Sollwitt: Hotels und Unterkünfte
Sollwitt ist mit dem Pobüller Moor verbunden. Die Torfschicht dort ist bis zu sieben Meter dick; Teile des Moors wurden 1927 urbar gemacht.
Natur
Das Pobüller Bauernholz ist ein Landschaftsschutzgebiet auf einem flachen Endmoränenrücken in der Husum-Bredstedt-Geest. Es umfasst Laubwald, Feuchtwiesen, Moore und Felder auf etwa 152 Hektar. Die Feuchtgebiete bieten zahlreichen Vogelarten Brut- oder Rastlebensraum. Das Pobüller Bauernholz ist außerdem als NATURA-2000-Gebiet ausgewiesen.
Radfahren
Radwege verbinden Sollwitt mit Viöl und Süderhackstedt. Die GeestRundtour erreicht Sollwitt, nachdem sie durch das Landschaftsschutzgebiet Pobüller Bauernholz und das Nordermoor geführt hat. Sie verläuft überwiegend über verkehrsarme Nebenstraßen oder Feldwege und meidet, wo möglich, Hauptstraßen. Die GeestRundtour wird als 31,6 Kilometer lange Route mit einer Dauer von 2 Stunden und 5 Minuten beschrieben.
Geschichte
Die dokumentierte Siedlungsgeschichte Sollwitts reicht bis 1407 zurück. Feuersteinwerkzeuge und -waffen weisen auf eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit hin, während Eisenschlacke auf prähistorische und frühgeschichtliche Raseneisenerzverhüttung in der Gegend deutet. Ein bei der Straße zwischen Sollwitt und Süderhackstedt gefundener jungsteinzeitlicher Steinhacken weist eine Verzierung auf, die möglicherweise auf eine rituelle Nutzung hindeutet.
Zur Ortsgeschichte gehört auch die historische Herkules-Windturbine in Pobüll: Sie wurde 1923 gebaut und 1924 in Betrieb genommen. Ihr Rotor hatte einen Durchmesser von 12 Metern, der Turm war 28 Meter hoch und die Winddynamo leistete 13 Kilowatt. Die Turbine trieb außerdem eine angeschlossene Getreidemühle an. Mit ihr waren 120 installierte Lampen, eine Turmlampe für die Dorfbeleuchtung und acht Elektromotoren zum Dreschen und Häckseln verbunden.
Der Ortskulturring Sollwitt-Pobüll besteht seit 1953 und veranstaltet jährlich Veranstaltungen und Kurse. Der Dingstock wurde in der ländlichen Selbstverwaltung verwendet, um Versammlungen oder Verhandlungen beim Bauervogt einzuberufen. Die Dingstöcke aus Sollwitt und Sollwittfeld hatten gespaltene Enden, in denen schriftliche Mitteilungen festgehalten wurden; der Überbringer trug sie von Nachbar zu Nachbar.
Die vier historischen Erbpachthöfe in Sollwitt gehörten ursprünglich dem Domkapitel, der katholischen Kirchenverwaltung in Schleswig. Im Gemeindewappen stellt ein belaubter Baum Pobüll dar; er verweist auf den nahe gelegenen Pobüller Bauernwald. Im Siedlungsbereich Klein-Sollwitt sind Reste älterer Bausubstanz erhalten. Ein ausgehöhlter Stein könnte als Trog zum Zerstoßen von Getreide und Grassamen gedient haben.
Wer ein Hotel in Sollwitt buchen möchte, kann die Unterkunftssuche anschließend fortsetzen.
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