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Wipfratal entdecken: Landschaft und Kultur

Unterkünfte in Unterkünfte in Wipfratal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Das bergige Vorland des Thüringer Waldes prägt das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wipfratal mit seinen zwölf Ortsteilen; im näheren und weiteren Umfeld kommen Wander- und Pilgerwege hinzu. Arnstadt setzt einen eigenen kulturellen Akzent. So können Sie Naturerlebnis, Wandern und Stadtgeschichte für Ihre Reise gewichten und anschließend nach Hotels suchen, die zu Ihrem geplanten Aufenthalt passen.

File:99310 Wipfratal, Germany - panoramio (11).jpg File:99310 Wipfratal, Germany - panoramio (11).jpg Foto: Foto Fitti via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Landschaft und Natur im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wipfratal

Die Reinsbergkette zwischen Schmerfeld und Reinsfeld ist die höchste Erhebung im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wipfratal. Eine andere Landschaftsperspektive bietet die Talsperre Heyda, die gebietsmäßig zur ehemaligen Gemeinde Wipfratal und zu Ilmenau gehört. Sie ist ein Erholungsgebiet, ein beliebtes Ausflugsziel sowie ein Angel- und Fischzuchtgewässer. An der Talsperre kommen außerdem seltene Sumpf- und Wasservögel vor. Damit stehen unterschiedliche Naturthemen nebeneinander: die Erhebung der Reinsbergkette und die Vogelwelt am Wasser.

Wander- und Pilgerwege im Umfeld

Im näheren Umfeld des Reiseziels führt der Wanderweg „Von Bach zu Goethe“ über die Reinsberge und den Veronikaberg. Unterwegs bietet er Panoramablicke ins Tal der wilden Gera, auf die Höhenzüge des Thüringer Waldes und ins Wipfratal. Für die Orientierung ist dabei auch die Perspektive wichtig: Die Route verläuft über die genannten Berge; die Ausblicke reichen in mehrere Landschaftsräume.

Im weiteren regionalen Umfeld führt der Pilgerweg Elisabeth-Walburga-Paulina auf etwa 54 Kilometern von Erfurt über Arnstadt nach Paulinzella. Er ist als leicht bis mittelschwer eingestuft. Seine zweite Etappe verläuft auf etwa 16 Kilometern von Arnstadt über Dornheim, Oberndorf, Hausen, Görbitzhausen und Roda nach Niederwillingen. Die beiden Angaben beschreiben unterschiedliche Maßstäbe: den gesamten Pilgerweg und eine einzelne Etappe. So können Sie bei Ihrer Planung unterscheiden, ob Sie sich für die durchgehende Route oder speziell für diesen Abschnitt interessieren.

Weitere Themen im zugehörigen Gemeindegebiet reichen von Technik und Bildung bis zu Orten an einer Radwegeverbindung. Das Solardorf Kettmannshausen ist ein Demonstrations- und Kommunikationszentrum für dezentrale Solar- und Wasserstofftechnik sowie Sitz des Jugendforschungszentrums. In Bildungsprojekten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung kommen altersgerechte Modelle zu Energietechniken für den Klimaschutz und zukunftsweisenden digitalen Techniken zum Einsatz. An der Radwegeverbindung Arnstadt–Stadtilm liegen der Kunst- und Käsehof in Görbitzhausen und der NaturErlebnishof in Hausen.

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Kultur im übergeordneten Reiseziel Arnstadt

Arnstadt ergänzt den Natur- und Wanderblick um eigene historische und kulturelle Themen. Johann Sebastian Bach wurde im August 1703 als Organist an die Neue Kirche berufen und blieb dort bis 1707. Das Bach-Denkmal auf dem Arnstädter Markt zeigt ihn als jungen Mann, lässig an einen Meilenstein gelehnt. Auch das Haus Kohlgasse 7 war eine bedeutende ehemalige Wohnstätte der Musikerfamilie Bach. Diese Orte zeigen unterschiedliche Bezüge zur Musikergeschichte: eine frühere Wohnstätte, Bachs Tätigkeit als Organist und eine Darstellung im öffentlichen Raum.

Das Renaissance-Rathaus wurde von 1582 bis 1586 erbaut. Seine mit Ziergiebeln und zahlreichen Schmuckelementen gestaltete Fassade nimmt die Nordseite des Marktplatzes ein. Die um 1250 errichtete Oberkirche, auch Barfüßerkirche genannt, war die Klosterkirche des Franziskanerordens. Zu ihren Merkmalen im Inneren zählen ein hölzernes Tonnengewölbe, eine Orgelempore von 1624 und zwei Emporen an der Südwand aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Rathaus und Kirche bieten damit verschiedene architektonische Anknüpfungspunkte: die Renaissance-Fassade am Markt und die historische Gestaltung eines Kirchenraums.

Im Schlossmuseum im Neuen Palais sind Möbel und Kunstschätze aus dem ehemaligen fürstlichen Bestand in rekonstruierten Barockräumen der südlichen Beletage zu sehen. Im Erdgeschoss des südlichen Corps de logis können Besucher durch die Puppenstadt „Mon plaisir“ mit ihren Häusern und Stuben gehen. Wer sich für Arnstadts frühe Geschichte interessiert, findet einen weiteren Themenbereich an der Alteburg am Südrand der Stadt: Das Muschelkalkplateau mit nach drei Seiten steil abfallenden Hängen war eine befestigte urgeschichtliche Höhensiedlung. Sie war in der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit besiedelt und mit Wällen und Gräben gesichert; zwei Wälle und Reste eines Vorwalls sind erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arnstadt.

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