Merl entdecken: Wein, Wege und historische Spuren

Merl liegt am Eingang des weit in den Hunsrück hinaufführenden Merler Bachtals. Zwischen Weinbergen, Wäldern und historischen Bauwerken entsteht ein Reiseziel, das Naturerlebnis und Ortsgeschichte auf engem Raum verbindet. Wenn Sie ein Hotel in Merl suchen, können Sie Ihre Planung deshalb an den Themen ausrichten, die den Stadtteil besonders greifbar machen: Weinbau, Wanderwege und mittelalterliche Spuren.

Weinbau mit eigener Geschichte

Der Pissamann-Weinlehrpfad im Stadtteil Merl verfügt über insgesamt 15 Tafeln. Sie informieren über die Arbeit im Weinberg und über verschiedene Rebsorten. Einen passenden Einblick in die regionale Weinkultur bietet auch das Weingut Ernst Steffens in Zell-Merl. Dort werden Weinproben, auch auf Englisch, mit Rieslingweinen aus traditionellen Steillagen sowie verschiedenen Jahrgängen von Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Bacchus, Grauburgunder und Dornfelder angeboten. Zum Erlebnis gehören ein Blick hinter die Kulissen beziehungsweise ein Rundgang durch den Gewölbekeller und ein Film über die Arbeiten im Winzerjahr. Die Weinproben finden dienstags oder auf Anfrage statt.

Zum örtlichen Jahreslauf gehört das Merler Weinfest, das seit jeher als Höhepunkt im Jahreslauf des Stadtteils Merl gilt. Auch der sogenannte „Merl-Riesling“ verweist auf eine längere Weinbaugeschichte: Er wird mit dem Anbau der Rieslingrebe in Merl im 17. Jahrhundert und ihrer Verbreitung von dort an Mosel und Rhein in Verbindung gebracht.

Wandern durch Weinberge und Wälder

Der Pissamann-Rundwanderweg Zell-Merl führt durch Weinberge und Wälder hinauf in die Höhenlagen von Zell-Merl auf 410 m. Unterwegs bietet der Rundwanderweg Ausblicke über das Zellerland sowie über die Höhen von Hunsrück und Eifel. Damit lässt sich Merl aus einer landschaftlichen Perspektive erleben, die vom Talraum bis in die höher gelegenen Wein- und Waldflächen reicht. Für Ihre Tagesplanung können Sie zwischen einem Schwerpunkt auf Ortsgeschichte und einer Wanderung mit Aussicht wählen, ohne den thematischen Bezug zum Stadtteil zu verlieren.

Historische Bauwerke im Stadtteil

Der gut erhaltene Zandthof war Stammsitz und Burghaus der Familie von Zandt. Eine weitere historische Spur führt zur Pfarrkirche St. Michael in Zell-Merl. Sie gehörte einst zu einem Minoritenkloster, dessen Bau wohl auf das Ende des 13. Jahrhunderts datiert wird. Der Dachstuhl des Merler Dormitoriums im ehemaligen Minoritenkloster ist durch vier Holzproben auf 1293/94 datiert. An der Pfarrkirche befindet sich außerdem der um 1520 entstandene Antwerpener Schnitzaltar.

In der Zandtstraße sind historische Wohnhäuser und mittelalterliche Wohntürme alter Adelsfamilien erhalten. Dazu gehört der auf 1328 datierte Wohnturm in der Zandtstraße 70, der wohl dem Edelknecht Friedrich Mohr vom Wald gehörte. Der Friedhof von Merl wird von einem romanischen Chorturm überragt, der noch von der alten Pfarrkirche des Ortes stammt. Der Kirchturm in Zell-Merl ist nur von außen zu besichtigen.

Eine Tour nach Zell-Merl zur Pfarrkirche St. Michael führt von Bullay mit der Buslinie 750. Bei der Wahl einer Unterkunft in Merl können Sie daher abwägen, ob Weinproben, Wanderwege oder historische Bauwerke den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen. Die unterschiedlichen Facetten des Stadtteils reichen von den 15 Stationen des Weinlehrpfads bis zu den Ausblicken des Pissamann-Rundwanderwegs.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zell (Mosel).

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