Tafeln setzen entlang der Strecke historische Schwerpunkte.
Eine andere Wegführung bietet der Rundweg „44 – Unterwegs in Konzen“. Er ist als sehr leicht bis leicht eingestuft. Die ersten 1,2 Kilometer führen vom Wanderparkplatz aus über den „Liechewäch“ in südwestliche Richtung. Dieser Abschnitt besitzt zusätzlich eine historische Bedeutung: Die Einwohner von Mützenich brachten über den Weg jahrhundertelang ihre Toten zum Konzener Friedhof. Der 1,2 Kilometer lange Auftakt lässt sich als eigener Abschnitt der Tagesplanung berücksichtigen.
Vennbahn im Monschauer Stadtgebiet
Die Vennbahn ist im Monschauer Stadtgebiet unter anderem über den Parkplatz an der B258 bei Konzen erreichbar; dieser gehört zu vier Einstiegsmöglichkeiten. Damit ist ein konkreter Zugang im Monschauer Stadtgebiet beschrieben. Der Parkplatz an der B258 bei Konzen lässt sich als Ausgangspunkt für die Einordnung eines Vennbahn-Abschnitts in die Tagesplanung aufnehmen.
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