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Üttfeld – römischer Gutshof und Kirchenkunst

Unterkünfte in Unterkünfte in Üttfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Üttfeld lädt dazu ein, archäologische Spuren und Kirchenkunst mit einem Blick auf die Landschaft des Islek zu verbinden. Ein römischer Gutshof erzählt von einer Siedlungsgeschichte, die bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus reicht. In Binscheid prägen dagegen Gemälde, Hochaltar und eine lebendige Krippentradition das kulturelle Bild. So bietet der Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Urlaub oder Kurzaufenthalt – von Geschichte am Originalstandort bis zu Kunst im Kirchenraum.

File:Uettfeld-bahnhof.jpg File:Uettfeld-bahnhof.jpg Foto: Walter Koch via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 DE

Ein römischer Gutshof zwischen Nieder- und Oberüttfeld

Im Distrikt „Auf der Burg“, zwischen Niederüttfeld und Oberüttfeld, wurden 1990/91 die Fundamente eines römischen Gutshofs freigelegt. Vermutlich entstand die Anlage um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr.; im ersten Drittel des 4. Jahrhunderts n. Chr. wurde sie aufgegeben. Diese zeitliche Einordnung macht den Fundplatz zu einem konkreten Zugang zur römischen Vergangenheit Üttfelds.

Zum Gutshof gehörte ein gut erhaltener Badetrakt. Er umfasste ein Frigidarium, also einen Kaltbaderaum, und ein Caldarium, den Warmbaderaum. Beide Räume besaßen jeweils ein Wasserbecken. Die unterschiedlichen Raumtypen geben einen anschaulichen Einblick in die Ausstattung des Gutshofs, ohne dass man sich auf allgemeine Vorstellungen von einer römischen Anlage beschränken muss.

Am Originalstandort in der Nähe des Ortsteils Oberüttfeld können Besucher den Gutshof mit einem Smartphone oder Tablet virtuell entstehen lassen und Informationen dazu abrufen. Prüfen Sie vorab, ob das digitale Angebot aktuell verfügbar ist. Der Blick auf den Fundort und die ergänzende Darstellung verbinden so die archäologischen Überreste mit einer digitalen Annäherung an die frühere Anlage.

Kirchenkunst und Tradition in Binscheid

Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Üttfeld-Binscheid vereint Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten. Ihr Renaissance-Hochaltar stammt aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Im Chorraum befindet sich außerdem ein Deckengemälde, das Christoph März um 1900 schuf. Es stellt die sieben Sakramente der katholischen Kirche im liturgischen Zusammenhang dar.

Auch die Geschichte des Gemäldes gehört zu seiner heutigen Bedeutung: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es übermalt, in den 1980er Jahren unter Pastor Kasel wieder freigelegt und aufwendig restauriert. Vor der Kirche steht ein Taufstein, mit dem eine lokale Überlieferung verbunden ist: Der heilige Willibrord soll daraus getauft haben. Diese Zuschreibung ist als Tradition überliefert, nicht als gesichertes Ereignis.

Zur wiederkehrenden Gestaltung der Kirche trägt auch die Familie Hommerding bei: Sie errichtet dort jedes Jahr eine detailreich gestaltete, stimmungsvoll beleuchtete Höhlenkrippe aus Wurzeln, Ästen und Tannenbäumen. Hochaltar, Deckenmalerei und Krippe setzen jeweils andere Akzente – von der Renaissance über ein restauriertes Gemälde bis zu einer jährlich erneuerten Darstellung.

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Mit dem Rad durch die Landschaft des Islek

Im näheren Umfeld Üttfelds verläuft die Radtour „Radeln auf der Bahntrasse“ zwischen Üttfeld und Arzfeld auf der Bahntrasse zwischen Prüm und Neuerburg. Für diesen Abschnitt hebt die Routenbeschreibung den Blick über den wilden Islek hervor. Der karge Boden bringt dort Ginster und Dornensträucher hervor; die Hochebene reicht bis nach Luxemburg. Damit verbindet die Tour eine Bahntrassenroute mit einem Landschaftsbild, das von offenem Hochland und charakteristischer Vegetation geprägt ist.

Unterkunft für Urlaub und Kurzaufenthalt

Für Urlaub oder Kurzaufenthalte stehen in Üttfeld mehrere Gasthöfe und Ferienhäuser zur Verfügung. Welche Unterkunft passt, hängt unter anderem davon ab, ob Sie einen Gasthof oder ein Ferienhaus bevorzugen. Für Informationsmaterial zu Gasthöfen und Ferienhäusern in Üttfeld ist das Verkehrsamt in der Luxemburger Straße 6 in Arzfeld eine Anlaufstelle.

Weitere Kulturziele im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Wer über Üttfeld hinaus weitere Kulturthemen einbeziehen möchte, findet im Eifelkreis Bitburg-Prüm unterschiedliche Besuchsziele. Zum Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf gehört ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebietes. Einstündige Führungen durch den Stollen vermitteln den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik; prüfen Sie vorab die aktuellen Führungstermine.

Das Devonium in Waxweiler vermittelt auf spielerische Weise komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben. Das Westwallmuseum ist in drei begehbaren Geschossen eines Bunkers eingerichtet und zeigt in unterirdischen Gängen und Räumen eine militärhistorische Ausstellung. In Rittersdorf wiederum steht eine rund 700 Jahre alte Wasserburg, die seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten ist und ein eindrucksvolles Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissance-Wohnkultur vermittelt. In der Burg gibt es außerdem ein privat geführtes Restaurant mit feiner Landküche; prüfen Sie vor einem Besuch, ob es geöffnet ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberlascheid, Strickscheid, Ammeldingen an der Our, Geichlingen, Gondenbrett, Pronsfeld, Eilscheid, Pittenbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.

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