Freirachdorf: Hotels und Unterkünfte

Freirachdorf wird als Ort in sanften Bachtälern beschrieben, umgeben von Wiesen und Wäldern. In dieser Landschaft gibt es Möglichkeiten zu ruhigen Spaziergängen, Radtouren und zur Erkundung der Landschaft des südlichen Westerwalds. Die ehemaligen Steinbruchgewässer in Freirachdorf werden von einem örtlichen Angelverein als idyllische Teiche gepflegt; dort kann man die Natur genießen und verweilen.

Natur und Geografie

Die Straßenanbindung Freirachdorfs erfolgt über die Autobahn A3 sowie die Bundesstraßen B8 und B413. Selters, Dierdorf und Hachenburg liegen in der Nähe. Im Westerwald führen Radrundtouren an Flüssen, durch Täler und zu historischen Sehenswürdigkeiten; sie sind sowohl für erfahrene als auch für Freizeitradler ausgeschildert.

Geschichte und Kultur

Im Rathaus, dem ehemaligen Schulgebäude, ist eine Kopie der mit Freirachdorf verbundenen Urkunde von 1190 ausgestellt. Historisch lag Freirachdorf an einer Route, die vom Rhein über Dierdorf, Marienhausen, Mündersbach und Höchstenbach nach Hachenburg führte.

Die heutige Kirche wurde 1851/52 erbaut. Sie steht an der Stelle einer Kapelle, die im 16. Jahrhundert vor der Reformation errichtet wurde, und wurde am 10. August 1852 geweiht. Die als Kirmes bekannte Kirchenfeier findet am ersten Sonntag nach dem 10. August statt. Im Zentrum liegt der Freigrafenplatz mit einem Spielplatz, einer großen Rasenfläche und einer Buswendefläche; dort werden Dorffeste wie die Kirmes und die Maifeier veranstaltet.

Unterhalb der Kirche befindet sich in der Mauer an der Straße nach Roßbach noch eine Grabsteininschrift für Schultheiß Johan Humrich aus dem Jahr 1669. Die kleinere der erhaltenen Kirchenglocken soll 1474/75 vom Hachenburger Glockengießer Tilmann gegossen worden sein.

Der Abbau von Quarzit in Freirachdorf begann nach Entdeckungen im späten 19. Jahrhundert und dauerte fast 100 Jahre. Das rekultivierte Bergbaugelände wurde Anfang der 1980er-Jahre an die Gemeinde zurückgegeben. Bei den Abbauarbeiten am Kreuzberg wurde außerdem ein prähistorischer Mammutstoßzahn gefunden, der heute im Heimatmuseum Hachenburg aufbewahrt wird.

Auf der Freilichtbühne an der Festwiese „Unter den alten Eichen“ wurden Amateuraufführungen von „Schinderhannes“ und „Balzar von Flammersfeld“ gezeigt; der Platz ist als Schinderhannes-Platz bekannt.

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