Saalburg-Ebersdorf: Stausee, Schlosspark und Geschichte
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In Saalburg-Ebersdorf stehen die Wasserlandschaft des Bleilochstausees und die Park- und Kulturgeschichte von Ebersdorf als unterschiedliche Reiseinteressen nebeneinander. Der Bleilochstausee ist 28 Kilometer lang und hat ein Wasservolumen von 215 Millionen Kubikmetern. Seine Länge und sein Volumen geben dem Thema Wasser eine klare Größenordnung, bevor Sie Ihre Planung zwischen Ausflügen und historischen Eindrücken ausrichten.
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Foto: Kora27 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Stausee und Fahrten ab Saalburg
Die Fahrten der Saaletal-Kabinen-Schifffahrt führen vom Liegeplatz in Saalburg entweder zur Staumauer oder über Zoppoten, Heinrichstein und Saaldorf bis nach Harra. So stehen unterschiedliche Routenoptionen zur Wahl: eine Fahrt zur Staumauer oder eine Fahrt mit den genannten Stationen bis Harra. Wenn Sie eine Schifffahrt einplanen möchten, prüfen Sie vorab den Fahrplan, damit Ihre Tagesplanung zu den aktuellen Fahrtmöglichkeiten passt.
Schlosspark und Baumlehrpfad
Der Schlosspark Ebersdorf ist ein 50 Hektar großer Landschaftspark. Der Ebersdorfer Park ist außerdem ein Denkmal der Landschafts- und Gartengestaltung von regionaler und überregionaler Bedeutung. Zur Gestaltungsgeschichte gehört Christian Friedrich Schuricht (1753–1832), der als Schöpfer des vergrößerten Schlossgartens gilt. Den Umbau des Schlosses leitete er von 1788 bis 1791.
Eine weitere Perspektive auf den Park eröffnet der Baumlehrpfad. Seit dem Frühjahr 2016 können Besucher dort Wissenswertes über den Baumbestand und die Besonderheiten der wachsenden Gehölzarten erfahren. Kleine Tafeln zeigen Fotos und Namen der Baumarten sowie QR-Codes; zusätzliche Informationen lassen sich mit einem Smartphone abrufen. Angelegt wurde der Pfad als Projektarbeit von vier Schülern der 9. Klasse der Regelschule Bad Lobenstein. Wenn Sie den Baumlehrpfad gezielt einplanen, lohnt sich ein kurzer Blick auf seinen aktuellen Zustand.
Kirchen und Geschichte
Das Ausstellungs- und Begegnungszentrum „Johann Amos Comenius“ befindet sich im ehemaligen Brüderhaus der Herrnhuter Gemeine. In Saalburg wurde die Kirche St. Marien zwischen 1206 und 1223 gegründet; sie gilt als eine der ältesten Kirchen im Umkreis. In der St.-Leonhart-Kirche in Friesau befindet sich ein Abendmahlskelch aus dem Jahr 1509, ein Werk des Schleizer Goldschmieds Andreas Eckart.
Auch der Park ist mit einem konkreten historischen Ereignis verbunden: Die Särge des letzten Fürsten Reuss-Schleiz, seiner Frau und zweier Söhne wurden von der Bergkirche Schleiz nach Ebersdorf überführt. Am 6. August 1931 wurden sie in Grüften im Park beigesetzt.
Wanderungen und praktische Planung
Durch Friesau führen zwei Rundwanderwege. Für flexible Transfers entlang des Bleilochstausees und rund um das Thüringer Meer gibt es das Wandertaxi: Die angegebenen Servicezeiten sind täglich von 8 bis 20 Uhr, der Betrieb erfolgt in Kooperation mit vier regionalen Taxiunternehmen. Klären Sie vor der Reise die aktuelle Betriebs- und Buchungsmöglichkeit, wenn Sie einen Transfer fest einplanen.
Die genannten Themen geben unterschiedliche Anhaltspunkte für Ihre Reiseplanung. Bei den zeitabhängigen Angeboten, besonders Schifffahrt und Wandertaxi, sollten Sie die aktuellen Möglichkeiten vorab prüfen.
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