Mainz: Domgeschichte, Gutenberg und Wein
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Ein Dom mit 1.000-jähriger Geschichte, Gutenbergs Erbe, Chagalls leuchtend blaue Kirchenfenster und Weintradition: Mainz vereint verschiedene Anlässe, eine Reise nach den eigenen Interessen zu planen. Überlegen Sie bei der Wahl Ihres Aufenthalts, ob Kultur, Spaziergänge oder regionale Ess- und Trinktraditionen für Sie im Mittelpunkt stehen sollen.
Neuer Plan der Stadt Mainz - gezeichnet und lithographirt von J. Lehnhardt
Foto: Lehnhardt, J. (18..-18.. ; lithographe). Auteur du texte via Source, Public domain
Dom, Museum und Kirchenkunst
Der Dom St. Martin, auch Mainzer Dom genannt, ist ein Wahrzeichen der Stadt. In seinen angegliederten Stiftsgebäuden im Kreuzgang befindet sich das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum. Dort sind religiöse Kunstschätze des Spätmittelalters und der Neuzeit in restaurierten spätgotischen Ausstellungsräumen zu sehen. Zum Dom gehört außerdem eine gut erhaltene Porträtgalerie mit Grabdenkmälern aus dem 11. bis 20. Jahrhundert. Ihre Vollständigkeit und ihr Erhaltungszustand machen sie zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Doms.
St. Stephan setzt einen anderen kunstgeschichtlichen Akzent: Die Kirche ist die älteste gotische Hallenkirche der Stadt und wurde im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert errichtet. Ihre neun leuchtend blauen Glasfenster von Marc Chagall zeigen biblische Motive. Chagall schuf sie zwischen 1978 und 1985 als Symbol der Versöhnung zwischen Judentum und Christentum. Der Vergleich mit den Kunstwerken im Dom zeigt, wie unterschiedliche Epochen und Themen in Mainzer Kirchen aufeinandertreffen.
Gutenberg und Mainzer Geschichte entdecken
Das Gutenberg-Museum widmet sich Johannes Gutenberg, seinen Erfindungen und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart. Der Gutenbergpfad führt vom Museum bis zum Algesheimer Hof, dem letzten Wohnsitz Gutenbergs. So lassen sich bei der Reiseplanung Museum und ein weiterer mit Gutenberg verbundener Ort als unterschiedliche Stationen berücksichtigen.
Auch die Zitadelle verbindet Geschichte und Aufenthalt im Grünen. Auf ihrem Gelände ist der Drususstein sehenswert; sein erhaltener Kern geht auf ein von den Römern für den Feldherrn Drusus errichtetes Ehrenmal zurück. Weitläufige Grünflächen, alte Baumbestände und Spazierwege gehören ebenfalls zur Zitadelle, dazu kommen Ausblicke auf Mainz. Individualbesucher können das Gelände mithilfe von QR-Codes an historischen Tafeln erkunden und Informationen zu den verschiedenen Gebäuden aufrufen.
Wer sich für die 2.000-jährige Geschichte der Stadt interessiert, kann öffentliche Altstadtrundgänge mit ausgebildeten Gästeführerinnen und Gästeführern einplanen. Sie finden regelmäßig zu festgelegten Terminen statt; prüfen Sie die Termine vor Ihrem Besuch. Für Gruppen werden außerdem individuelle Führungen mit frei wählbaren Terminen und Themen angeboten. Deren Verfügbarkeit hängt von den Buchungsarrangements ab.
Zu Fuß unterwegs und Weintraditionen erleben
Ein großer Teil der Mainzer Innenstadt ist Fußgängerzone. Geschäfte sind dort zu Fuß bequem und in kurzer Zeit erreichbar; auch die Innenstadt und das Rheinufer laden zum Zu-Fuß-Gehen ein. Der mainz STORE beziehungsweise die Tourist Information liegt zentral in der Innenstadt direkt am Domplatz und ist eine Anlaufstelle für Besucherinnen und Besucher. Dort gibt es eine Vinothek mit Weinen aus Mainz, Rheinhessen und ganz Rheinland-Pfalz sowie einen Shop mit Souvenirs, Büchern und typischen Mainzer Spezialitäten.
Mainz liegt im größten Weinanbaugebiet Deutschlands, Rheinhessen. Einen Einblick in diese Weintradition bietet ein geführter Spaziergang durch die Mainzer Weinberge mit anschließender Weinprobe unter freiem Himmel. Das Weinberg-Erlebnis umfasst fünf Weine und eine Mainzer Winzervesper mit Weck und Worscht. Da sich Angebotsdetails ändern können, empfiehlt es sich, sie vor der Planung zu prüfen.
Eine andere Gelegenheit, Weinschorle und regionale Esskultur zusammenzubringen, ist das Mainzer Marktfrühstück: Es findet samstags von März bis November statt und verbindet einen Schoppen Mainzer Weinschorle vom Stand der Mainzer Winzerinnen und Winzer mit einem Brötchen und Fleischwurst. Traditionell gehört dazu „Weck, Worscht und Woi“. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Termine.
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