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Hildburghausen entdecken

Unterkünfte in Unterkünfte in Hildburghausen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Residenzgeschichte, markante Bauwerke, Museum und Theater geben Hildburghausen ein vielseitiges kulturelles Profil. Auch der erhaltene Schlossgarten erzählt von der Entwicklung der Stadt: Er wurde um 1700 als Barockgarten angelegt und um 1780 in einen Landschaftspark umgewandelt. Wer seine Reise mit historischen Einblicken verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von der Stadtgeschichte im Museum bis zur Radroute, die in Hildburghausen beginnt und endet.

Residenzstadt und historische Bauwerke

Von 1680 bis 1826 war Hildburghausen Residenzstadt des Zwergfürstentums Sachsen-Hildburghausen. Diese Rolle bildet einen wichtigen zeitlichen Rahmen für die Stadtgeschichte. Das Rathaus verweist auf eine noch frühere Epoche: Es wurde 1395 anstelle eines abgebrannten Steinhauses als Rats- und Kaufhaus errichtet. Wahrscheinlich ist es das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt – die Einordnung bleibt ausdrücklich eine Vermutung.

Die Christuskirche entstand nach dem Stadtbrand von 1779 anstelle der zerstörten spätgotischen Stadtkirche St. Lorenz. Am 24. November 1785 wurde sie geweiht. Ihre Gestaltung wird als „klassizistisch abgekühlter Spätbarock“ beschrieben. Baugeschichte, Vorgängerbau und Stil lassen sich so an einem Gebäude miteinander in Beziehung setzen, ohne die Christuskirche mit der früheren St.-Lorenz-Kirche gleichzusetzen.

Auch das Stadttheater hat eine lange Baugeschichte: 1721 wurde es als Ball- und Fechthaus errichtet, um 1755 zum herzoglichen Hoftheater umgewandelt. Es zählt zu den ältesten freistehenden und durchgängig bespielten Theatern Deutschlands. Rathaus, Christuskirche und Theater stehen jeweils für andere Kapitel der Stadtentwicklung – von den frühen städtischen Funktionen über den Wiederaufbau nach dem Brand bis zur höfischen Kultur.

Stadtgeschichte im Museum und im Schlossgarten

Das Stadtmuseum Hildburghausen befindet sich seit 1993 im Baudenkmal „Alte Post“, das von 1989 bis 1993 restauriert wurde. Seine Dauerausstellung verfolgt die Stadtgeschichte von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1234 bis zum Alltagsleben im 20. Jahrhundert. Dazwischen stehen das Handwerk im Ackerbürgerstädtchen, das höfische Leben und die Industrialisierung im 19. Jahrhundert. So ordnet die Ausstellung verschiedene Epochen in einer zusammenhängenden Stadtgeschichte ein.

Zu den besonderen Exponaten gehören Erstausgaben des Bibliographischen Instituts von Joseph und Hermann Meyer, darunter eine 52-bändige Erstausgabe von Meyers Konversationslexikon. Damit setzt die Sammlung neben der Geschichte des Ortes auch einen konkreten Schwerpunkt auf die Buch- und Verlagsgeschichte. Der Besuch des Museums lässt sich thematisch daher sowohl mit dem Interesse an Hildburghausen als auch mit dem Blick auf historische Druckwerke verbinden.

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Der knapp 6 ha große Schlossgarten verbindet zwei unterschiedliche gartenhistorische Gestaltungen: Um 1700 wurde er als Barockgarten angelegt, um 1780 in einen Landschaftspark umgewandelt. Ein Kanal, der ebenfalls um 1700 angelegt wurde, umgibt den Garten. Die beiden Gestaltungsschritte und der Kanal geben dem erhaltenen Schlossgarten eine eigene historische Dimension innerhalb des Stadtbilds. Für Ihre Reiseplanung bietet er einen anderen Schwerpunkt als die Innenräume und Sammlungen des Stadtmuseums.

Eine Radroute mit Start und Ziel in Hildburghausen

Auch auf zwei Rädern lässt sich ein konkreter Reiseanlass mit der Stadt verbinden: Die Radroute „Rund um die Kreisstadt Hildburghausen“ beginnt und endet in Hildburghausen. Damit ist der Ort sowohl Ausgangs- als auch Endpunkt der beschriebenen Route. Zusammen mit den historischen Sehenswürdigkeiten und dem Museum ergibt sich eine Auswahl verschiedener Interessen, an denen Sie die inhaltliche Ausrichtung Ihrer Reise festmachen können.

Ob Sie sich vor allem für die Residenzzeit, die Baugeschichte, die Museumssammlung, den Schlossgarten oder die Radroute interessieren: Hildburghausen bietet mehrere klar unterscheidbare Themen für einen Aufenthalt. Die Geschichte der Stadt erschließt sich dabei über konkrete Orte und Ausstellungen, während die Route einen eigenen Zugang für Radreisende eröffnet.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landkreis Hildburghausen.