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Walldorf: Kirchenburg, Höhle und Werra-Radweg

Unterkünfte in Unterkünfte in Walldorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Walldorf verbindet eine historische Kirchenburg mit einer ungewöhnlichen, von Menschenhand geschaffenen Höhle. Dazu führt der Werratal-Radwanderweg direkt durch den Ort. Diese unterschiedlichen Anknüpfungspunkte helfen Ihnen, den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zu wählen: Geschichte, die besondere Entstehung der Höhle, ihre Ausstellungen oder eine Radtour.

Walldorf (Werra), Tanzberg, Gedenkstätte Walldorf (Werra), Tanzberg, Gedenkstätte Foto: Karsten11 via Wikimedia Commons, CC0

Kirchenburg Walldorf: Anlage und Geschichte

Die Außenanlage der Kirchenburg Walldorf ist von Ostern bis zum Reformationstag täglich von 10 bis 18 Uhr frei zugänglich. Die Kirche selbst ist nicht immer geöffnet; die Zeiten für das Gelände bedeuten also nicht automatisch Zugang zum Kircheninneren. Da es sich um saisonale Angaben handelt, prüfen Sie die Besuchsinformationen vor Ort vor Ihrem Besuch.

Auch die Geschichte der Anlage reicht weiter zurück als ihre erste urkundliche Erwähnung: Die heute Kirchenburg Walldorf genannte Anlage wurde als Königshof gegründet, noch bevor sie 982 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Wer sich für die Entwicklung des Ortes interessiert, findet hier einen konkreten historischen Bezug. Das macht die Kirchenburg zu einem anderen Schwerpunkt als die Höhle, deren Geschichte mit der Nutzung von Sand verbunden ist.

Sandstein- und Märchenhöhle: Sand, Säulen und Ausstellungen

Die Sandstein- und Märchenhöhle entstand durch den Abbau von weißem, feinkörnigem Sand, der als Streu- und Scheuersand verwendet wurde. Ihre Entstehung ist damit eng an einen früheren Gebrauch des Materials gebunden. Die von Menschenhand geschaffene Anlage umfasst etwa 65.000 Quadratmeter und besitzt 2.500 tragende Säulen. Der Betreiber zählt sie zu den größten Höhlen dieser Art in Europa.

In der Höhle geben Dioramen und Schaubilder einen Überblick über ihre geologische Beschaffenheit und das Leben der Sandmacher. Sie ergänzen die räumliche Dimension um die Geschichte der Arbeit mit dem Sand. Für Kinder sind außerdem etwa 30 Märchenbilder ausgestellt. Die Motive stammen aus Geschichten der Brüder Grimm, von Ludwig Bechstein und aus modernen Erzählungen. So verbindet die Höhle geologische Themen und die Geschichte der Sandmacher mit Märchenmotiven; diese unterschiedlichen Ausstellungsthemen können Ihre Interessenwahl mitbestimmen.

Radfahren und den Aufenthalt ausrichten

Der Werratal-Radwanderweg führt direkt durch Walldorf und ergänzt die ortsgebundenen Besichtigungsinteressen um eine Radroute. Kirchenburg, Höhle und Radweg stehen für verschiedene Arten, den Ort in den Blick zu nehmen: historische Anlage, Entstehung und Ausstellungen einer Höhle oder eine Tour auf dem Radwanderweg.

Wenn Sie Ihre Reise vor allem auf die Kirchenburg ausrichten, beachten Sie den saisonalen Zeitraum für die Außenanlage und unterscheiden Sie ihn von der nicht immer geöffneten Kirche. Bei Interesse an der Höhle stehen ihre Geschichte und die unterschiedlichen Ausstellungsthemen im Vordergrund. Für eine Radreise bietet der durch Walldorf führende Werratal-Radwanderweg einen eigenen Anknüpfungspunkt. Prüfen Sie aktuelle Besuchsinformationen vor Ihrer Planung, insbesondere die saisonalen Zeiten der Kirchenburg.

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Kultur im übergeordneten Reiseziel Meiningen

Im übergeordneten Reiseziel Meiningen bietet Schloss Elisabethenburg einen weiteren historischen und kulturellen Bezugspunkt. Es wurde von 1682 bis 1692 unter Bernhard I. als Residenz des Herzogtums Sachsen-Meiningen erbaut und ist Sitz der Meininger Museen. Das Schloss ist außerdem ein bedeutendes Kulturdenkmal unter der Schirmherrschaft der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach. Diese Schlossgeschichte gehört zu Meiningen und ist vom historischen Bezug der Kirchenburg in Walldorf zu unterscheiden.

Auch die Meininger Altstadt hat eigene Wahrzeichen: Die Stadt- oder Marienkirche „Unserer lieben Frauen“ besitzt 50 Meter hohe Türme und bildet den Mittelpunkt der Altstadt. Im Englischen Garten stehen auf Anregung des früheren Herzogs Georg II. Denkmäler für Jean Paul, Johannes Brahms und Max Reger; darunter befindet sich das weltweit erste Denkmal für Johannes Brahms. Das Theatermuseum „Zauberwelt der Kulisse“ zeigt ein etwa 14 Meter langes Bühnenbild sowie Kostüme, Theaterzettel und Autografen aus der Geschichte des Meininger Theaters.

Für Spaziergänge und Wanderungen gibt es in Meiningen mehr als zehn Routen zwischen drei und zwölf Kilometern, auf denen sich den Spuren von Johannes Brahms, Ludwig Bechstein und Friedrich Schiller folgen lässt. Der Schlosspark wurde in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt; seine Bogenbrücke über die Werra wurde 1883 von Eduard Fritze entworfen. Diese kulturellen und landschaftlichen Themen sind Meiningen zugeordnet und nicht Merkmale von Walldorf.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Meiningen.