Bell – Waldwege und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Unterkünfte in Bell
Bell verbindet ein ausgedehntes Wandergebiet mit markanten Zeugnissen der Dorfgeschichte und einer bis heute fortgeführten Backtradition. Wenn Sie für Ihre Reise Natur, Handwerk und historische Bauwerke in den Blick nehmen möchten, finden Sie hier unterschiedliche Themen, die sich gut miteinander vergleichen lassen.
Hochwald und Wege rund um Bell
Das Wandergebiet von Bell umfasst etwa 150 Hektar und besteht überwiegend aus lichtem Hochwald mit Buchen und Eichen. Flora und Fauna gelten als sehr artenreich. So ist die Landschaft nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihren Waldcharakter geprägt.
Zum Wanderwegenetz gehören Ruhebänke, Grillplätze und Schutzhütten für Wanderer. Diese Ausstattung gibt Ihnen verschiedene Möglichkeiten, eine Tour zu unterbrechen oder eine Rast einzuplanen. Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie deshalb abwägen, ob das Wandergebiet oder eher die historischen und handwerklichen Seiten des Ortes Ihre Reise prägen sollen.
Kapellen, Brunnen und Dorfgeschichte
Die katholische Pfarrkirche St. Florinus ist ein imposanter Tuffsteinbau. Ihr Bau begann 1913; fertiggestellt und eingeweiht wurde sie am 10. Juli 1916. Die Nikolauskapelle setzt einen deutlich älteren zeitlichen Akzent: Sie ist spätromanisch und wurde erstmals 1249 urkundlich erwähnt.
Auch der Hasenbrunnen, umgangssprachlich Hassebuhr genannt, gehört zur örtlichen Landschaftsgeschichte. Er liegt im Süden von Bell am Ende der Brunnenstraße und ist die Quelle des Bellerbachs. Auf dem 2010 errichteten Dorfplatz in der Hummesgasse befinden sich eine historische Schmiede und eine Brunnenanlage mit dem Beller Wahrzeichen „einer Jäß“. Diese unterschiedlichen Orte machen sichtbar, wie sich Baugeschichte, Handwerk und lokale Zeichen in Bell begegnen.
Backhandwerk als lebendige Tradition
Der Schaubackofen im Bereich Hauptstraße, Wehrer Straße und Gänsehalsstraße kann besichtigt werden. Neben dem Backofen sind dort einige Handwerkszeuge der Backofenbauer zu sehen. Die Handwerkstradition besteht bis heute fort: Drei Firmen führen den Backofenbau mit einem anderen Verfahren, dem Dampf-Stahlbackofen, weiter. Der originale Beller Steinbackofen auf dem Gemeindeplatz ist ebenfalls weiterhin in Betrieb.
Wenn Sie sich für Alltags- und Handwerksgeschichte interessieren, bieten diese Details verschiedene Perspektiven: Der Schaubackofen zeigt neben dem Ofen auch Werkzeuge, während die fortgeführte Tradition ein heutiges Verfahren einbezieht. Die beiden Aspekte lassen sich beim Erkunden des Ortes gedanklich miteinander verbinden, ohne dass sie dasselbe erzählen.
Wanderungen und ein wiederkehrender Dorftermin
Von Bell aus hat der 14,2 Kilometer lange Waldseepfad Rieden seinen schnellsten Einstieg am Wandererparkplatz Gänsehals. Für die 12,9 Kilometer lange Vierberge-Tour liegt der schnellste Einstieg von Bell aus am Gemeindeplatz. Die Streckenlängen und Einstiegspunkte bieten Ihnen einen konkreten Vergleich für die Tourenplanung. Prüfen Sie die Routenangaben vor dem Aufbruch noch einmal, damit Ihre Planung zu den aktuellen Wegbedingungen passt.
Ein anderer Anlass für die Reiseplanung ist die Beller Kirmes. Sie wird traditionell am dritten Sonntag im Juli gefeiert und hat sich seit Jahrzehnten als Dorfkirmes im Sommerkalender von Bell und der Region etabliert. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf den Termin ausrichten möchten, prüfen Sie das genaue Datum und das Programm für das jeweilige Jahr.
Bell und das übergeordnete Reiseziel Mayen-Koblenz
Auch das übergeordnete Reiseziel Mayen-Koblenz bietet weitere kulturhistorische Themen. In Mayen steht die Genovevaburg, die 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut wurde. Diese regionale Perspektive ergänzt die örtlichen Bau- und Handwerksthemen in Bell um einen eigenen historischen Bezugspunkt.
Weitere Reiseziele entdecken: Hatzenport, Weiler, Baar, Mertloch, Ettringen, Weitersburg, Nörtershausen, Urmitz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.