Nickenich: Römergeschichte und Vulkanlandschaft
Unterkünfte in Unterkünfte in Nickenich
Nickenich verbindet römische Zeugnisse mit Themenwegen, Wald und Vulkanismus. So lässt sich der Ort je nach Interesse kulturell oder draußen erkunden: vom steinernen Grabmal über Wege mit unterschiedlichen Längen bis zum Aussichtspunkt am Eppelsberg. Auch die Lage an der Deutschen Vulkanstraße und an der Straße der Römer gibt Nickenich einen klaren Bezug zu Vulkanismus und römischer Geschichte.
Römische Zeugnisse und Baumwissen
Am Nickenicher Sportplatz befindet sich der Tumulus, ein römisches Grabmal. Sein aufwendiger steinerner Rundbau wurde aus Tuff des Römerbergwerks Meurin errichtet. Ebenfalls am Sportplatz wurde 2010 das römische Stelengrabmal enthüllt. Die beiden Denkmäler setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht die Bauform des Tumulus im Mittelpunkt, dort das Stelengrabmal.
Eine andere kulturelle Perspektive bietet der Keltische Baumkreis. Er vermittelt Teile alten keltischen Wissens über Bäume, darunter ihnen zugeschriebene Eigenschaften und die Einteilung des Jahres in Zeitphasen. Vom Parkplatz Keller Kreuz/Heimschule führt ein etwa 100 Meter langer Weg zur Anlage; dort gibt es eine Informationstafel und Ruhebänke. Etwa 100 Meter entfernt liegt die Nickenicher Baumreihe mit dem Ginkgo „Baum des Jahrtausends“ und den „Bäumen des Jahres“ ab 2000. Informationstafeln vermitteln dort Wissen über bemerkenswerte Bäume.
Wanderwege nach Streckenlänge wählen
Für die Planung eines Wandertages bietet Nickenich Wege mit unterschiedlichen Distanzen. Der Rundweg „Nickenicher Hochwald“ ist 7 Kilometer lang. „Rund um den Hummerich“ umfasst 9 Kilometer, der Rundweg „Von Aare Weg“ 9,5 Kilometer. Die drei Strecken führen durch den Nickenicher Wald; ihre Längen helfen dabei, unterschiedliche Tourenumfänge ins Auge zu fassen, ohne sie gleichzusetzen.
Der Traumpfad „Pellenzer Seepfad“ ist mit 16 Kilometern länger und weist einen Höhenunterschied von 594 Metern auf. Als Startparkplätze sind das Hotel Burgklause, die Kultur- und Infoscheune, der Tumulus sowie Keller Kreuz angegeben. Damit stehen mehrere benannte Startmöglichkeiten zur Orientierung bereit. Wer Touren auswählt, kann die ausgewiesene Streckenlänge und den Höhenunterschied als konkrete Planungsgrößen heranziehen.
Vulkanlandschaft am Eppelsberg
Nickenich liegt am Rand des Naturschutzgebiets „Laacher See“. Ein weiterer Blick auf die vulkanische Landschaft führt zum Eppelsberg, einem vulkanischen Naturdenkmal in Nickenich. Die Ablagerungen, aus denen der Eppelsberg aufgebaut ist, stammen aus fünf verschiedenen vulkanischen Ausbruchsphasen – ein bemerkenswerter geologischer Einblick in die Entstehung des Ortes.
Zum Aussichtspunkt Eppelsberg führt ein etwa zwei Kilometer langer, leicht ansteigender Waldweg mit Informationstafeln zum Vulkanismus. Der Weg verbindet damit Bewegung im Wald mit Erläuterungen zum geologischen Thema. Zusammen mit den kürzeren Rundwegen ergibt sich eine Auswahl zwischen verschiedenen Streckenlängen und Schwerpunkten: Waldwege, Vulkanismus oder die kulturellen Stationen in Nickenich. Welche davon zu Ihrem Aufenthalt passt, hängt davon ab, worauf Sie Ihren Ausflug ausrichten möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Urmitz, Bendorf, Lonnig, Ochtendung, Herresbach, Urbar, Weiler, Pillig.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.