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Borstendorf entdecken: Schachwanderweg und Dorfgeschichte

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2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Borstendorf verbindet eine ungewöhnliche Handwerkstradition mit abwechslungsreichen Wegen durch den Ort und seine Umgebung. Besonders prägend ist die Geschichte der Dame- und Schachbrettproduktion, die sich heute auf einem Schachwanderweg, an historischen Bauwerken und entlang alter Verkehrswege entdecken lässt. Dazu kommen eine lange Rundwanderung, eine kürzere Route mit Waldlabyrinth und jahreszeitliche Veranstaltungen.

Wandern zwischen Schachfiguren und Höhenweg

Der Schachwanderweg vermittelt die Geschichte der Schachbrettproduktion mit 16 übergroßen Schachfiguren und Informationstafeln entlang des Rundwegs. Als vollständig ausgeschilderter Rundweg ist er etwa 15 Kilometer lang; kürzere Varianten sind möglich. Die Wege sind breit und gut befestigt. Rastplätze laden zum Picknicken ein, außerdem besteht die Möglichkeit zur Einkehr in Oehmes Gaststätte mit Biergarten.

Für Familien und alle, die eine kürzere Strecke bevorzugen, bietet der Bambiniwanderweg mit Waldlabyrinth mehrere konkrete Anlaufpunkte. Der Rundweg ist 4,5 Kilometer lang und führt überwiegend über befestigte Wege. Er ist mit Kinderwagen begeh- beziehungsweise befahrbar. Zum Weg gehören Mitmachstationen und ein Quiz. Das Waldlabyrinth umfasst etwa 1,1 Kilometer und eine Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern. Damit stehen auf einer Route sowohl Bewegung als auch spielerische Aufgaben und Orientierung im Wald im Mittelpunkt.

Die Route „Blick auf Borstendorf vom Höhenweg“ beginnt und endet an der Kirche Borstendorf. Von dort bietet sie Panoramablicke auf Borstendorf, das Erzgebirge und Augustusburg. Der feste Bezug zur Kirche verbindet den Rundweg mit einem markanten Bauwerk des Ortes, während die Aussicht den Blick über Borstendorf hinaus auf die umgebende Landschaft lenkt.

Dorfkirche, Orgel und Schachbrettgeschichte

Die Dorfkirche Borstendorf wurde 1820 erbaut und ist als Einzeldenkmal mit baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung ausgewiesen. In ihr befindet sich die Göthel-Orgel, die der Orgelbauer Christian Friedrich Göthel (1804–1873) erbaut hat. Wer sich für Architektur, Orgelbau und Ortsgeschichte interessiert, findet hier mehrere eigenständige Themen an einem konkreten Ort.

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Die Schachbretttradition reicht in Borstendorf über einzelne Objekte hinaus. Der Ort hatte fünf Schachbrettfabriken und war weltweit ein Hauptsitz der Herstellung von Dame- und Schachbrettern. Die Dame- und Schachbrettfabrik K. P. Uhlig produzierte in ihrer Blütezeit 7.000 Schachsätze pro Monat.

Auch die alte Dorfstraße erzählt von wirtschaftlichen Verbindungen. Sie diente als Transportweg nach Freiberg. Über sie wurde unter anderem die in Borstendorf in großer Menge hergestellte Holzkohle zu den Schmelzhütten gebracht. Die Route verweist damit auf einen Abschnitt der Ortsgeschichte, in dem Herstellung und Transport eng miteinander verbunden waren.

Veranstaltungen und saisonale Eindrücke

Der Freiluft-Weihnachtsberg Borstendorf stellt die Weihnachtsgeschichte als Installation im Freien mit Licht und Ton dar. Im Freibad Borstendorf finden im Jahresverlauf Veranstaltungen statt, darunter das „Wanderkino“ in der Sommersaison und das „Abbaden“ im Rahmen des „Lebendigen Adventskalenders“ in der Adventszeit. Diese Beispiele ergänzen die Wander- und Kulturthemen um Anlässe, die Borstendorf zu verschiedenen Zeiten des Jahres erlebbar machen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grunhainichen.

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