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Neudietendorf entdecken: Natur und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Unterkünfte in Neudietendorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Neudietendorf liegt im Tal der Apfelstädt am Südrand des Thüringer Beckens. Der Ort verbindet eine Flusslandschaft mit einer besonderen Kulturlandschaft: Am Kirchberg wird die Streuobstwiese „Kirchberg“ seit 1724 bewirtschaftet, während die Ortsgeschichte bis in die Zeit der Böhmischen Brüder zurückreicht. Natur und historische Entwicklung prägen so unterschiedliche Seiten des Ortes.

Kirchstraße 7 (Neudietendorf) Kirchstraße 7 (Neudietendorf) Foto: Giorno2 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Landschaft und Streuobstwiese

Im Ort mündet der Weidbach in die Apfelstädt. Er kommt aus Sülzenbrücken und entspringt in Mühlberg. Von Neudietendorf aus richtet sich der Blick nach Südwesten auf die Drei Gleichen, eine Burgengruppe, die dem Gebiet ihren Namen gibt. Diese Gewässer und die Aussicht geben eine konkrete Orientierung zur Lage des Ortes.

Die Streuobstwiese „Kirchberg“ ist seit ihrer Anlage im Jahr 1724 bewirtschaftet und Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, darunter auch teils stark bedrohte Arten. Auf der Wiese werden beispielsweise Führungen für Familien und Kinder angeboten. Wenn Sie sich dafür interessieren, erfragen Sie aktuelle Termine beim Veranstalter.

Ein eigener, zeitlich bestimmter Anlass ist der 5. Neudietendorfer Streuobstwiesentag. Er ist für Samstag, den 10. Oktober 2026, von 12 bis 17 Uhr im Krügerpark, Bergstraße 9, in Neudietendorf angesetzt. Bei einem Besuch können Sie die Veranstaltungsangaben vorab prüfen; der Streuobstwiesentag ist dabei von den Führungen auf der Wiese zu unterscheiden.

Spuren der Böhmischen Brüder

1742 erwarben Mitglieder der „Böhmischen Brüder“ von Graf Gotter ein altes Rittergut mit einer dazugehörigen Siedlung am Ufer der Apfelstädt. Zehn Familien ließen sich dort nieder und wollten nach dem Herrnhuter Vorbild leben. Wegen Unstimmigkeiten mit den lutherischen Landesherren wurde die frühe Gemeinschaft mehrfach aufgegeben. Diese Abfolge gibt der Ortsgeschichte einen klaren historischen Rahmen.

Auch die Baugeschichte lässt sich zeitlich nachzeichnen: Zunächst entstanden in Neudietendorf Chorhäuser für die ledigen Brüder und Schwestern, später folgten der Kirchsaal und weitere Gebäude. Der Kirchsaal wurde am 6. April 1779 grundgelegt und am 2. Dezember 1780 eingeweiht. Die beiden Daten bezeichnen unterschiedliche Schritte – den Beginn der Grundlegung und die spätere Einweihung.

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Gottesacker und gelebte Tradition

Der Friedhof, auch Gottesacker genannt, ist schlicht gestaltet. Die gleichförmigen liegenden Grabsteine tragen jeweils den Namen der verstorbenen Person, Geburts- und Sterbedatum sowie einen Vers. Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1743. Zur örtlichen Tradition gehört außerdem die Osterliturgie, die am Ostersonntag bei Sonnenaufgang auf dem Gottesacker gefeiert wird.

Für Ihre Reiseplanung ergibt sich damit ein Unterschied zwischen einem fest terminierten Besuchsanlass und den länger bestehenden Themen des Ortes: Der Streuobstwiesentag hat einen konkreten Termin, während Streuobstwiese, Landschaft und Ortsgeschichte Neudietendorf unabhängig davon prägen. Wenn Sie ein Hotel für Ihre Reise suchen, können Sie zunächst überlegen, ob der Veranstaltungstermin, das Naturthema oder die historische Entwicklung für Sie ausschlaggebend ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nesse-Apfelstädt.

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