Gleima entdecken
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Gleima bietet einen ungewöhnlichen Zugang zu seiner Ortsgeschichte: Zwei Ortsteile und ein Wappen erzählen davon, wie Zusammengehörigkeit, Glück und Gerechtigkeit im Ort gedeutet wurden. Wer sich für die Geschichte eines Reiseziels interessiert, findet hier konkrete Einzelheiten statt einer austauschbaren Ortsbeschreibung.
Zwei Ortsteile und ihre historische Verbindung
Gleima besteht aus zwei Ortsteilen. Früher waren sie nur durch einen Holzbohlenweg über den Teichdamm miteinander verbunden. Diese historische Verbindung macht die Zweiteilung des Ortes anschaulich: Sie verlief über den Teichdamm und bestand aus einem Weg aus Holzbohlen. Für die Einordnung Gleimas ist wichtig, dass es sich um eine frühere Verbindung handelt.
Auch das Wappen greift die Ortshälften auf. Es zeigt ein gestürztes Hufeisen, zu dessen beiden Seiten jeweils ein Stern steht. Die Sterne stehen für die beiden Ortshälften; das Hufeisen symbolisiert Glück und soll sie zusammenfügen. Im Hufeisen ist eine Linde dargestellt. So versammelt das Wappen mehrere lokale Bedeutungen in einem Motiv.
Linde, Gerechtigkeit und Ortsgeschichte
Die Linde galt als Symbol der Gerechtigkeit. Unter ihr wurde nicht selten Gericht gehalten. Zusammen mit der Deutung des Hufeisens und der Sterne ergibt sich eine kleine Erzählung über Gleima: Das Wappen verbindet die Ortshälften mit der Vorstellung von Glück und erinnert zugleich an die frühere Bedeutung der Linde für die Rechtsprechung. Für Reisende, die gern auf die historischen Bedeutungen eines Ortes achten, ist diese Verbindung ein prägnanter Zugang zu Gleima.
Das übergeordnete Reiseziel Remptendorf
Über Gleima hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Remptendorf einen eigenen landschaftlichen und kulturellen Rahmen. Remptendorf ist eine Einheitsgemeinde mit einer Fläche von etwa 100 km² inmitten des Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. Die folgenden Beispiele beziehen sich auf Remptendorf und nicht auf Gleima selbst.
Zu den markanten Bauwerken im Reiseziel Remptendorf zählt die Ziemestalbrücke. Sie gehört offiziell zur Gemeinde Remptendorf und ist ein eingleisiger, vollständig aus Stahl bestehender Viadukt der Bahnstrecke Triptis–Marxgrün in Thüringen. Die Brücke ist 115 Meter lang und 32 Meter hoch; erbaut wurde sie zwischen 1893 und 1895. Diese Maße, die Bauweise und die historische Bahnstrecke geben Interessierten an Technik- und Eisenbahngeschichte konkrete Anhaltspunkte. Für den Besuch gilt eine klare Einschränkung: Unbefugten ist das Besteigen und Betreten der Ziemestalbrücke sowie der Bahnstrecke generell untersagt.
Auch Wanderungen gehören zu den beschriebenen Möglichkeiten in Remptendorf. Die Wanderwege in der waldreichen Gegend führen zu Aussichtspunkten mit weitem Blick über die Berge und Täler des Thüringer Schiefergebirges. Aufmerksame Wanderer können dort im Reiseziel Remptendorf außerdem Grenzsteine aus vergangenen Zeiten entdecken. Aussicht und historische Spuren sprechen unterschiedliche Interessen an: Die einen richten den Blick auf die Landschaft, die anderen auf Zeichen früherer Grenzziehungen.
Ein weiterer kultureller Akzent im übergeordneten Reiseziel ist die Wehrkirche in Gahma. Sie steht unter Denkmalschutz und stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Zusammen mit der Ziemestalbrücke stehen hier unterschiedliche Themen nebeneinander: Kirchenbau und Bahnviadukt, beide mit einem klaren Bezug zur Geschichte des Reiseziels Remptendorf.
Bei der Reiseplanung können Sie so zwei Maßstäbe unterscheiden: Gleimas Ortsgeschichte mit den Ortsteilen und dem bedeutungsvollen Wappen einerseits, die Landschafts-, Wander- und Kulturthemen des übergeordneten Reiseziels Remptendorf andererseits. Wenn Sie nach einem Hotel für Ihre Reise suchen, hilft diese Unterscheidung dabei, den Schwerpunkt Ihrer Recherche festzulegen, ohne Gleima die Merkmale des größeren Reiseziels zuzuschreiben.
Weitere Reiseziele entdecken: Altengesees, Gahma, Burglemnitz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Remptendorf.