Leistadt zwischen Rheinebene und römischen Spuren
Leistadt zwischen Waldabhang und Rheinebene
Leistadt liegt am Abhang des Pfälzerwaldes zur breiten Rheinebene. Zugleich grenzt der Ort an das Naturschutzgebiet Felsenberg-Berntal mit der markanten Bruchlinie des Rheingrabens und ist vom UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen umgeben. So treffen auf engem Raum ein bewaldeter Abhang, die offene Ebene und ein geschützter Naturraum aufeinander. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem Landschaft und Ortsgeschichte nebeneinander sichtbar werden. Das 1750 erbaute barocke Rathaus ist das Wahrzeichen von Leistadt und setzt einen markanten historischen Schwerpunkt im Ort.
Wandern im Felsenberg-Berntal
Der Rundwanderweg „Felsen, Früchte und Fossilien: Rundwanderweg Berntal“ führt durch das Naturschutzgebiet Felsenberg-Berntal. Zu seinen prägenden Landschaftselementen gehören Kalkfelsen sowie eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Auf dem Rundwanderweg im Felsenberg-Berntal stehen die Kalkfelsen und die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Schutzgebiets im Mittelpunkt. Naturinteressierte können dort geologische Formen und biologische Vielfalt im Berntal als zwei Schwerpunkte gemeinsam beobachten. Für Wandernde und Naturinteressierte stehen nicht allein die Wegbezeichnung, sondern vor allem die Kalkfelsen sowie die Tier- und Pflanzenwelt des Berntals im Mittelpunkt.
Ortsbild und Kulturerbe
Zum Kulturerbe von Leistadt und seiner Gemarkung gehören das 1750 erbaute barocke Rathaus, die protestantische Pfarrkirche, die katholische Pfarrkirche St. Michael, das Rat- und Schulhaus, der Grenzstein, die Suppenschüssel, der Krummholzerstuhl, die Laurahütte und das Kanapee. Damit begegnen Ihnen im Ort und in seiner Gemarkung unterschiedliche Zeugnisse der Bau-, Alltags- und Regionalgeschichte. Die protestantische und die katholische Pfarrkirche stehen dabei ebenso für die religiöse Prägung des Ortsbildes wie das Rat- und Schulhaus für frühere öffentliche Funktionen. Ergänzt wird dieser bauliche und örtliche Zusammenhang durch markante Einzelobjekte wie Grenzstein, Suppenschüssel und Kanapee.
Spuren aus römischer Zeit
Der Krummholzer Stuhl führt in die römische Vergangenheit von Leistadt. Er ist ein römischer Steinbruch aus dem 2. und 3. Jahrhundert, der für Teile der Wormser Stadtmauer und für Steinsärge ausgebeutet wurde. Eine weitere historische Spur bilden die Römischen Wagenspuren: Sie sind etwa 2.000 Jahre alte, in den Fels eingefahrene und noch heute sichtbare Spuren römischer Wagen.
Die Laura-Hütte
Auch die Laura-Hütte gehört zu den historischen Besonderheiten von Leistadt. Sie wurde 1845 vom Bezirksrichter Wilhelm Retzer als Jagdhütte errichtet. Mit ihrem genau überlieferten Baujahr und ihrer ursprünglichen Funktion ergänzt sie die älteren römischen Spuren, das barocke Rathaus und die weiteren Bestandteile des Kulturerbes um ein Zeugnis aus dem 19. Jahrhundert. Leistadt bietet damit verschiedene zeitliche Anknüpfungspunkte: von den etwa 2.000 Jahre alten Römischen Wagenspuren über den römischen Steinbruch aus dem 2. und 3. Jahrhundert bis zur 1845 errichteten Laura-Hütte und dem 1750 erbauten Rathaus.
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