Die Kellerberge Penig wurden 1511 von den Brüdern Wolff und Peter Rodten begonnen. Sie erstrecken sich über ungefähr zwei Kilometer Gänge auf drei Ebenen und sind für Besucher zugänglich. Wer ein Hotel in Penig buchen möchte, kann die Unterkunftssuche anschließend fortsetzen.
Kultur und Geschichte
Penigs Rathaus entstand 1545/46 im sächsischen Frührenaissance-Stil und besitzt ein reich verziertes dreiteiliges Portal aus Rochlitzer Porphyr.
Ein System schmaler Gassen verbindet die hoch gelegene Stadtkirche „Unser Lieben Frauen Auf Dem Berge“ mit den tiefer liegenden Straßen. Das bedeutende spätgotische Bauwerk entstand zwischen 1476, als sein Turm errichtet wurde, und 1515. In seinem Inneren befindet sich eine von Constantin Saytz 1688 geschaffene Kassettendecke mit 70 biblischen Szenen.
Sankt Aegidien ist eine romanische Kirche, die erstmals 1157 erwähnt wurde. Dort wird außerdem die jährliche Tradition eines Stiftsgottesdienstes am ersten Sonntag nach Trinitatis bewahrt.
Um 1500 gab es in Penig zwölf Töpfer, die eine örtliche Töpfersteuer entrichteten. Die historischen Töpferwerkstätten bildeten außerhalb des Chemnitzer Tores den Vorort Topfanger, weil von den Töpferöfen Brandgefahr ausging. Die örtliche Überlieferung von der „Großen Topf zu Penig“ erzählt von einem riesigen Topf, den Peniger Töpfer unter Meister Hans Weider formten.
Wege und Natur
Ein Wanderweg am linken Ufer zwischen Penig und Amerika führt, nachdem er in den Laubwald eingetreten ist, am Denkmal Weiße Spitze vorbei. Die Weiße Spitze ist ein mehr als zwei Meter hoher roter Obelisk aus Rochlitzer Porphyr, der an die Kämpfe an den Muldeübergängen im Jahr 1813 erinnert. In Penig verlaufen Spazierwege entlang der Zwickauer Mulde und zwischen den Stadtteilen. Zur Orientierung von Gästen und Spaziergängern stellt Penig einen Kartenausschnitt mit Wegen und Straßen rund um die Stadt bereit.
Der Naturpark Köbe in Penig umfasst rund zwölf Hektar bewaldetes Gelände mit einem Teich, einem Abenteuer-Spielplatz und Tiergehegen. Außerdem gibt es im Park einen ausgebauten Wanderweg und eine Möglichkeit zum Ausruhen.
Geografische Einordnung
Die Tourismusregion Rochlitzer Muldental zählt die unterirdischen Gänge von Penig innerhalb des „Tals der Burgen“ zu ihren Besucherhighlights.