Salomonsborn: Ortstradition und Erfurts Kultur
Unterkünfte in Unterkünfte in Salomonsborn
Salomonsborn liegt am nordwestlichen Rand von Erfurt. Bewohner nennen den Ort liebevoll auch Salome. Für die Reiseplanung bietet sich ein klarer Blick auf beides an: Salomonsborns eigene Traditionen und die Kultur- und Ausflugsziele in Erfurt.
Historical map of the area around Erfurt, map section Alach
Foto: Ponickau und Sydow via Wikimedia Commons, Public domain
Lokale Tradition und ein besonderes Orgel-Erbe
Die spätbarocke Hesse-Orgel der St. Dionysius-Kirche in Salomonsborn stammt aus dem Jahr 1764. Derzeit ist sie außerhalb der Kirche eingelagert. Wenn Sie sich für die Orgel interessieren, prüfen Sie vor einem Besuch den Restaurierungsstatus. So gehört zur Orientierung nicht nur ihr hohes Alter, sondern auch ihre aktuelle Situation.
Zur Zeltkirmes in Salomonsborn gehört eine Kirmesdisko. Das verbindet einen traditionellen Festanlass mit einem weiteren Programmpunkt für den Abend. Wer sich für das örtliche Festleben interessiert, kann diese beiden Aspekte gemeinsam im Blick behalten; die Zeltkirmes und die Disko sind dabei die konkreten Anknüpfungspunkte.
Erfurt: mittelalterliche Geschichte und Stadtbaukunst
In Erfurt umfasst das UNESCO-Welterbe Jüdisch-Mittelalterliches Erbe die Alte Synagoge, die Mikwe und das Steinerne Haus. Sie liegen im Herzen der Erfurter Altstadt und gelten als seltene, außergewöhnlich gut erhaltene Beispiele jüdischer Bauwerke in Mitteleuropa. In der Alten Synagoge werden zudem Zeugnisse der mittelalterlichen jüdischen Kultur Erfurts präsentiert. Wer sich für Geschichte interessiert, findet hier sowohl das bauliche Erbe als auch dessen kulturellen Zusammenhang als eigene Themen.
Ein anderes Bild der Stadtgeschichte bietet die Krämerbrücke: Sie ist ein Wahrzeichen Erfurts und Europas längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke. Direkt auf der Brücke wird bei Goldhelm eine Verkostung angeboten; für die Planung lohnt es sich, aktuelle Details vorab zu prüfen. Auch die Kirchen setzen unterschiedliche architektonische Akzente. Der Dom St. Marien vereint einen hochgotischen Chor, einen romanischen Turmbereich und eine spätgotische Westhalle. In der St. Severikirche treffen die Form einer fünfschiffigen gotischen Hallenkirche und ihre Geschichte als Stiftskirche einer Chorherren-Gemeinde ab dem 12. Jahrhundert aufeinander.
Zu den Kunstwerken der St. Severikirche zählen der Severisarkophag von 1365, dessen Seitenwände den Lebensweg des Heiligen zeigen, eine Steinmadonna von 1345 und ein 15 Meter hoher Taufstein von 1467. Hinzu kommen weitere Kunstwerke. Der Domplatz ist zugleich ein wichtiger Orientierungspunkt: Von dort führt eine 70-stufige Freitreppe auf den Domberg mit Dom St. Marien und St. Severikirche.
Gärten, Tiere und weite Blicke in Erfurt
Der egapark Erfurt bündelt verschiedene Gartenthemen: Zu seinen Bereichen gehören das Danakil-Wüsten- und Dschungelhaus, Themengärten, der Wissenswald und das Deutsche Gartenbaumuseum. Im Park liegt außerdem Europas größtes ornamental bepflanztes Blumenbeet mit einer Fläche von 6.000 m². Der Spielplatz umfasst 35.000 m² und ist Thüringens größter. Damit stehen in Erfurt gärtnerische Gestaltung, Wissensangebote und ein großer Spielbereich nebeneinander, ohne dass sie dasselbe Besuchsinteresse voraussetzen.
Der Thüringer Zoopark Erfurt erstreckt sich über rund 63 Hektar und beherbergt mehr als 1.000 Tiere aus aller Welt. Einige Anlagen sind begehbar; außerdem beteiligt sich der Zoo an Zuchtprogrammen für bedrohte Tierarten. Diese unterschiedlichen Aspekte können für die eigene Auswahl ausschlaggebend sein: Tierbeobachtung, begehbare Anlagen oder der Beitrag zu Erhaltungszuchtprogrammen setzen jeweils einen anderen Schwerpunkt.
Für Ausblicke über die Stadt kommt die Zitadelle Petersberg in Betracht. Sie zählt zu den größten und ist die einzige weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas. Ihre erhöhte Lage bietet mehrere Aussichtspunkte; von der Bastion Michael im Westen sind Sonnenuntergänge zu sehen. Der Panoramaweg zur Zitadelle beginnt am Domplatz und ermöglicht den selbstständigen Zugang ohne weitere Hilfsmittel. Das ist eine andere Art, Erfurt zu entdecken als der Weg über die 70-stufige Freitreppe zum Domberg.
Auch die Anreiseplanung lässt sich an Erfurt ausrichten: Der Hauptbahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt im ICE-Netz und verknüpft Fern- und Regionalverkehr mit dem öffentlichen Nahverkehr der Stadt. Überprüfen Sie für Ihre konkrete Reise die aktuellen Fahrpläne.
Weitere Reiseziele entdecken: Molsdorf, Frienstedt, Niedernissa, Kerspleben, Kühnhausen, Ermstedt, Alach, Tiefthal.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Erfurt.