Niedertiefenbach: Hotels und Unterkünfte
Niedertiefenbach liegt im tief eingeschnittenen Hasenbachtal, das vor Ort als „Einricher Schweiz“ beschrieben wird. Wer ein Hotel in Niedertiefenbach buchen möchte, kann die Unterkunftssuche anschließend fortsetzen.
Natur
Der Limes-Wanderweg führt an gut erhaltenen Reihen von Obstbäumen vorbei, in denen Feldsperlinge, Stare, Blaumeisen und Kohlmeisen brüten. Zwischen Holzhausen und Obertiefenbach folgt der Weg Heckenstrukturen, an denen im Sommer brütende Neuntöter zu sehen sind. Außerdem bietet der Limes-Wanderweg Ausblicke in das obere Hasenbachtal, in dem Niedertiefenbach direkt am Hasenbach liegt.
Wege
Bei Pohl erläutert eine Informationstafel, dass Ausgrabungsergebnisse das ehemalige Kastell als Holz-Erde-Kastell identifiziert haben. Die Route führt weiter über die Weißler Höhe und das Jammertal zum Dörsbachtalweg. Im Netzwerk des Drei-Kastelle-Rundwegs in der Welterberegion Rhein-Lahn ist Niedertiefenbach verzeichnet; das Netzwerk umfasst Rundwander- und Radwege mit Verbindungswegen. Der Abschnitt Pohl–Sauerbrunnen Marienfels ist etwa 6 km lang und dauert etwa 2 Stunden.
Kultur
Die Evangelische Kirche Zum Heilig Kreuz in Niedertiefenbach ist als eine der ältesten Kirchen im Lahnbereich dokumentiert und wurde erstmals 1185 erwähnt. Zu ihren historischen Ausstattungsmerkmalen gehören eine Schöler-Orgel von 1752, eine Taufschale aus dem späten 16. Jahrhundert, Apostelschnitzereien aus dem 16. Jahrhundert und mittelalterliche Emporenfresken.
Geschichte
Nordwestlich von Niedertiefenbach im Hasenbachtal liegt der jüdische Friedhof. Er wurde wahrscheinlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt und bis 1937 genutzt. Der Friedhof hat 28 Grabsteine, viele davon mit Inschriften in Hebräisch und Deutsch. Acht Menschen, die in Niedertiefenbach geboren wurden oder lange dort lebten, wurden im Holocaust ermordet.
Jüdische Familien lebten in Niedertiefenbach bereits vor der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die jüdischen Einwohner bildeten mit den jüdischen Gemeinden aus Obertiefenbach und Roth einen Synagogenbezirk. Historisch gehörte Niedertiefenbach zur Grafschaft auf dem Einrich und zum Vierherrisch. 1816 wurde der Ort mit der Hessischen Untergrafschaft Teil des Herzogtums Nassau.
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