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Kultur und Geschichte
Die Marienkapelle steht an der Straße nach Schneppenbach und wurde 1699 erbaut. In ihr befindet sich eine Gründungsinschrift mit dem Datum 1699. Eine kleine Glocke erhielt die Kapelle 1704; sie trägt die Inschrift „Ora pro nobis - Jesus Maria Josef Elisabeth ano 1704“. 1854 setzte der Bruschieder Zimmermann Matthias Johann Römer einen Turmaufsatz auf das Gebäude. Die Marienkapelle ist ein geschütztes Denkmal.
Bei einer Renovierung im Jahr 1921 wurde eine kleine sitzende hölzerne Teufelsfigur entdeckt, die als alter Schutzzauber gedeutet wird. Der Grundstein der neuen Pfarrkirche wurde am 26. September 1892 gelegt. Die Kirche St. Franz Xaver entstand 1892/93 als neugotischer, einschiffiger Putzbau mit 5/8-Chor und wurde am 4. Dezember 1893 am Fest ihres Patrons, des heiligen Franz Xaver, gesegnet. 1895 wurde in der Pfarrkirche ein Kreuzweg eingerichtet. Im Inneren der Kirche befinden sich mehrere Kunstwerke aus der Zeit um 1700.
Der Dorfplatz entstand 1988/89 auf einem früheren Gartengrundstück. Der Dorfbrunnen wurde von Gerald Winter künstlerisch gestaltet. Er hat die Form einer offenen Hand, die eine runde Schale hält, aus der Wasser tritt. An der Nordwand der alten Bäckerei nahe dem Dorfplatz werden Reliefs gezeigt.
Natur
Der Lützelsoon ist ein Quarzitgebirge, zu dem Wanderzugang besteht. Ein Weg zum 569 Meter hohen Teufelsfels bietet Blicke über den Hunsrück, den Idarwald und das Nahetal sowie in Richtung Donnersberg; Bruschied bildet dabei einen Teil der umgebenden Landschaft. Die Hunsrück-Nahe-Region weist alte Buchenwälder, weite Hochflächen, eine hohe Biodiversität und regionale Kulturlandschaften auf.
Zur Hunsrück-Nahe-Wanderregion gehören der Saar-Hunsrück-Steig, der Soonwaldsteig, der Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg, die Traumschleifen und die Vitaltouren.
Unterwegs
Rudolfshaus, ein Bruschieder Ortsteil im Hahnenbachtal, bietet Zugang zu Fuß zu den mittelalterlichen Ruinen der Schmidtburg, zum Schieferbergwerk Herrenberg mit Fossilienmuseum und zur keltischen Siedlung Altburg. Die Schmidtburg wurde 962 erstmals als Schutzburg erwähnt und diente später als Verwaltungssitz, bevor 1688 große Teile zerstört wurden.
Das Besucherbergwerk Herrenberg nahe Bundenbach zeigt die Arbeit der Schieferbergleute, Fossilien und ein kleines Bergbaumuseum; es wurde so angepasst, dass Rollstuhlnutzer es besuchen können. Hunsrückbikes in Bruschied bietet Reifen-, Bremsen-, Antriebs- und Beleuchtungsservice sowie Ersatzteile für Fahrräder.
Regionale Küche
Die Hunsrück-Nahe-Region verbindet traditionelle Rezepte, frische Zutaten und eine lebendige Esskultur. SooNahe umfasst Produkte von Bauernhöfen, Mühlen, Keltereien, Bäckereien und Metzgereien aus den Regionen Hunsrück und Nahe. Diese SooNahe-Produkte sind auf Bauernmärkten, Wochenmärkten und in vielen Tourist-Informationen der Region erhältlich.
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