Hohenwarsleben zwischen Holunderradweg und Kulturlandschaft
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Hohenwarsleben verbindet eine Radrunde, dörfliche Baugeschichte und eine Landschaft, in der natürliche Formen, Gewässer und Spuren früherer Nutzung nebeneinander liegen. Der mittlere Holunderradweg, die romanische Dorfkirche St. Benedikt, die Max-Bösche-Stube und archäologische Fundstellen setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Mit dem Holunderradweg durch die Börde
Der mittlere Holunderradweg führt auf 20,2 Kilometern von Niederndodeleben über Irxleben und Hohenwarsleben zurück nach Niederndodeleben. Als Rundkurs hat die Strecke in Niederndodeleben denselben Ausgangs- und Endpunkt. Hohenwarsleben liegt dabei zwischen Niederndodeleben und Irxleben auf dem Verlauf. Für die Planung eines Radausflugs sind ein fester Ausgangsort, ein fester Rückkehrpunkt und eine konkrete Streckenlänge gegeben. So bleibt die Planung an der belegten Länge orientiert und lässt Raum für individuelle Pausen und das eigene Tempo.
Das gesamte Holunderradwegenetz verläuft durchweg über sehr gut befahrbare Radwege, sichere Ortsstraßen in den Dörfern und gut ausgebaute ländliche Nutzwege aus Asphalt oder „Hostenträger“-Betonspuren. Die unterschiedlichen Wegarten gehören damit zum konkreten Streckenbild. Wer Hohenwarsleben mit dem Fahrrad besucht, kann die Routenlänge als festen Rahmen nehmen und den Wechsel der Wegarten in die Tagesplanung einbeziehen. Der Verlauf verbindet dörfliche Abschnitte und ländliche Nutzwege innerhalb des Netzes.
Hügel, Niederungen, Teiche und Biotope
Der Landschaftscharakter des Landschaftsschutzgebiets Hohe Börde rund um Hohenwarsleben wird durch eiszeitlich entstandene Hügel und Geländekanten sowie dazwischenliegende kleine Niederungen der dort entspringenden Fließgewässer geprägt. In und rund um Hohenwarsleben gibt es eine Vielzahl idyllischer Teiche und Biotope. Einige dieser Gewässer entstanden durch Tonabbau und Ziegelproduktion, andere legte der Hohenwarsleber Landwirt und Naturfreund Max Bösche als Fischzuchtteiche an. Die Landschaft trägt dadurch sowohl geologische Formen als auch Spuren verschiedener menschlicher Nutzung.
St. Benedikt und die Max-Bösche-Stube
Die romanische Dorfkirche St. Benedikt ist das älteste Gebäude von Hohenwarsleben. Im Dorfgemeinschaftshaus befindet sich die Max-Bösche-Stube. Sie erinnert an Max Bösche, der Maler, Fotograf, Heimatforscher und Dichter war und die plattdeutsche Mundart pflegte. Seine Tätigkeitsfelder reichen damit von Kunst und Fotografie über Heimatforschung und Dichtung bis zur regionalen Sprache.
Archäologische Spuren in der Hohen Börde
Auch die Zeit vor der heutigen Dorfgeschichte ist rund um Hohenwarsleben präsent. Im Landschaftsschutzgebiet Hohe Börde weist die Gegend um Hohenwarsleben 38 archäologische Fundstellen auf. An fünf Fundstellen zeichnet sich eine Besiedlungskontinuität von der Jungsteinzeit bis in die römische Kaiserzeit und teilweise bis ins Mittelalter ab. In der Gemarkung Hohenwarsleben ist die frühe Jungsteinzeit durch acht Fundstellen der Linienbandkeramikkultur belegt. Die Fundstellen ergänzen die sichtbare Landschaft und die Ortsgeschichte um konkrete Spuren früher Besiedlung.
Weitere Orte in der Hohen Börde
Weitere Orte in der Hohen Börde: Bebertal und Wellen.
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