Willwerath: Wanderweg, Stausee und Dorfgeschichte
Willwerath zeigt seinen Charakter an zwei markanten Landschaftselementen: Die Prüm fließt nahezu durch ganz Willwerath, während das Waldgebiet „Hardt“ den Ort an den Bergseiten begrenzt. Dazu kommen ein Rundwanderweg, ein Stausee, eine Mühle und eine Kirche mit eigener Bau- und Ausstattungsgeschichte. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem Naturbeobachtung, Bewegung, Kultur und lokales Vereinsleben auf engem thematischem Raum nebeneinanderstehen.
Wandern durch Wald, Wiesen und Auen
Der Weinsheimer Wanderweg verbindet Weinsheim, Gondelsheim, Willwerath und Hermespand. Er ist 12,8 km lang und als Rundwanderweg mit leichtem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad angelegt. Bei Willwerath führen Teilstrecken 3,8 km nach Gondelsheim und 2,2 km nach Hermespand. Die unterschiedlichen Längen helfen Ihnen, den Umfang eines Wandertags einzuordnen.
Die Landschaft wechselt dabei zwischen Mischwald, lichten Buchen- und Eichenbeständen, Feldern und Wiesen. Der Weg verläuft außerdem entlang der Auen von Prüm und Mühlbach, umfasst einen Abstecher zum Aussichtsturm „Eifelblick“ auf der Hardt und führt durch das Naturschutzgebiet Niesenberg. So verbindet die Strecke mehrere Landschaftsbilder mit einem Aussichtspunkt und einem geschützten Gebiet.
Stausee und Angelgewässer
Der Stausee Willwerath hat eine Wasserfläche von 1,62 ha. Seit 1971 ist er als Vereinsgewässer des Angelvereins Prüm 1967 e.V. nachweisbar. Friedfischangler haben dort die Möglichkeit, Spiegelkarpfen und Schuppenkarpfen zu befischen. Im Gewässer kommen außerdem Hechte, Zander, Barsche und Aale vor; zusätzlich werden originale Eifeler Bachforellen besetzt.
Zur Orientierung am Wasser ist der Parkplatz „Ostufer“ an der Anglerklause über Willwerath erreichbar. Dafür biegen Sie in die Straße „Im Auelsecken“ ab und folgen der weiteren Beschilderung. Die Anglerklause am Ostufer des Stausees Willwerath war während der Angelsaison an mehreren Sonntagen geöffnet.
Kirche und Mühle
Kulturell fällt die Sankt-Lambertus-Kirche ins Auge. Die heutige Kirche ist ein nachbarocker Saalbau mit Dachreiter; ihre Jahreszahl 1869 verweist auf das Baujahr, und 1904 wurde sie dem kirchlichen Gebrauch übergeben. Im Inneren stammt der kleine Rokokoaltar aus der Pfarrkirche Nussbaum und wurde in den 1980er-Jahren restauriert.
Die Willwerather Mühle am Mühlbach ist eine Mahl- und Sägemühle. Zusammen mit der Kirche setzt sie einen architektonischen und handwerklichen Akzent neben den Naturthemen des Ortes.
Traditionen im Dorf
Zum Ortsleben gehören wiederkehrende Termine: Seit vielen Jahrzehnten stellen Feuerwehr und Junggesellen von Willwerath in der Hexennacht den Maibaum auf. Die Feuerwehr übernimmt alljährlich am Radfahrsonntag „Lustiges Prümtal“ am ersten Septemberwochenende die Bewirtung. Alle zwei Jahre richtet sie ein Sommerfest im Dorfgemeinschaftshaus aus. Diese festen Anlässe machen die dörfliche Tradition in unterschiedlichen Jahresrhythmen sichtbar.
Unterkunft und regionale Orientierung
Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Willwerath suchen, können Sie die Schwerpunkte des Ortes nach Ihren Interessen gewichten: Der Wanderweg steht für Bewegung, Stausee und Prüm für das Thema Wasser, Kirche und Mühle für Bau- und Ortsgeschichte, die Feste für dörfliche Tradition. Für die regionale Orientierung können Sie außerdem Gondelsheim betrachten.
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