Steinheid
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Steinheid liegt auf dem Kamm des Thüringer Schiefergebirges. Landschaft und Geschichte geben dem Ort zwei besondere Seiten: Wanderwege führen von hier aus in die Umgebung, während Bergbau und Handwerk von früheren Erwerbszweigen erzählen. Auch heute gehören Handwerksbetriebe und ein Werksverkauf für Christbaumschmuck zu den Themen, die einen Aufenthalt prägen können.
Wandern rund um Steinheid
Das Kieferle ist Steinheids Hausberg und erhebt sich mit 868 m über den Ortsteil. Wer die Höhenlandschaft zu Fuß erkunden möchte, findet mit dem 6-Kuppen-Steig eine Route mit verschiedenen Ortsbezügen: Von Steinheid führt sie ins Steinachtal oder über die Sandlinie zur Fellbergbaude. Als Rundwanderweg verbindet der 6-Kuppen-Steig Neuhaus, Lauscha, Steinach und Steinheid.
Sechs Gipfel geben dem Steig seinen Namen: Bornhügel, Pappenheimer Berg, Großer Tierberg, Fellberg, Kieferle und Rollkopf. Sie sind jeweils über 800 m hoch. Damit stehen auf dieser Route mehrere markante Höhen im Mittelpunkt, nicht nur das Kieferle als Steinheids Hausberg. Eine weitere beschriebene Wanderroute ist der Goldpfad, der durch das Andruftal zurück nach Steinheid führt. Im näheren Umfeld bietet der Frankenblick am Südhang des Fellberges Fernsicht.
Für Ihre Tagesplanung macht es einen Unterschied, ob Sie den Rundwanderweg mit seinen verbundenen Orten, eine der von Steinheid aus beschriebenen Richtungen oder den Rückweg durch das Andruftal in den Mittelpunkt stellen möchten. Die Routenbezüge geben Ihnen dafür verschiedene Anhaltspunkte, ohne dass sie zu einer einzigen Tour zusammengefasst werden müssen.
Handwerk und Ortsgeschichte
In mehreren kleinen Handwerksbetrieben in Steinheid können Besucher den Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Dazu kommen ein Werksverkauf für Christbaumschmuck und eine kleine Handmalerei-Stube. Dort werden Sonderwünsche erfüllt, etwa bemalte Kugeln oder Schiefertafeln für besondere Anlässe. Wenn Sie diese Angebote in Ihren Besuch einplanen möchten, informieren Sie sich vorab über die Öffnungszeiten.
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: 1362 wurde Steinheid erstmals als „die steynerne Heyde“ in einem Lehnsbrief des Markgrafen von Meißen urkundlich erwähnt. Früher wurde hier insbesondere Goldbergbau betrieben; 1530 wurde Steinheid zur freien Bergstadt erhoben. Das Grubenwesen mit 51 Zechen wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört. In der Zeit danach waren Glasbläserei und Schachtelmacherei wichtige Zuliefergewerbe für den Olitätenhandel. So erzählen die Ortsgeschichte und die heutige Handwerkstradition von unterschiedlichen Formen des Arbeitens in Steinheid.
Kultur in Neuhaus am Rennweg
Auch Neuhaus am Rennweg bietet eigene kulturelle Anknüpfungspunkte. Das Erlebnismuseum lässt Besucher in das Leben der „Wäldler“ eintauchen und vermittelt Glas- und Zeitgeschichte der Rennsteigstadt. In der Stadtmitte steht die gotische evangelisch-lutherische Holzkirche, die 1892 geweiht wurde und zu den wenigen reinen Holzkirchen Deutschlands gehört. Ihre Fenster zeigen geometrisch-ornamentale Glasmalereien; die Farben sind nach der Reifung der Weintrauben angeordnet. Diese Themen setzen einen eigenen Akzent neben den Wander- und Handwerksbezügen Steinheids.
Welche Unterkunft passt zu Ihrem Aufenthalt?
Wanderrouten, die Handwerksbetriebe und die Ortsgeschichte bieten unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Planung. So lässt sich Steinheid als Reiseziel einschätzen, ohne die verschiedenen Wege und Erlebnisse zu einem einheitlichen Programm zu machen.
Weitere Reiseziele entdecken: Siegmundsburg, Lichte, Piesau, Scheibe-Alsbach, Neuhaus am Rennweg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuhaus am Rennweg.